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Dossier

Bundespräsident Christian Wulff und die Affäre um einen 500.000-Euro-Kredit

Bundespräsendent Christian Wulff hatte in seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident einen privaten Darlehensvertrag mit der Unternehmergattin Edith Geerkens über 500.000 Euro abgeschlossen und diesen vor dem Landtag verschwiegen.

Der damalige Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) am 18. Februar 2010 bei der besagten Befragung im niedersächsischen Landtag
Foto: dpa

Bundespräsident Christian Wulff ist wegen eines umstrittenen Privatkredits in Höhe von 500.000 Euro heftig in die Kritik geraten. Politiker der Opposition und andere fordern Aufklärung oder sogar eine Entschuldigung. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stärkt Wulff dagegen den Rücken. Das Staatsoberhaupt habe ihr „vollstes Vertrauen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Die Kanzlerin sehe keinen Grund, an den Angaben Wulffs zu zweifeln. Zuvor war bekanntgeworden, dass Wulff im Jahr 2008 als niedersächsischer Ministerpräsident einen Privatkredit über eine halbe Million Euro von der Frau des Unternehmers Egon Geerkens erhalten hatte. Im Landtag in Hannover hatte er seinerzeit diesen Kredit aber nicht angegeben, als er nach geschäftlichen Beziehungen zu dem Unternehmer gefragt wurde. Das Bundespräsidialamt wies in einer ersten Reaktion Darstellungen zurück, dass Wulff damit getäuscht hat. Mit dem Kredit hatten er und seine Frau ein Haus gekauft.

(br/abendblatt.de)

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    Erklärung

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    Christian Wulff gibt auf. Der Bundespräsident kündigte am Freitag an, sein Amt zur Verfügung zu stellen. Deutschland brauche einen Präsidenten, der uneingeschränkt das Vertrauen der Bevölkerung habe und sich den gewaltigen nationalen und internationalen Herausforderungen widmen könne, sagte Wulff.

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    Christian Wulff

    Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten nach 598 Tagen

    Bundespräsident Christian Wulff kündigte am Morgen seinen Rücktritt an. Deutschland brauche einen Präsidenten, der uneingeschränkt das Vertrauen der Bevölkerung habe, sagte er. Kanzlerin Merkel bedauerte den Schritt. Die Staatsanwaltschaft Hannover prüft nun die sofortige Aufnahme von strafrechtlichen Ermittlungen gegen Wulff. Sagen Sie uns Ihre Meinung zum Rücktritt.

  • Ex-Bundespräsident Christian Wulff

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    Bundespräsident Christian Wulff kündigte am Morgen seinen Rücktritt an. Kanzlerin Merkel bedauerte den Schritt. Die Staatsanwaltschaft Hannover gab nun bekannt, ab Sonnabend strafrechtlich gegen Wulff zu ermitteln. Es geht um den Anfangsverdacht auf Vorteilsnahme und Vorteilsgewährung.

  • Das Haus der Wulffs in Großburgwedel. Mit dem Kredit für das Haus begann die Affäre

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    Merkel berät bereits mit Interims-Präsident Seehofer im Kanzleramt über einen Nachfolger, der bis zum 18. März feststehen muss. Wulff ist in sein Haus nach Großburgwedel zurückgekehrt, das vor zehn Wochen Anstoß für die Affäre um den Bundespräsidenten war. Ab Sonnabend will die Staatsanwaltschaft strafrechtlich gegen ihn ermitteln.

  • Der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff muss isch Sorgen um seine finanzielle Zukunft machen. Es ist nicht sicher, dass er einen lebenslangen Anspruch auf den sogenannten Ehrensold hat. Bis Juni könnte er ein Übergangsgeld bekommen

    Nach Rücktritt von Bundespräsident Wulff

    Bekommt der ehemalige Bundespräsident Ruhegehalt oder Ehrensold?

    Die finanzielle Zukunft von Ex-Bundespräsident Christian Wulff ist nicht in trockenen Tüchern: Die Bundesregierung muss über den Ehrensold für Wulff befinden. Ein Übergangsgeld für den ehemaligen Ministerpräsidenten ist aber möglich. Der Steuerzahlerbund ist für eine grundsätzliche Reform der Bundespräsidenten-Pension.

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    Wulff-Debatte geht in die nächste Runde: Ehrensold oder Ruhegehalt?

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  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (r., CDU) neben Joachim Gauck. Der DDR-Bürgerrechtler soll neuer Bundespräsident werden

    "Demokratielehrer"

    Joachim Gauck soll auf Wulff folgen - "Ende gut, alles gut"

    Merkel bezeichnete am Abend beim gemeinsamen Auftritt der Parteichefs von CDU, CSU, FDP, SPD und Grünen im Kanzleramt den 72-jährigen früheren DDR-Bürgerrechtler als "wahren Demokratielehrer", der wichtige Impulse in den Debatten über die Globalisierung, die Lösung der Schuldenkrise und mehr Demokratie geben könne. Gauck war in Umfragen klarer Favorit der Bürger.

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    Mögliche Aufhebung der Immunität

    Kreise: Bundespräsident Wulff will seinen Rücktritt erklären

    Bundespräsident Wulff gibt um 11 Uhr eine Erklärung im Schloss Bellevue ab. Kanzlerin Merkel will sich um 11.30 Uhr äußern. Die Staatsanwaltschaft Hannover hat gestern die Aufhebung der Immunität Wulffs beantragt, um strafrechtlich gegen das Staatsoberhaupt ermitteln zu können.

  • Bundespräsident Wulff äußerte sich erstmals zu den Vorwürfen im Zusammenhang mit dem umstittenen Privatkredit über 500.000 Euro: Er erkenne an, dass mit seinem Schweigen "ein falscher Eindruck entstehen konnte“

    Kreditaffäre des Bundespräsidenten

    Wulff bedauert Annahme des Kredits

    Wulff räumte ein, das Verschweigen des Kredits von 500.000 Euro sei ein Fehler gewesen. Der ehemalige Ministerpräsident von Niedersachsen betonte gleichzeitig seinen Anspruch auf "Integrität und Verantwortungsbewusstsein".

  • Bundespräsident Wulff gerät zunehmend unter Zugzwang: Die Organisation Transparency Deutschland, SPD und Grüne fordern eine Erklärung über sein Verhältnis zu dem Osnabrücker Unternehmer Egon Geerkens

    Kreditaffäre des Bundespräsidenten

    SPD fordert Urlaubsliste von Christian Wulff

    Grüne wollen Verstoß gegen das Ministergesetz prüfen. Kanzlerin Merkel spricht Wulff ihr Vertrauen aus. Der Privatkredit wirft weiter Fragen auf.

  • Christian Wulff (CDU), damals Niedersachsens Ministerpräsident, und seine damalige Lebensgefährtin und jetzige Ehefrau Bettina Körner 2007 in Hannover. Der Bundespräsident wird mit massiven Täuschungsvorwürfen konfrontiert

    Bundespräsident in der Bredoullie

    Privatkredit: Täuschungsvorwürfe gegen Wulff

    Hat Bundespräsident Wulff den niedersächsischen Landtag getäuscht? Das Bundespräsidialamt hat sich zu den Vorwürfen der „Bild"-Zeitung geäußert, Christian Wulff hätte eine Geschäftsbeziehung zu einem niedersächsischen Unternehmer nicht im Hannoveraner Landtag angegeben.

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel schrie und tobte im Kanzleramt beim Gespräch mit FDP-Chef Philipp Rösler

    Turbulente Suche nach neuem Bundespräsidenten

    Kanzlerin Merkel außer Rand und Band im Kanzleramt

    Joachim Gauck ist der gemeinsame Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten und soll auf der Bundesversammlung am 18. März gewählt werden. Vor der Kandidatenkür allerdings tobte und schrie Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt.

  • Der Bundespräsident steht stark unter Druck: Erst der Privatkredit, dann die Luxusreisen und nun soll auch noch Buchwerbung durch den Unternehmer Carsten Maschmeyer finanziert worden sein

    500.000-Euro-Kredit

    Bundespräsident Wulff und das gefährliche Spiel mit dem Geld

    Bundespräsident Wulff gerät wegen seiner undurchsichtigen Geschäftsbeziehungen zu Unternehmer Geerkens zunehmend unter Druck. Die Oppsoition fordert rasche Aufklärung. Egon Geerkens sagt: "Es gibt und gab keine Geschäftsbeziehung zwischen mir und ihm".

  • Bundespräsident Christian Wulff gab in einer persönlichen Erklärung bekannt, im Amt des Bundespräsidenten zu bleiben. Das Verschweigen des Privatkredits tue ihm Leid

    Erklärung zur Kreditaffäre

    Bundespräsident Wulff: "Habe niemandem einen Vorteil verschafft"

    Bundespräsident Wulff erklärte zudem, es tue ihm leid, die Umstände des Privatkredits nicht offengelegt zu haben. Er werde im Amt bleiben. Zuvor hatte sich der Bundespräsident von seinem langjährigen Pressesprecher Olaf Glaeseker getrennt.

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    Bundespräsident Wulff erklärte zudem, es tue ihm leid, die Umstände des Privatkredits nicht offengelegt zu haben. Er werde im Amt bleiben. Zuvor hatte sich der Bundespräsident von seinem langjährigen Pressesprecher Olaf Glaeseker getrennt.

  • "Ich sehe ein: Nicht alles, was juristisch rechtens ist, ist auch richtig", sagte Wulff

    Persönliche Erklärung

    Wulff bricht nach zehn Tagen sein Schweigen

    Nun war die persönliche Erklärung zum umstrittenen Privatkredit doch nicht mehr zu vermeiden. Dass unmittelbar zuvor Christian Wulffs langjähriger Sprecher und Vertrauter Olaf Glaeseker sein Amt verlor oder hinschmiss, wirft ein Licht auf die Hektik und die Spannungen im Schloss Bellevue, die der Entschuldigung des Bundespräsidenten vorausgingen.