26.05.13

Pressestimmen

"Bayern und Dortmund sind Lichtjahre von Rivalen entfernt"

Nach dem Triumph des FC Bayern München im Champions-League-Finale gegen Borussia Dortmund hat auch die internationale Presse nur positive Meinungen über beide Mannschaften und den deutschen Fußball.

Foto: dpa

Zwei deutsche Nationalspieler unter sich: Bastian Schweinsteiger (l) und Ilkay Gündogan
Zwei deutsche Nationalspieler unter sich: Bastian Schweinsteiger (l) und Ilkay Gündogan

Hamburg. Nach dem Triumph des FC Bayern München im Champions-League-Finale gegen Borussia Dortmund hat auch die internationale Presse nur positive Meinungen über beide Mannschaften und den deutschen Fußball. Sehen Sie hier die Pressestimmen im Überblick.

ENGLAND:

The Times: "Der rockende Robben! Das Last-Minute-Tor des Niederländers sichert Bayern den Champions-Legue-Titel."

Daily Mail: "Robben vertreibt den Schmerz von 2012 – die Bayern sichern sich ihren fünften Triumph in der Königsklasse."

The Guardian: "In eine Nacht voller Drama erzielt Robben den Siegtreffer. Underdog Dortmund geht mit wehenden Fahnen unter."

The Independent: "Arjen Robben als Mr. Selbstsicher. Mit seinem Siegtreffer verhindert der Niederländer die dritte Münchner Finalniederlage in Serie."

SPANIEN:

"Sport": "Bayern München und Borussia Dortmund errichten dem Fußball ein Monument. Es ist nicht wichtig, wer der Sieger war. Gewonnen hat der Fußball. Gewonnen hat Deutschland. Alle Spieler, alle, hätten auf Schultern vom Platz getragen werden müssen."

"As": "Robben gibt den Bayern den fünften Titel. Ein Tor des Niederländers, der davor drei Mal allein vor dem gegnerischen Tormann gescheitert war, machte München zum Meister. Borussia war am Anfang besser, aber danach wurde das Team physisch überrumpelt."

"La Vanguardia": "Bayern München und Borussia Dortmund haben bewiesen, dass sie heute Lichtjahre von ihren europäischen Rivalen entfernt sind, Barça und Real Madrid eingeschlossen. Sie schalten immer einen Gang höher, sind nicht zu stoppen."

"El Mundo": "Endlich gewinnt Robben seine Champions League. Mit seinem Tor in der 89. Minute hat er Bayern zum fünften Titel geführt."

"El País": "Robben krönt die Bayern. Die Mannschaft von Jupp Heynckes gewinnt gegen eine bewundernswerte Borussia ihren fünften Titel. Mit einer Torvorlage und einem Treffer war der Niederländer der Matchwinner."

ITALIEN:

"La Gazzetta dello Sport": "Robben-Triumph in Wembley. Was für ein Wahnsinn! Der Holländer versenkt Borussia Dortmund. Die Bayern verjagen den Finalfluch nach 2010 und 2012. Ein Meisterwerk von Heynckes. Herzlichen Glückwunsch an Guardiola. Du bekommst eine bewunderte und bejubelte Mannschaft, die auf allen Gebieten meisterlich ist. Wenn Du es schaffst, Großvater Heynckes zu übertreffen, bist du ein echtes Phänomen."

"Corriere dello Sport": "Bayerns Final-Alptraum ist überwunden. Im dritten Anlauf holt Robben den Cup nach München. Heynckes übergibt die Mannschaft an Guardiola als König von Europa."

"Tuttosport": "Aus dem Champions League-Zylinder ziehen die Bayern den Ex-Angsthasen Robben hervor. Die Bayern sind die Champions Europas und Robben sorgt für die Entscheidung. Heynckes hinterlässt Guardiola ein schweres Erbe. Deutschlands Stern des Südens funkelt in Europa heller als alle anderen. Klopps Dortmunder verlassen Wembley erhobenen Hauptes."

"Corriere della Sera": "Bayern ist der Kaiser der Champions League. Jetzt nimmt Heynckes das Triple ins Visier. Was für ein schönes Spiel. Es war sicherlich besser als viele Endspiele zuvor. Die Dortmunder haben ihr Bestes gegeben."

FRANKREICH:

L'Equipe: "Die Bayern im siebten Himmel. Wembley glich einem Paradies. Franck Ribery war an beiden Toren beteiligt. FC Glücklich München. Robben nutzte in der 89. Minute die Chance, den Bayern den fünften Sieg in der Champions League/Europapokal der Landesmeister zu bescheren. Dortmund war in einem großen Finale auf Augenhöhe."

Ouest France: "Die Bayern auf dem Dach Europas! Dieses Mal haben die Bayern die Gelegenheit nicht verpasst. Die Münchner haben ihre schlechten Erinnerungen ausgelöscht. Die Qualität des Borussen-Spiels hat in einem hochklassigen Finale nicht ausgereicht."

Le Parisien: "Die Bayern auf dem Gipfel! Kolossal, diese Bayern. Die erste Halbzeit war wahrscheinlich die beste torlose in der Geschichte der Champions League Der Ellbogenschlag von Ribéry gegen Lewandowski hätte eine Rote Karte verdient gehabt."

Courrier de l'Ouest: "Endlich "Kaiser" Franck Ribery. In seinem dritten Endspiel hat er endlich die Champions League gewonnen, wozu er mit zwei entscheidenden Pässen beitrug."

Journal de Dimanche: "Dem deutschen Fußball ist sein Fest gelungen, denn das Spektakel war überall. Auf dem Spielfeld, natürlich, aber auch am Rand, wo Klopp eine Aufführung an Mimik, Armrudern und Fäusteballen gegeben hat. Und auf den Tribünen, wo jeder die Sprache Goethes sprach, war die Stimmung prächtig. Sobald die Anhänger eines Vereins einen Gesang anstimmten, antworteten die anderen noch etwas lauter."

France Football: "Arjen Robben, Passgeber und Torschütze, war der große Mann dieses Endspiels. Die Bayern sind nicht mehr verflucht. Zwar war die Borussia ein Gegner auf einem dem Ereignis angemessenen Niveau, aber am Schluss hat sich die Logik durchgesetzt."

SCHWEIZ:

Blick: "Robben erlöst Bayern! Arjen Robben ist nach seinem Siegtreffer in der 89. Minute der Held von Wembley."

ÖSTERREICH:

Krone: "Alaba gewinnt mit Bayern das Champions-League-Finale"

Heute: "Bayern packt's! Der "Henkelpott" ist "dahoam". Danke, David! Wir sind Champions-League-Sieger"

NIEDERLANDE:

De Telegraaf: "Robben macht es – Robbens Revanche – Arjen Robben hat Bayern München den Champions League-Sieg besorgt. Mit dem Siegtor spülte Robben den üblen Beigeschmack der Champion League-Finale von 2010 und 2012 weg."

AD.nl: "Endlich wird alles gut für Robben – oft war er nahe dran, aber es lief stets falsch ab. Für Arjen Robben stimmte am Samstagabend in Wembley eigentlich alles. Endlich krönte er seine Karriere voller Höhepunkte und Tiefen."

PORTUGAL:

"Record": "Ihr Schicksal war der Sieg. Die Traumsaison des FC Bayern konnte nur zum europäischen Titel führen."

"A Bola": "Die Bayern sind zum fünften Mal Könige von Europa."

"Público": "Nach zwei Pleiten in drei Jahren ist die Zeit der Bayern gekommen."

RUSSLAND:

"Sport Express": "Bayern krönt sich zum Meister von Europa! Wer traut sich jetzt noch, Arjen Robben als Pechvogel zu bezeichnen?"

"Sowjetski Sport": "Vom Geächteten zum Helden: Robben besiegt allein Dortmund, bei dem Torwart Weidenfeller bester Mann war."

GRIECHENLAND:

"Goalnews": "Robben über alles! Der Holländer hat die Dämonen der Vergangenheit ausgetrieben und Bayern, die beste Mannschaft der Champions League, zum Sieg geführt."

"Sportday": "Alle ,Sünden' Robbens aus der Vergangenheit sind vergeben."

"To Fos": "Bayern wieder auf dem Gipfel. Ribery und Robben haben zweimal gezaubert und das 2:1 gemacht. Dortmund hat hart gekämpft."

DÄNEMARK:

"Ekstra Bladet": "Super-Egoist Robben entschied das deutsche Drama. Was um alles in der Weißbier-Welt will Pep Guardiola in München noch verbessern? Jupp Heynckes hört als Trainer völlig verdient als Landesmeister, Gewinner der Champions League und vielleicht auch Pokalsieger auf."

SCHWEDEN:

"Aftonbladet": "Für einen Abend hat der Fußball zu sich selbst zurückgefunden. Genauso sollen große Finalspiele sein. Dortmund war hungriger, aber Bayern hatte den längsten Atem."

NORWEGEN:

"V.G.": "Selten gab es so hohe Erwartungen vor einem Finale, und selten sind sie derart erfüllt worden. Das rein deutsche Finalfest in Wembley wurde zu einem ereignisreichen Fußballdrama in zwei Akten. Mit Arjen Robben in der Hauptrolle."

Dortmund gegen Bayern: Stimmen zum Spiel

Jupp Heynckes: "Besonders in der ersten Halbzeit haben wir nicht gut ins Spiel gefunden. In der Pause habe ich schon einige Korrekturen vorgenommen. Wir waren Favorit, diese Bürde war in den ersten 20 Minuten zu spüren. Dann haben wir uns peu a peu befreit und nach der Pause wesentlich besser gespielt. Wir haben für diesen Erfolg unheimlich hart gearbeitet. Zu meiner Zukunft kann ich sagen, dass meine Entscheidung, was ich nach dem 30. Juni mache, schon im letzten Sommer nach dem verlorenen Champions-League-Finale gefallen ist."

Thomas Müller: "Ich bin körperlich am Ende. Ich bin geputzt, habe Krämpfe links und rechts. Dieses Jahr bin ich nicht vom Platz gegangen. Für Jupp Heynckes freut es mich besonders. Wenn man in der Bundesliga eine Rekordsaison spielt, wenn es sein vermeintlich letztes Jahr ist und er jetzt das Triple holen kann... da kannst du froh sein, dass du 68 bist und nicht 28, sonst müsstest du auch aufhören."

Mats Hummels: "Natürlich ist gegen die Enttäuschung nicht anzukommen. Besonders, wenn es kurz vor Schluss durch ein Zufallsprodukt passiert, auch wenn die Bayern in der zweiten Halbzeit besser waren. Am Ende sind wir etwas müde geworden."

Roman Weidenfeller: "Wir sind voller Stolz, dass wir den Bayern so Paroli geboten haben. Die Niederlage ist für uns sehr traurig, weil wir bisher eine klasse Champions League gespielt haben. Aber wir greifen nächstes Jahr neu an."

Bastian Schweinsteiger: "Es war ein bisschen schwierig. Es fühlt sich anders an in so einem Finale. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Ich bin froh, dass es geklappt hat. Wir haben eine überragende Saison gespielt. Der Trainer hat den größten Anteil daran. Er geht mit der Zeit und führt die Mannschaft vorneweg."

Arjen Robben: "Es war so ein enges Spiel, es war auf Augenhöhe. Dann die letzte Minute, ich reagiere auf Franck, er legt mir in den Lauf, ich kann ihn reinschieben. Das bedeutet mir sehr viel, ich kann es gar nicht richtig fassen. So viele Emotionen. Es haben mir viele gesagt: Du schießt dieses Tor..."

Jürgen Klopp: "Es war ein enges Spiel, das spät entschieden wurde. Nach einer langen Saison haben wir noch einmal alles auf den Platz gehauen. Aber es ist verdient. Herzlichen Glückwunsch an die Bayern, herzlichen Glückwunsch an Jupp. Ich gönne es Jupp wirklich vom Herzen. Hätten wir hier 4:0 oder 5:0 verloren, wäre das für mich viel schlimmer gewesen. Wir haben hier mitgehen können, Bayern hatte den letzten Punch. Arjen macht das natürlich stark. Man muss das akzeptieren, das ist kein Problem. Wir werden wieder angreifen, wann das gelingen wird, weiß ich nicht. Viel mehr Schlaues kann ich jetzt nicht sagen."

Philipp Lahm: "Es ist unglaublich, was sich die Mannschaft in den letzten Jahren erarbeitet hat. Heute wurde sie endlich belohnt. Wir haben viele Rückschläge wegstecken müssen."

Uli Hoeneß: "Ich freue mich unheimlich. Jupp Heynckes hat hier einen unglaublich guten Job gemacht. Ich bin überzeugt, dass der FC Bayern sportlich und wirtschaftlich für die Zukunft gut gerüstet ist. Für den FC Bayern München ist das eine unglaubliche Geschichte. Die Meisterschaft war fantastisch, aber die Königsklasse ist nun mal die Champions League. Die haben wir jetzt endlich, endlich gewonnen. Egal, was jetzt in Berlin passiert, es ist eine Wahnsinns-Saison."

David Alaba: "Das sind unglaubliche Momente, die habe ich noch nicht realisieren können. Wir haben uns das wirklich verdient. Einfach ein Wahnsinn, unglaublich. Dieser Weg da rauf, wenn man den Pokal von unten sieht, ist ein unglaublicher Moment, den vergisst man nicht so schnell. Dieser Abend wird sicher noch lustig. Sicher wird noch richtig gefeiert, das dürfen wir auch und haben es uns auch verdient."

Manuel Neuer: "Das ist ein überragendes Gefühl. Nach dem 1:1 ist mir der Arsch auf Grundeis gegangen."

Ottmar Hitzfeld: "Dortmund war sehr mutig. Solange die Kraft gereicht hat, haben sie gutes Pressing gespielt. Je länger das Spiel aber dauerte, desto stärker wurde der Favorit. Man hat den enormen Willen der Bayern gespürt."

Matthias Sammer: "Das ist im Sport mit nichts auf der Welt zu vergleichen. Die Emotionen schießen hoch, man hat Tränen in den Augen, Freude, Erleichterung, es ist alles. Einigen Spielern gönne ich es sehr. Es ist sehr wichtig, solch eine Laufbahn zu krönen, sonst hört das Gerede nie auf. Aber ich gratuliere auch dem BVB zu einer großen Saison."

Franz Beckenbauer: "Die Dortmunder wollten das Spiel der Bayern zerstören, das war ihr Ziel. Es freut mich nicht nur für Jupp Heynckes, sondern für den gesamten Klub, der von Euphorie getragen wurde. Ich finde es großartig, denn sie haben über die gesamte Saison dominant gespielt."

Sebastian Kehl: "Am Ende haben die Bayern den glücklicheren Moment gehabt und sind der glücklichere Sieger. Wir haben uns in der ganzen Welt gut präsentiert und können stolz sein. Den Titel haben wir nicht geholt, aber sehr viele Sympathien. Ich glaube, dass wir heute ein fantastisches Spiel gemacht haben. Entscheidend war, dass wir in der ersten Halbzeit kein Tor gemacht haben. Aber wir sind stolz auf das, was wir geleistet haben."

Wolfgang Niersbach (DFB-Präsident): "Mein großes Kompliment geht an beide Vereine, weil sie in dieser Champions-League-Saison den deutschen Fußball sensationell vertreten und unglaublich viel für sein internationales Ansehen getan haben. Glückwunsch an den FC Bayern, der nach der bitteren Niederlage im vergangenen Jahr eine tolle Reaktion gezeigt und diesen Titel absolut verdient hat. Ich freue mich ganz besonders, dass mein alter Freund Jupp Heynckes seine einzigartige Trainer-Laufbahn mit diesem Triumph krönt."

Joachim Löw (Bundestrainer): "Glückwunsch an Bayern München zum Gewinn der Champions League. Vor allem gratuliere ich auch Jupp Heynckes zu diesem Erfolg. Es war ein hochklassiges, rassiges Finale mit allem, was zum Fußball gehört. Beide Mannschaften haben eindrucksvoll bewiesen, dass sie zurecht im Endspiel standen. Wer dreimal innerhalb von vier Jahren in einem Champions-League-Finale steht, der hat es auch verdient, den Titel zu holen. Vielleicht waren die Bayern in diesem Jahr einfach an der Reihe."

Oliver Bierhoff (Nationalmannschafts-Manager): "Was für ein Kampf, was für eine Klasse! Europa hat ein ganz großes Endspiel erlebt. Mit Anpfiff standen elf Nationalspieler auf dem Platz. Ich gratuliere dem FC Bayern München, aber auch Borussia Dortmund, die an einem großen Finale wesentlichen Anteil hatten. Heute haben wir eine Sternstunde des deutschen Fußballs erlebt, bei der ganz Europa zugeschaut hat, und wir von Miami aus natürlich auch."

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