02.12.12

Medienbericht 24 Prozent der EADS-Aktien an Deutschland und Frankreich

Deutschland will angeblich mit zwoelf Prozent bei EADS einsteigen

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Deutschland will angeblich mit zwoelf Prozent bei EADS einsteigen Foto: dapd

Laut Medienbericht steht EADS kurz vor der Neuordnung. Deutschland und Frankreich sollen demnach jeweils 12 Prozent der Aktien erhalten.

Frankfurt am Main. Die Neuordnung des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS ist nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" in ihre entscheidende Phase getreten. In Paris hätten am Wochenende deutsche und französische Regierungsvertreter zusammen mit Daimler und EADS über eine Neuordnung des Aktionärspakts verhandelt mit dem Ziel, den Staatsanteil künftig auf knapp 30 Prozent der Anteile zu begrenzen, hieß es. Daimler will sich rasch von 7,5 Prozent seiner EADS-Anteile trennen. Der Autokonzern hält insgesamt rund 15 Prozent der Aktien.

Bis zum Sonntagabend sollten dem Bericht zufolge unterschriftsreife Verträge ausgearbeitet sein. Demzufolge sollen Frankreich und Deutschland künftig jeweils 12 Prozent der EADS-Aktien halten, Spanien noch 4 Prozent. Damit bliebe ein Puffer von 2 Prozent, den die Staaten noch erwerben könnten, ohne über die Marke von 30 Prozent zu rutschen, die ein Übernahmeangebot an alle Aktionäre auslösen würde.

Geplant sei überdies, dass Frankreich und Deutschland jeweils zwei Vertreter in den Verwaltungsrat des Konzerns entsenden dürfen, Spanien einen. Der neue Pakt solle auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im Frühjahr 2013 abgesegnet werden. Zuvor müsste die deutsche Förderbank KfW, die im Auftrag des Bundes den größten Teil der Anteile erwerben soll, noch in den bestehenden Aktionärspakt aufgenommen werden. Dazu habe Frankreich seine Zustimmung signalisiert, hieß es laut FAZ im Umfeld der Verhandlungen. Zudem solle künftig das Stimmrecht bei EADS auf 15 Prozent gedeckelt werden, unabhängig von der Höhe des Anteilsbesitzes eines einzelnen Investors.