Vorstand des Technikmuseums stimmt Umzug grundsätzlich zu

Foto: Fabian Schindler

Neuer Standort könnte ein Gelände der Kommunalen Betriebe sein

Stade. Der Verein des Stader Technik- und Verkehrsmuseum hat einem Umzug in ein anderes Domizil grundsätzlich zugestimmt. Der Vereinsvorsitzende Walter Müller informierte jetzt Stades Bürgermeister Andreas Rieckhof in einem Schreiben darüber, dass er hierfür aber die Bestellung eines wissenschaftlichen Beirates wünsche, um weitere Wege für die Entwicklung des Museums zu erörtern und dieses zielgerichtet auszugestalten.

Wie Bürgermeister Rieckhof gestern mitteilte, seien hierfür der ehemalige Stadtarchivar Jürgen Bohmbach, Dieter Kunze und Dieter Theodor Bohlmann vom Museumsverein sowie der Archäologe Frank Andraschko im Gespräch. Dies müsse aber noch im Kulturausschuss der Stadt Stade beraten werden.

Dem Verein war Ende Dezember vom Stader Rat die Kündigung des Nutzungsvertrages für das derzeitige Museumsgelände an der Freiburger Straße ausgesprochen worden. Die Stadt plant einen Verkauf des Areals, um die finanzielle Lage der Kommune zu verbessern. Seitdem ist ungewiss, wo das Museum in wahrscheinlich stark verkleinerter Form unterkommen wird.

Rieckhof schätzt die Chancen, dass das Museum in einer Halle auf dem Gelände der Kommunalen Betriebe (KBS) Stade ein neues Zuhause finden wird, als nicht schlecht ein, schließlich habe sich der Verein nach einer Besichtigung der etwa 800 Quadratmeter großen Halle vor wenigen Tagen an dem Gelände grundsätzlich interessiert gezeigt, auch wenn die neue Halle fast 3000 Quadratmeter kleiner als die Halle an der Freiburger Straße ist.

Vereinskurator Dieter-Theodor Bohlmann hat inzwischen ein erstes Konzept erarbeitet, wie und wo die Exponate des Museums auf dem Gelände der KBS untergebracht werden könnten. Zudem schlägt Bohlmann einen Umbau der überdachten Freifläche zu einer geschlossenen Ausstellungsfläche an. Ein detaillierter Plan für das vom Umfang reduzierte Museum wurde der Stadtverwaltung vom Museumsverein bereits zugesandt. "Auch dieses Konzept wird jetzt der Kulturausschuss eingehend studieren und dann eine Empfehlung aussprechen", so Rieckhof. Auf der nächsten Sitzung des Ausschusses Anfang Februar soll auch die allgemeine zukünftige Ausrichtung und Ausstattung des Vereins mit beraten werden, dazu werden auch einzelne Gutachter erwartet, die die Bestände des Museums nach ihrem musealen Wert eingestuft haben.

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