26.11.12

Israel

Verteidigungsminister Barak tritt nicht wieder an

Bis zu neuer Regierung will er noch im Amt bleiben. Die vorgezogenen Parlamentswahlen sind für 22. Januar 2013 terminiert.

Foto: dpa
announcing the ceasefire with Hamas
Verteidigungsminsiter Ehud Barak (r) will nach den Wahlen im Januar nicht mehr antreten

Tel Aviv. Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak will nach der Wahl im Januar aus der Regierung ausscheiden. Dies teilte der 70-Jährige am Montag völlig überraschend vor Journalisten in Tel Aviv mit. Er wolle nur noch bis zur Bildung einer neuen Regierung nach den Wahlen am 22. Januar im Amt bleiben.

Danach sei Schluss. "Ich will meiner Familie mehr Zeit widmen", erklärte der geschiedene Vater von drei Töchtern und mehrfache Großvater.

Barak hatte die sozialdemokratische Arbeitspartei im Januar vergangenen Jahres nach einem heftigen Richtungsstreit verlassen.

Gemeinsam mit vier anderen Abgeordneten gründete er danach die Partei Azmaut (Unabhängigkeit). Nach dem jüngsten Gaza-Konflikt war seine Popularität laut Umfragen gestiegen.

Der Gaza-Konflikt – Tage der Gewalt in Nahost

10. November 2012: Militante Palästinenser beschießen einen israelischen Jeep am Grenzzaun und verletzen Soldaten. Israel reagiert mit einem Panzerangriff, bei dem nach palästinensischen Angaben mindestens sechs Menschen getötet werden. Als Antwort schlagen mehr als 100 Raketen und Granaten im Süden Israels ein.

12. November: Trotz einer vom ägyptischen Geheimdienst ausgehandelten Waffenruhe werden wieder Raketen nach Israel gefeuert.

14. November: Die israelische Luftwaffe tötet in Gaza gezielt den Hamas-Militärchef Ahmed al-Dschabari.

15. November: Der militärische Arm der Hamas kündigt Rache an. Mindestens 245 Raketen fliegen Richtung Israel. Drei Israelis sterben. Am Abend gibt es in Tel Aviv erstmals seit 1991 Luftalarm.

16. November: Während des Vermittlungsbesuchs von Ägyptens Ministerpräsidenten Hischam Kandil sterben wieder Menschen durch israelische Luftangriffe. Auch Tel Aviv wird erneut beschossen, eine Rakete schlägt bei Jerusalem ein. In Israel sterben drei Zivilisten.

17. November: Bei seinem Einsatz "Säulen der Verteidigung" zerbombt Israel unter anderem die Regierungszentrale der Hamas in Gaza-Stadt. Nach palästinensischen Angaben steigt die Zahl der Toten auf 39. Israel zieht Panzer an der Grenze zu Gaza zusammen und beruft in großem Stil Reservisten ein. Eine Bodenoffensive droht.

18. November: Palästinenser schießen mindestens eine Rakete auf Tel Aviv, Israel feuert zurück. Im Gazastreifen sterben elf Mitglieder einer Familie, darunter mehrere Kinder. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagt, Israel sei bereit, den Einsatz noch auszuweiten.

19. November: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon fordert Israel und die Hamas zu einer umgehenden Waffenruhe auf. Auch Außenminister Guido Westerwelle ist zu Gesprächen in Israel.

20. November: Israel setzt seine Luftangriffe fort. Mitglieder der Hamas richten sechs Landsleute wegen angeblicher Kollaboration mit Israel öffentlich hin. Eine für den Abend angekündigte Waffenruhe unter ägyptischer Vermittlung wird verschoben.

21. November: Israels Luftwaffe bombardiert Dutzende Ziele. Aus dem Gazastreifen fliegen weitere Raketen auf Ziele in Israel. Seit Beginn der Kämpfe vor einer Woche wurden nach palästinensischen Angaben 140 Menschen im Gazastreifen getötet und mehr als 1100 verletzt. Auf israelischer Seite starben seit vergangenem Mittwoch fünf Menschen, Dutzende wurden verletzt. Im Bemühen um ein Ende der Gewalt spricht US-Außenministerin Hillary Clinton mit Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas.

dpa/abendblatt.de
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