Gute Frage

Warum werden Hände und Füße schrumpelig, wenn man lange badet?

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Prof. Christian Sander, Eduard-Arning-Klinik für Dermatologie und Allergologie, Asklepios-Klinik St. Georg:

Hände und Füße sind mit einer dicken Schicht aus Hornhaut bedeckt, weil an diesen Körperstellen starke Kräfte angreifen. Deshalb haben wir an den Fingerkuppen, Händen und Füßen auch Rillen - wie das Profil bei Autoreifen. Die Hornschicht selbst enthält verschiedene Wasser anziehende Eiweiße (Proteine). Wenn man lange badet, wird Wasser in die Zellen der Hornschicht aufgenommen, die damit an Volumen zunehmen. Je größer sie werden, desto weniger Platz haben sie und die Hautoberfläche quillt auf und wellt sich. Das Wasser zieht sich aber auch schnell wieder zurück, sobald man im Trocknen ist. Die Hornschicht an anderen Körperstellen ist deutlich dünner als an Händen und Füßen. Dort bekommen wir eher weniger Runzeln beim Baden, weil sich durch geringe Wasseraufnahme die Haut sogar ein bisschen glättet.