Seelöwe schwamm 250 Kilometer von Prag nach Wittenberg

Prag. Der Seelöwe "Gaston", der in der vergangenen Woche aus dem überfluteten Prager Zoo ausgebrochen war, ist in Deutschland wieder eingefangen worden - 250 Kilometer von Prag entfernt. Rettungskräfte zogen ihn bei Wittenberg aus der Elbe. Der zwölf Jahre alte "Gaston" ist nach Angaben des Zoosprechers in guter Verfassung. Außer "Gaston" waren bei den schwersten Überschwemmungen in der Tschechischen Republik seit 175 Jahren auch die Seelöwinnen "Julinka" und "Mischa" (Foto) in die Moldau entkommen. Während "Julinka" von selbst zurückkehrte, gelang den anderen beiden Tieren ein weiterer Ausflug. "Mischa" wurde am Sonntag von Rettungskräften in den überfluteten Gärten eines Schlosses bei Melnik entdeckt. "Gaston" schwamm einer Meldung des Mitteldeutschen Rundfunks zufolge von der Moldau aus in die Elbe. Bei Bad Schandau habe eine Brücke die weitere Verfolgung des Tiers zunächst unmöglich gemacht, da das Wasser bis kurz unter das Bauwerk gereicht habe.