17.01.13

Flugzeughersteller Airbus will 2013 mehr als 600 Flieger ausliefern

File photo shows Airbus CEO Fabrice Bregier pausing during an interview with Reuters in London

Foto: REUTERS

File photo shows Airbus CEO Fabrice Bregier pausing during an interview with Reuters in London

Schon 2012 lieferte Airbus 588 Maschinen aus. Damit setzte der europäische Flugzeugbauer nur 13 Flieger weniger ab als Rivale Boeing.

Toulouse. Der europäische Flugzeughersteller Airbus ist im Wettrennen 2012 seinem US-Rivalen Boeing knapp unterlegen. Wie erwartet verkaufte die EADS-Tochter im vergangenen Jahr 588 Maschinen und damit 13 weniger als die Amerikaner.

Diesen neuen Rekord gab Airbus-Chef Fabrice Brégier am Donnerstag in Toulouse bekannt. Insgesamt seien 89 Kunden beliefert worden, darunter 17 neue Kunden. In den Büchern hat Airbus 4682 Bestellungen im Wert von 638 Milliarden US-Dollar (487 Milliarden Euro), nach eigenen Angaben branchenweiter Rekord.

Beim Marktanteil lag der europäische Konzern 2012 allerdings erstmals seit neun Jahren hinter US-Rivale Boeing. Für die verkauften Flugzeuge errechnete Airbus seinen Teil mit 41 Prozent in 2012. Im Jahr 2011 hatte der Flugzeugbauer 534 Modelle übergeben.

Für das laufende Jahr zeigte sich Airbus zuversichtlich. Mehr als 600 Flugzeuge will das europäische Unternehmen zu seinen Kunden fliegen. Im vergangenen Jahr hat Airbus netto 833 Bestellungen entgegengenommen.

2013 sollen es brutto etwa 700 Aufträge werden, davon 25 für den Riesenflieger A380. Genauso viele Flugzeuge dieses Typs will der Hersteller im laufenden Jahr ausliefern, 2014 sollen es mehr als 30 werden.

Im Militärbereich soll die A400M nach zahlreichen Verzögerungen nun im ersten Quartal dieses Jahres ihre Zulassung bekommen. Die erste Auslieferung an die französische Armee plant Brégier für das zweite Quartal.

Airbus warb angesichts der technischen Probleme des Boeing-Langstreckenjets Dreamliner indirekt für sein Fluggerät. Das Airbus-Konkurrenzmodell A350 verfüge über eine andere Elektronik als der Dreamliner. Massive Schwierigkeiten mit der Bordelektrik zwingen das Boeing-Flugzeug derzeit in vielen Ländern dazu, am Boden bleiben zu müssen.