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Corona-News vom 4. April: RKI-Zahlen sinken weiter

| Lesedauer: 47 Minuten
Allgemeine Impfpflicht ist vorerst vom Tisch

Allgemeine Impfpflicht ist vorerst vom Tisch

Der Vorstoß für eine Corona-Impfung für alle Erwachsenen in Deutschland ist vom Tisch. Die parlamentarischen Befürworter einer allgemeinen Impfpflicht ab 18 Jahren legten das Vorhaben mangels Erfolgsaussichten auf Eis.

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Das RKI meldet am Dienstag sinkende Corona-Zahlen. Auch die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz fällt weiter. Mehr Infos im Newsblog.

  • Das RKI meldet am Dienstag erneut sinkende Corona-Zahlen
  • Auch die Sieben-Tage-Inzidenz fällt weiter
  • Die Quarantäne-Pflicht in Deutschland soll aufgehoben werden
  • Die Hälfte der Deutschen fühlt sich nicht gut über Corona-Regeln informiert
  • Der Vorstoß im Bundestag für eine Impfpflicht ab 18 Jahren ist vorerst vom Tisch
  • Dieser Blog schließt, aktuelle Nachrichten zur Pandemie lesen Sie in unserem neuen Corona-Newsblog

Berlin. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Dienstag 180.397 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Vor einer Woche waren es noch 237.352 neue Fälle. Auch die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter. Sie gab das Institut pro 100.000 Einwohner und Woche mit einem Wert von 1394,0 an. Am Vortag hatte der Wert bei 1424,6 gelegen. Bei den Werten ist jedoch zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg, Niedersachsen und Brandenburg nicht oder nicht vollständig.

Auch wenn die Corona-Zahlen in Deutschland noch immer auf einem hohen Niveau sind, haben die meisten Bundesländer den Großteil der Corona-Maßnahmen bereits aufgehoben. Weitergehende Auflagen gelten nur noch in Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Beide Länder nutzen als vorerst einzige die sogenannte Hotspot-Regel. Laut einer aktuellen Umfrage hält die Mehrheit der Deutschen den Wegfall der meisten Corona-Regeln für falsch.

Mehr dazu: Corona in Deutschland – Die aktuellen Zahlen des RKI im Überblick

Corona-News von Dienstag, 5. April: Dieser Blog ist geschlossen

10.59 Uhr: Dieser Blog ist geschlossen. Aktuelle Nachrichten zur Pandemie lesen Sie in unserem neuen Corona-Newsblog.

Corona-Lockdown in Shanghai auf unbestimmte Zeit verlängert

8.01 Uhr: Die chinesische Hafenmetropole Shanghai hat den weiträumigen Corona-Lockdown für seine 26 Millionen Einwohner auf unbestimmte Zeit verlängert. Unter Hinweis auf die hohe Zahl von Infektionen teilte die Stadtregierung mit, dass erst die Ergebnisse des Massentests vom Montag, die Überprüfung sowie der Transport der Infizierten in Quarantäne abgeschlossen werden müssten, bevor über die weitere Richtung der Kontrollmaßnahmen entschieden werde.

Die Gesundheitskommission in Peking meldete am Dienstag mit mehr als 16 000 neuen Infektionen die höchste Zahl in der laufenden, bisher schlimmsten Corona-Welle in China seit zwei Jahren. Mit mehr als 15.000 sind die meisten Fälle asymptomatisch. Allein in Shanghai wurden nach den Tests der vergangenen Tage mehr als 13.000 Ansteckungen ohne Symptome und 268 neue Erkrankungen gemeldet. Schwer betroffen ist auch die nordostchinesische Provinz Jilin.

RKI registriert 180.397 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 1394,0

6.33 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 1394,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1424,6 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1703,3 (Vormonat: 1220,8).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 180.397 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 237.352 Ansteckungen.

Kritik an Wegfall von Isolationspflicht von Corona-Infizierten

2.17 Uhr: Das zum 1. Mai geplante Ende der Isolations- und Quarantänepflicht für Corona-Infizierte und Kontaktpersonen stößt auf Widerspruch von Experten und Patientenschützer. Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sieht dadurch große Gefahren für besonders gefährdete Menschen. "Für die Hochrisikogruppe wird es immer gefährlicher. Diese Menschen leben mitten unter uns", sagte Brysch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). "Gleich den Corona-Leugnern wird die Infektion verharmlost", kritisierte der Patientenschützer.

Der Epidemiologe Hajo Zeeb forderte eine Beibehaltung der Pflicht zur Isolation von Infizierten. "Wenn eine Person Symptome aufweist, dann sollte sie zu Hause die Corona-Infektion aussitzen, anstatt noch mehr Menschen anzustecken", sagte Zeeb dem RND. Gerade bei der Omikron-Variante bestehe die Gefahr einer sehr schnellen Weitergabe des Virus. Eine Isolationspflicht von fünf Tagen sollte daher unbedingt eingehalten werden. Dagegen hält Zeeb eine Quarantäne für Kontaktpersonen nicht mehr für notwendig.

Corona-News von Montag, 4. April: Philologenverband und Eltern warnen vor nachlassendem Corona-Schutz

22.16 Uhr: Der Philologenverband und der hessischen Landeselternbeirat warnen vor nachlassender Vorsicht beim Schutz vor einer Corona-Ansteckung in den hessischen Schulen. Die Politik dürfe nach dem Wegfall von vielen Schutzmaßnahmen nun nicht das Signal senden, dass die Corona-Welle vorbei sei, erklärte der Verbandsvorsitzende Reinhard Schwab am Montag in Wiesbaden. Im Gegenteil sei weiterhin Vorsicht angebracht und eine dringende Empfehlung für das Maskentragen in schulischen Innenräumen erforderlich.

Der Landeselternbeirat nannte die Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen - Maskenpflicht und Testpflicht - kontraproduktiv im Sinne der Bekämpfung der Pandemie. „Wir fahren mit voller Kraft in den dichten Nebel hinein“, sagte der Landesvorsitzende Volkmar Heitmann laut Mitteilung.

Corona –Reformierte bitten weiterhin um Vorsicht

20:31 Uhr: Die Evangelisch-reformierte Kirche empfiehlt ihren Kirchengemeinden weiterhin einen vorsichtigen Umgang mit dem Corona-Virus. Zwar sehe das Infektionsschutzgesetz nur noch sehr eingeschränkte Schutzmaßnahmen vor, von denen Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen nicht betroffen seien, sagte Vizepräsident Helge Johr am Montag in Leer. Dennoch bitte er die Kirchengemeinden, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Hygiene- und Abstandsregeln sowie das Tragen von Masken einzufordern.

Quarantäne-Pflicht soll abgeschafft werden

18.03 Uhr: Corona-Infizierte müssen sich ab dem 1. Mai nicht mehr verpflichtend in Isolation begeben. Die neuen Quarantäne- und Isolationsregeln sollten ab diesem Termin auf "Freiwilligkeit" beruhen, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Montag in Berlin nach Beratungen mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus den Ländern.

Ausgenommen seien Beschäftigte im medizinischen Bereich – für alle anderen gelte dann nur noch "die dringende Empfehlung", sich im Fall einer Infektion in Isolation zu begeben und nach Ablauf von fünf Tagen freizutesten.

Nach zwei Pandemiejahren fühlt sich nur jeder Zweite gut über Regeln informiert

17.21 Uhr: Auch nach zwei Pandemiejahren fühlt sich nur die Hälfte der Bevölkerung gut über die geltenden Corona-Maßnahmen informiert. 28 Prozent stufen sich hingegen als nicht gut informiert ein, wie aus dem am Montag in Berlin veröffentlichten aktuellen Corona-Monitor des Bundesinstituts für Risikobewertung hervorgeht. Besser sieht es bei den Impfempfehlungen aus: Hier geben mit 64 Prozent fast zwei Drittel an, gut darüber informiert zu sein.

Zum eigenen Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus setzen die Befragten weiterhin auf bewährte Empfehlungen. So geben 94 Prozent an, dass sie in den vergangenen zwei Wochen Masken trugen, 71 Prozent wuschen sich gründlicher die Hände, und 54 Prozent nutzten häufiger Desinfektionsmittel. In ihrem Freizeitverhalten schränken sich die Befragten dagegen weniger ein – nur 37 Prozent reduzierten ihre Aktivitäten außer Haus innerhalb der letzten 14 Tage.

Ärger in Shanghai über Trennung positiv getesteter Kinder von ihren Eltern

15.54 Uhr: In Shanghai wächst der Ärger über die strengen Corona-Maßnahmen: Nach massiver Kritik und Empörung räumten die Gesundheitsbehörden am Montag ein, dass in der chinesischen Wirtschaftsmetropole positiv getestete Babys und Kleinkinder von ihren Eltern getrennt werden.

Infizierte Kinder unter sieben Jahren werden in staatlichen Gesundheitszentren behandelt, wie Wu Qianyu von der städtischen Gesundheitskommission sagte. Ältere Kinder oder Teenager müssen sich demnach in – weniger komfortablen – Quarantänezentren isolieren.

Lauterbach wirbt für Kompromissvorschlag zur Impfpflicht

15.06 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat für den Kompromissvorschlag für eine allgemeine Corona-Impfpflicht geworben. Es nehme das Wichtigste aller Anträge zur Impfpflicht auf, sagte der SPD-Politiker am Montag. "Jeder, der die Impfpflicht will, kann sich hier wiederfinden. Wer aber dagegen stimmt, riskiert erneut Lockdowns und Leid im Herbst.“

Im Ringen um eine Mehrheit im Parlament hat die Abgeordnetengruppe, die eine Impfpflicht ab 18 Jahren anstrebt, ihre Pläne aufgeweicht. Sie schlägt nun eine Impfpflicht ab 50 Jahren zum 1. Oktober vor – der Bundestag soll demnach aber Anfang September darüber entscheiden, ob sie noch auf alle Erwachsenen ausgeweitet wird.

Ethikrat fordert umfassendere Strategien für Gesundheitskrisen

15.02 Uhr: Der Deutsche Ethikrat fordert als Lehre aus der Corona-Pandemie umfassendere Strategien für Gesundheitskrisen. Es seien zu spät und zu wenig klar unterschiedliche Formen von Vulnerabilität in den Blick genommen worden, sagte die Vorsitzende Alena Buyx am Montag in Berlin. So sei früh erkannt worden, dass ältere Menschen enorme medizinische Risiken hätten. Auf Auswirkungen auf die junge Generation mit Ausfällen bei der Bildung und wichtigen Momenten der Persönlichkeitsbildung sei aber zu wenig geachtet worden. „"Das ist nie wirklich zur Chefsache gemacht worden.“

Der Ethikrat mahnte eine "Verpflichtung zur Wissensgenerierung" an. Um zu erkennen, wer besonders verletzlich sei, müsse man spezifische Daten erheben und systematisch zusammenführen.

Neue Massentests in Shanghai

12.56 Uhr: In der schlimmsten Corona-Welle in China seit zwei Jahren sind in der schwer betroffenen Hafenstadt Shanghai am Montag noch einmal alle 26 Millionen Einwohner auf Corona getestet worden. Die Gesundheitskommission meldete landesweit erneut mehr als 13.000 Neuinfektionen, die meisten allerdings asymptomatisch.

Die jüngste Zahl vom Sonntag war nur etwas niedriger als der Rekord der laufenden Welle vom Samstag. Insgesamt haben sich dabei schon mehr als 100.000 Menschen infiziert, wie Staatsmedien berichteten. Neben Shanghai ist die nordostchinesische Provinz Jilin schwer betroffen. Inzwischen melden 31 Provinzen und Regionen neue Fälle.

Obwohl in Shanghai der Lockdown im Osten und Süden der Stadt am Freitag auslaufen sollte, werden voraussichtlich bis nächstes Wochenende überall dort Ausgangssperren beibehalten, wo Infektionen entdeckt worden sind. Somit sind weite Teile weiter unter Lockdown.

Impfpflicht ab 18 Jahren vorerst vom Tisch

11.35 Uhr: In Deutschland wird es zumindest vorerst keine Pflicht zur Corona-Impfung für alle Erwachsenen geben. Die parlamentarischen Befürworter einer allgemeinen Impfpflicht ab 18 Jahren legten das Vorhaben am Montag mangels Erfolgsaussichten auf Eis, wie die Initiatoren des Bundestags-Antrags bekannt gaben. Eine Impfpflicht solle es stattdessen nun für Menschen ab 50 Jahren geben, erläuterte der Grünen-Abgeordnete Till Steffen.

Alle Bürgerinnen und Bürger zwischen 18 und 49 Jahren sollen sich der neuen Vorlage zufolge aber einer verpflichtenden Impfberatung unterziehen. Auch halten sich die Antragstellerinnen und Antragsteller ausdrücklich die Möglichkeit offen, die Impfpflicht bei Bedarf später doch auf alle Erwachsenen auszuweiten. Zudem vorgesehen ist die Vorbereitung eines Impfregisters, wie es besonders die Union fordert.

Britische Airlines sagen Dutzende Flüge ab

10.36 Uhr: Wegen Corona-Ausbrüchen in der Belegschaft haben britische Fluglinien Dutzende Flüge abgesagt. Bei der Billiglinie Easyjet waren allein am Montag etwa 100 Verbindungen betroffen, darunter 62 aus dem Vereinigten Königreich, wie die BBC berichtete. "Infolge der derzeit hohen Raten von Covid-Infektionen in ganz Europa erlebt Easyjet wie alle Unternehmen einen überdurchschnittlich hohen Krankenstand der Mitarbeiter", teilte das Unternehmen mit. Bei British Airways traf es rund 90 Flüge. Zahlreiche Passagiere beschwerten sich in sozialen Netzwerken über äußerst kurzfristige Absagen.

Corona-Infektionen sorgten zum Auftakt der englischen Osterferien auch an den Flughäfen selbst für Probleme. Weil Sicherheitsmitarbeiter ausfielen, andererseits aber wegen aufgehobener Corona-Regeln mehr Menschen unterwegs sind, bildeten sich lange Schlangen an mehreren britischen Airports. Die Zeitung "Independent" berichtete von enorm angehobenen Ticketpreisen auf Kurzstrecken. Damit sollten Passagiere offensichtlich von Buchungen abgehalten werden, schrieb das Blatt.

Ethikrat empfiehlt Kriterien für den Umgang mit Pandemien

10.18 Uhr: Gut zwei Jahre nach dem Beginn der Corona-Pandemie hat der Deutsche Ethikrat Kriterien für den Umgang mit der aktuell noch nicht ausgestandenen und möglichen künftigen Krisen vorgelegt. In einer Krise von weltgeschichtlichem Ausmaß seien Fehler und Fehlentscheidungen unvermeidlich, heißt es in dem am Montag in Berlin vorgelegten Papier. Daher müsse eine nachhaltige Strategie auch auf einer kritischen Analyse systemischer Mängel, dysfunktionaler Funktionsformen und ungeeigneter Verfahren aufbauen, erklärte Ethikrats-Mitglied Sigrid Graumann, die Sprecherin der zuständigen Arbeitsgruppe ist.

In dem rund 160-seitigen Papier nehmen die Expertinnen und Experten rückblickend die Schutzmaßnahmen unter die Lupe und analysieren diese hinsichtlich ihrer Ausgewogenheit und Gerechtigkeit gegenüber verschiedenen Gruppen. Sie stellen zwar fest, dass besonders verletzliche Gruppen besonders geschützt werden müssten. Ihnen dürfe gleichzeitig aber nicht ein Minimum an sozialen Kontakten etwa in Pflegeeinrichtungen verwehrt werden. Das betreffe den Kern der Grund- und Menschenrechte. Ebenso verwiesen sie auf das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Bildung und soziale Teilhabe. Auch sie seien verletzlich.

Kanzleramt verabschiedet sich von Maske, viele Ministerien nicht

9.20 Uhr: Die Häuser der Bundesregierung gehen unterschiedlich mit den geänderten Corona-Regeln um. Bislang verabschiedet sich nur das Kanzleramt von der Maskenpflicht, wie das Bundespresseamt am Montag mitteilte. Dort würden die Abstands- und Hygieneregeln "bis auf die Maskentragepflicht" aufrechterhalten. Das Tragen von Masken werde weiter "dringend" empfohlen, aber nicht mehr vorgeschrieben. Viele Ministerien behalten dagegen die Maskenpflicht sowie teilweise auch die 3G-Regelung bei. Das bedeutet, dass nur Geimpfte, Genesene oder Getestete Zugang zu den Gebäuden und Liegenschaften erhalten.

Die Häuser von Bundesjustizminister Marco Buschmann und Bundesfinanzminister Christian Lindner (beide FDP) prüfen nach eigenen Angaben noch, wie sie mit den neuen Regelungen umgehen. Die Liberalen hatten sich für eine Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen eingesetzt. Im Haus von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) bleibt die Maskenpflicht den Angaben zufolge zunächst bestehen.

Lauterbach: Ministerleben ist "viel härter als vorgestellt"

7.36 Uhr: Vier Monate nach seiner Ernennung zum Bundesgesundheitsminister konstatiert Karl Lauterbach, dass die Regierungsarbeit noch fordernder ist als gedacht. "Die Aufgabe ist viel härter, als ich mir das vorgestellt hatte", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Köln. "Zeitlich, aber auch was die Komplexität der Anforderungen angeht. Ich arbeite von morgens früh bis spät in die Nacht hinein, und dennoch würde ich mir wünschen, dass der Tag mehr Stunden hat. Es ist eine Belastung, wie ich sie mir in dem Umfang nicht vorgestellt habe."

Seit seiner Vereidigung zum Minister im vergangenen Dezember lebt Lauterbach überwiegend in Berlin. In seine Heimatstadt Köln kommt er nur noch selten. Auch die Tischtennisspiele mit seinem Freund Günter Wallraff haben mittlerweile Seltenheitswert, wenngleich sie immer noch stattfinden.

RKI registriert 41.129 Corona-Neuinfektionen

6.01 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 1424,6 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1457,9 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1700,6 (Vormonat: 1196,4).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 41.129 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.55 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 67.501 Ansteckungen.

Maskenpflicht beim Einkaufen entfällt in großen Teilen Deutschlands

4.19 Uhr: Wer einkaufen geht, muss in großen Teilen Deutschlands keine Maske mehr tragen. Die Supermärkte, Discounter und anderen Geschäfte öffnen am Montag ihre Türen und dürfen erstmals seit etwa zwei Jahren wieder Kundinnen und Kunden hereinlassen, die keine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Bund und Länder hatten ihre Corona-Maßnahmen entsprechend gelockert. Am Freitag war die Maskenpflicht bereits in Berlin gefallen, am Sonntag dann in den meisten anderen Bundesländern - dort war der Einkauf in Geschäften mit Sonntagsöffnung ohne Maske schon möglich, etwa an Bahnhöfen. Nun fällt die Maskenpflicht im großen Stil.

Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern halten im Rahmen einer sogenannten Hotspot-Regelung aber vorerst an der Tragepflicht fest. Andere Bundesländer verzichteten auf so einen Sonderweg. Seit Ende April 2020 war das Tragen einer Maske in Geschäften bundesweit vorgeschrieben gewesen.

Rentenversicherung berichtet von mehr Post-Covid-Behandlungen

1.24 Uhr: In Reha-Maßnahmen werden mehr Menschen wegen der Folgen einer Covid-Erkrankung behandelt. "Im ersten Halbjahr 2021 hatten wir 4000 Fälle von Long Covid, und nach ersten Hochrechnungen gehen wir davon aus, dass es im gesamten Jahr 10.000 Fälle waren", sagte die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, Gundula Roßbach, dem "Tagesspiegel" (Montag).

Seit vergangenem Herbst bieten acht Reha-Zentren der Deutschen Rentenversicherung spezielle Post-Covid-Programme an, um Betroffene wieder fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Manche Patienten leiden nach einer Corona-Infektion unter Langzeitfolgen wie Erschöpfung, Konzentrationsschwierigkeiten oder Lungen- beziehungsweise Herzproblemen.

Ärztefunktionär Montgomery: Corona-Zahlen werden wieder steigen

0.06 Uhr: Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, sagt nach dem weitgehenden Wegfall bundesweiter Corona-Schutzmaßnahmen einen erneuten Anstieg der Infektionszahlen voraus. "Natürlich werden die Zahlen wieder nach oben gehen. Es wird sehr viele milde Verläufe und ein paar sehr schwere Verläufe geben", sagte der Radiologe dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Er rechnet dem Bericht zufolge damit, dass sich nun die große Mehrheit der Bevölkerung infizieren wird. Ungeimpfte Menschen über 60 müssten sich nun isolieren oder ins Risiko gehen. Die Entscheidung der Bundesregierung gegen die Maskenpflicht, bei der sich die FDP durchgesetzt habe, sei eine "Entscheidung gegen die Vernunft" gewesen.

Corona-News von Sonntag, 3. April: Mittelstandsverband dringt auf Umwandlung der Corona-Hilfen in Ukraine-Hilfen

22.32 Uhr: Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) dringt auf eine Umwandlung von Hilfsgeldern, die zur Bekämpfung der Folgen der Corona-Pandemie gedacht waren.

"Der aktuelle Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Habeck, 150 Milliarden Euro des ursprünglich für die Abfederung der Corona-Folgen aufgelegten Wirtschaftsstabilisierungsfonds WSF nun für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgeschäden des Ukraine-Krieg in den Unternehmen umzuwidmen, ist angesichts neuester Verwerfungen konsequent und richtig – und wird von uns ausdrücklich unterstützt", sagte BVMW-Bundesgeschäftsführer Markus Jerger unserer Redaktion.

China: Behörden entdecken neuen Omikron-Subtyp

20.14 Uhr: Chinesische Behörden haben offenbar einen neuen Subtyp der Omikron-Variante entdeckt: Den Fund meldeten lokale Gesundheitsämter in der Stadt Suzhou, die weniger als 70 Kilometer von Shanghai liegt. Wie die "Global Times" berichtet, sei der Subtyp bei einem Patienten mit milden Verlauf sequenziert worden und stelle eine neue Bedrohung für die Region dar. Lesen Sie den ganzen Bericht: Corona in China: Behörden entdecken neuen Omikron-Subtyp

Demos für und gegen Covid-Maßnahmen – weniger Teilnehmer als erwartet

18.54 Uhr: Insgesamt etwa 600 Menschen sind in Herne auf die Straßen gegangen, um für und gegen die aktuellen Corona-Regelungen zu demonstrieren. Dabei kamen in beiden Lagern wesentlich weniger Teilnehmer zusammen, als angekündigt waren. Bei der Hauptgruppe, die ihren Protest bislang gegen die Schutzmaßnahmen und Einschränkungen gerichtet hatte und nun den Wegfall der Regeln feierte, waren statt angemeldeter 4000 Demonstranten laut Polizei nur rund 500 gekommen.

Die Gegengruppe, die sich gegen Verschwörer und Maßnahmenverweigerer gerichtet hatte, verzeichnete ebenfalls deutlich weniger Zulauf als geplant. Hier hätten nur knapp 100 mitgemacht. Nach Polizeiangaben verliefen die Veranstaltungen störungsfrei und friedlich. Es gab Redebeiträge und einen Zug durch die Stadt. Auf Masken wurde dabei bereits verzichtet, ebenso auf Abstände, wie ein Polizeisprecher sagte.

Weitere chinesische Millionenstadt vor Lockdown

15.45 Uhr: Die Millionenstadt Baicheng im Nordosten Chinas ist die nächste Stadt, für die von den chinesischen Behörden ein Lockdown angeordnet wurde. China verzeichnete jüngst mehr als 13.000 Corona-Neuinfektionen – so viele wie seit dem Höhepunkt der ersten Ansteckungswelle vor zwei Jahren nicht mehr. Insgesamt wurden nach Behördenangaben 13.146 neue Fälle registriert. Das Zentrum der aktuellen Welle ist der Großraum Shanghai – diese befindet sich derzeit ebenfalls in einem Lockdown.

Zudem wurde aus der 30 Kilometer westlich von Shanghai gelegenen Stadt Suzhou von den Gesundheitsbehörden unterdessen die Entdeckung eines Omikron-Subtyps gemeldet. Dieser sei bislang weder in den chinesischen noch internationalen Virus-Datenbanken verzeichnet. "Das bedeutet, es wurde regional eine neue Variante von Omikron entdeckt", zitierte die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua einen Vertreter des Zentrums für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten in Suzhou.

"James Bond"-Darsteller Craig hat Corona

14.40 Uhr: Wegen einer Coronavirus-Infektion des britischen Schauspielers und jahrelangen "James Bond"-Darstellers Daniel Craig muss sein gerade erst gestartetes neues Broadway-Stück "Macbeth" schon wieder pausieren. Ein Corona-Test bei Craig sei positiv ausgefallen, teilten die Veranstalter auf Twitter mit. Zudem gebe es eine "limitierte Anzahl" weiterer Infektionen unter den Beteiligten.

Alle Aufführungen würden deswegen nun vorerst bis einschließlich Donnerstag abgesagt. In der Inszenierung von Shakespeares "Macbeth" spielt Craig mit Schauspielkollegin Ruth Negga die Hauptrollen. Erst am Dienstag hatten die Vorführungen in New York begonnen.

Umfrage: Lauterbach rechnet mit Mehrheit für Corona-Impfpflicht im Bundestag

13.01 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) geht ungeachtet der parlamentarischen Widerstände weiter von der Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht aus. Der SPD-Politiker sagte am Sonntag im Deutschlandfunk, er rechne damit, dass der Bundestag am kommenden Donnerstag die allgemeine Impfpflicht gegen Covid beschließe. Wenn es im kommenden Herbst wieder eine Lage wie jene der vergangenen Monate gebe, werde man erneut vieles dichtmachen müssen, warnte der Minister. Krankenhäuser und Ärztevertreter dringen auf die schnelle Einführung einer Corona-Impfpflicht.

Kassenärzte warnen vor "nicht umsetzbarer Impfpflicht"

11.24 Uhr: Kassenärztechef Andreas Gassen hat vor den entscheidenden Beratungen im Bundestag vor einer "nicht umsetzbaren Impfpflicht" gewarnt. "Wenn es zu einer Impfpflicht kommen sollte, so muss diese rechtssicher durchführbar und nachvollziehbar sein", sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Wenn die Politik die zahlreichen offenen Fragen nicht zeitnah klar beantworte, "bringt sie eine Impfpflicht auf den Weg, die als Tiger startet und Bettvorleger landet, weil die zugrunde liegende Regelung praktisch nicht umgesetzt werden kann".

Mehrheit will im Supermarkt zunächst weiter Maske tragen

10.30 Uhr: Trotz des Auslaufens der Maskenpflicht will eine Mehrheit der Menschen in Deutschland im Supermarkt zunächst weiterhin einen Schutz tragen. Bei einer Umfrage für die "Bild am Sonntag" gaben 63 Prozent der Befragten an, weiterhin eine Maske tragen zu wollen, 29 Prozent möchten das nicht. Acht Prozent der Befragten wollten sich nicht festlegen. Befragt wurden 1001 Menschen vom Institut Insa.

An diesem Wochenende lief die Übergangsfrist für die breit angelegten Corona-Schutzmaßnahmen im Infektionsschutzgesetz aus. Damit endete in fast allen Bundesländern die Maskenpflicht etwa im Einzelhandel und der Gastronomie. Ausnahmen bilden Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern, dort greift die Hotspot-Regelung. Ansonsten gilt bundesweit die Maskenpflicht nur noch im Nahverkehr und in medizinischen Einrichtungen.

Patientenschützer fordert mehr Schutzmaßnahmen für Pflegeheime

9.07 Uhr: Noch immer gelingt es aus Sicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz mit Blick auf die Corona-Lage nicht, Pflegeheimbewohner wirklich zu schützen, "obwohl das möglich wäre". "Das ist auch zwei Jahre nach Beginn der Pandemie die Achillesferse der Schutzmaßnahmen in der Gesundheits- und Pflegepolitik", kritisierte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Eugen Brysch, im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

"Ein großer Fehler ist, Ketteninfektionen einfach durch die Einrichtungen laufen zu lassen. Das endet viel zu oft tödlich, selbst bei geboosterten Bewohnern", warnte Brysch. Das Problem sei, dass die Heime nahezu ausgelastet sein müssten, damit sie sich finanziell trügen. Daher sei es unmöglich, Infizierte und Nichtinfizierte voneinander zu trennen: "Das ist der blinde Fleck des Robert Koch-Instituts und des Bundesgesundheitsministeriums. Hier braucht es Ausweichquartiere und zusätzliches, externes Personal. Doch bis heute gibt es nirgendwo medizinisch-pflegerische Taskforces, um das zu leisten."

Dobrindt hält Ende fast aller Corona-Schutzmaßnahmen für verfrüht

8.04 Uhr: CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hält den weitgehenden Wegfall der staatlichen Corona-Auflagen wie 2G, 3G oder Maskenpflicht an diesem Sonntag für falsch. "In einer Zeit mit sehr hohen Infektionszahlen ist es verfrüht, fast alle Schutzmaßnahmen zu beenden", sagte der Chef der CSU-Abgeordneten im Bundestag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er hätte sich ein Festhalten an der Maskenpflicht zum Beispiel beim Einkaufen gewünscht.

Dobrindt appellierte an die Bürger, sich weiter mit einer Maske gegen das Corona-Virus zu schützen – und zwar nicht nur dort, wo es weiter vorgeschrieben ist wie in Bussen und Bahnen. "Masken tragen bleibt sinnvoll. Auch außerhalb des öffentlichen Personenverkehrs ist es ratsam, weiter zum Eigenschutz Masken zu tragen."

Lehrerverbände befürchten Masken-Konflikte an Schulen

7.01 Uhr: Lehrerverbände befürchten nach dem Wegfall der Maskenpflicht in den Schulen Konflikte. "In der Tat droht jetzt die Gefahr, dass einerseits Kinder, die Maske tragen, von Mitschülern als Weicheier und überängstlich gehänselt werden oder auch umgekehrt Druck auf Nicht-Maskenträger ausgeübt wird", sagte Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, der Deutschen Presse-Agentur. Er sprach sich für eine Selbstverpflichtung von Lehrkräften und Schülern aus, in jeder Klasse bis einschließlich der Woche nach den Osterferien weiter Masken im Unterricht und auf dem Schulgelände zu tragen.

"Es besteht die Gefahr, dass das Thema 'Maske ja oder nein' in jedes Klassenzimmer getragen wird und damit Schulfrieden und Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler gefährdet", sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern. Die GEW halte das Tragen von Masken "in der aktuellen sehr angespannten Infektionslage" zumindest bis zu den Ferien für vernünftig und richtig, fügte sie hinzu, "obwohl wir die pädagogischen Bedenken gegen das Tragen von Masken grundsätzlich teilen".

China verzeichnet mehr als 13.000 Corona-Neuinfektionen

5.59 Uhr: China hat am Sonntag mehr als 13.000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet. Insgesamt wurden nach Behördenangaben 13.146 Fälle registriert - so viele wie nie seit dem Höhepunkt der ersten Welle vor über zwei Jahren. Mehr als 11.000 der Infektionen verliefen jedoch asymptomatisch, teilte die Nationale Gesundheitskommission mit. Neue Todesfälle wurden nicht gemeldet.

Mit mehr als 8200 Neuinfektionen entfällt der Großteil der landesweiten Fälle auf die Metropole Shanghai. Allerdings hat sich die hochansteckende Omikron-Variante inzwischen auf mehr als ein dutzend Provinzen ausgebreitet. Im internationalen Vergleich sind die chinesischen Zahlen relativ niedrig, China hatte in den vergangenen beiden Jahren jedoch stets nur zweistellige Fallzahlen verzeichnet. China ist eines der wenigen Länder, das in der Corona-Pandemie noch immer eine strikte Null-Covid-Strategie verfolgt.

Corona-News von Samstag, 2. April – Studie: Mitarbeiterbindung in Corona-Krise auf niedrigem Niveau

  • Die Mitarbeiterbindung bleibt in der Corona-Krise in Deutschland auf einem niedrigen Niveau.
  • In Deutschland werden immer mehr Gerichtsverhandlungen per Videokonferenz geführt. Im vergangenen Jahr waren es schon über 50.000 digitale Verhandlungen, wie der Deutsche Richterbund unserer Redaktion mitteilte.
  • Der Deutsche Städtetag hat eindringlich vor einem Scheitern der allgemeinen Corona-Impfpflicht gewarnt.
  • Nach einer aktuellen Umfrage im Auftrag der "Sächsischen Zeitung" hält die Mehrheit der Deutschen das Auslaufen der meisten Corona-Maßnahmen für falsch.
  • Ein Mann soll sich seit Sommer 2021 insgesamt 87 Mal in sächsischen Impfzentren gegen Corona haben impfen lassen.
  • Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach empfiehlt trotz des Wegfalls der meisten Corona-Beschränkungen weiter Masken in Innenräumen zu tragen.
  • Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hat das Ende der meisten Corona-Schutzmaßnahmen in Deutschland verteidigt.
  • In Bayern will etwa jeder neunte Einzelhändler in seinen Geschäften an der Maskenpflicht festhalten.
  • Ein Scheitern der allgemeinen Impfpflicht in Deutschland wäre aus Sicht des CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz kein Drama.
  • Patientenschützer haben scharfe Kritik am Wegfall vieler Corona-Schutzmaßnahmen an diesem Wochenende geübt.
  • Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat den Wegfall fast aller Corona-Beschränkungen in Deutschland an diesem Sonntag als "wichtigen und erfreulichen Schritt in Richtung Normalität" begrüßt.
  • Bayern und Nordrhein-Westfalen haben Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) aufgefordert, die kommunalen Impfzentren mindestens bis Jahresende zur Hälfte mitzufinanzieren.
  • Die Kassenärzte erwarten deutliche Zunahme von Verdachtsfällen von Long Covid – Gesundheitsminister Karl Lauterbach ist alarmiert. Lesen Sie dazu: Corona: Wird Long Covid jetzt zur neuen Volkskrankheit?
  • Vertreter von Ärzten und Kliniken in Deutschland fordern das zügige Einführen einer Corona-Impfpflicht.
  • Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die erwogene Lockerung der Quarantäne-Regelungen bei einer Corona-Infektion heftig kritisiert.
  • Die Chefin der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, dringt in der Corona-Pandemie auf die Beibehaltung der Maskenpflicht in Innenräumen.

Corona-News von Freitag, 1. April: Firmen können Anträge für Corona-Hilfe bis Ende Juni stellen

  • Betroffene Unternehmen können seit Freitag Anträge auf die bis Ende Juni verlängerte Corona-Hilfe stellen. Darauf hat das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin hingewiesen.
  • Die US-Regierung schafft eine umstrittene Regelung ab, die unter Verweis auf die Corona-Pandemie eine schnelle Abschiebung von Migranten an der Grenze zu Mexiko ermöglicht.
  • Bulgarien hat seine Corona-Einreisebestimmungen gelockert. Einreisende aus anderen Ländern, unabhängig von der jeweiligen Corona-Lage, brauchen für eine quarantänefreie Einreise nur noch zu bescheinigen, dass sie gegen Covid-19 geimpft, genesen oder negativ getestet sind.
  • Das Bundesland Bremen soll wegen der Lage in den Kliniken nach dem Willen von Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard zum Hotspot erklärt werden. Grund ist die hohe Belegung der Krankenhäuser mit Corona-Patienten und akuter Personalausfall dort.
  • Ministerpräsident Stephan Weil hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der SPD-Politiker habe sich wegen eines positiven PCR-Tests in Isolation begeben, teilte eine Regierungssprecherin mit.
  • Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat vor dem Ende zahlreicher Corona-Beschränkungen in Deutschland zu weiterer Vorsicht aufgerufen.
  • Nach mehreren anderen asiatischen Ländern hat nun auch der Stadtstaat Singapur seine Grenzen für alle vollständig geimpften Menschen geöffnet.
  • Die Corona-Zahlen an den Schulen verharren auf einem hohen Niveau. In der vergangenen Woche wurden aus den Bundesländern rund 347.000 Infektions- und Quarantänefälle bei Schülerinnen und Schülern gemeldet, wie die Kultusministerkonferenz (KMK) mitteilte (Vorwoche 348.000).
  • Schweden behandelt Covid-19 von nun an nicht mehr als generell gefährliche oder gesellschaftsgefährdende Erkrankung.
  • Mit den anstehenden Corona-Lockerungen entfällt ab diesem Samstag auch die Maskenpflicht in den Terminals des Frankfurter Flughafens.
  • In der Schweiz gelten ab sofort keinerlei landesweite Corona-Schutzmaßnahmen mehr. Am Freitag fielen die letzten Vorschriften im Kampf gegen die Pandemie. Wer positiv auf das Coronavirus getestet worden ist, muss beispielsweise nicht mehr mindestens fünf Tage in Isolation.
  • Vor dem Wegfall der meisten flächendeckenden Corona-Auflagen in Deutschland hat Bundesjustizminister Marco Buschmann das geänderte Infektionsschutzgesetz erneut gegen Kritik verteidigt.
  • In Shanghai ist die zweite Stufe des Lockdowns für weitere 16 Millionen Einwohner der ostchinesischen Hafenstadt in Kraft getreten.
  • Der Chef des Hemdenherstellers van Laack will auch nach dem Ende der Maskenpflicht eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn er einkaufen geht.
  • Die Unionsfraktion im Bundestag will nach Angaben des CSU-Gesundheitspolitikers Stephan Pilsinger keinesfalls für alternative Anträge zur Corona-Impfpflicht stimmen.
  • Thailand hat die Einreiseregeln für zweifach geimpfte Touristen weiter gelockert. Urlauber müssen ab sofort vor der Abreise in ihren Heimatländern keinen PCR-Test mehr machen.
  • Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt niedriger als am Vortag. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 1586,4 an.
  • Der Wirtschaftsrat der CDU befürwortet die weitgehende Lockerung der bundesweiten Corona-Maßnahmen ab dem kommende Wochenende als überfälligen Schritt.

Corona-News von Donnerstag, 31. März – Bundesärztekammer für Verkürzung der Quarantäne für Corona-Infizierte

  • Die Bundesärztekammer hat sich für eine Verkürzung der Quarantäne für Corona-Infizierte ausgesprochen: "Trotz der aktuell hohen Infektionszahlen ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um die die Isolations- und Quarantäneregeln zu lockern", sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt dieser Redaktion.
  • Die derzeitige Corona-Infektionswelle könnte nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) nun auf ihrem Höhepunkt sein.
  • Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen blickt skeptisch auf Überlegungen, die Isolationsvorgaben für Corona-Infizierte zu lockern.
  • In der Debatte um eine allgemeine Corona-Impfpflicht in Deutschland dauern nach Darstellung von Kanzler Olaf Scholz Bemühungen für eine mehrheitsfähige Lösung an.
  • Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will die Quarantäne-Regeln deutlich lockern. Das geht aus einem Vorschlag des Gesundheitsministeriums und des Robert Koch-Instituts an die Bundesländer hervor, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.
  • Die Impfpflicht ab 18 Jahren soll nicht kommen. Wie "Spiegel" und "Bild" übereinstimmend berichten, zeichnete sich im Parlament keine Mehrheit für die unter anderem von Kanzler Olaf Scholz und Gesundheitsminister Karl Lauterbach präferierte Variante ab.
  • In ICE und Intercity steigen wieder so viele Menschen wie vor der Pandemie. Trotz hoher Corona-Infektionszahlen kehren die Fahrgäste zur Deutschen Bahn zurück.
  • Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sieht derzeit keine Möglichkeit, Berlin in der andauernden Pandemie zum sogenannten Hotspot zu erklären.
  • Ryanair-Chef Michael O'Leary rechnet damit, dass Fliegen im Sommer wieder teurer sein könnte als vor Ausbruch der Pandemie.
  • Angesichts des geplanten Wegfalls vieler Corona-Maßnahmen warnt der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen vor einem Verschleppen der Omikron-Welle.
  • Nach Edeka hat auch Rewe bekanntgegeben, dass Kundinnen und Kunden ab kommender Woche keine Maske mehr tragen müssen.
  • Wie das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac am Mittwoch mitteilte, beginnt nun eine klinische Studie mit einem offenbar verbesserten Vakzin.
  • Die Pandemie drückt in China zunehmend auf die Stimmung in den großen Industrie- und Dienstleistungsunternehmen. Die Einkaufsmanagerindizes des Statistikamtes für die beiden Branchen rutschten im März wieder unter die sogenannte Expansionsschwelle von 50 Punkten.
  • Mit den Massentests während des zweistufigen Lockdowns in Shanghai klettern die entdeckten Corona-Infektionen in der 26-Millionen-Metropole in die Höhe.
  • Gesundheitsexperten kritisieren das Vorhaben der britischen Regierung, die Überwachung der Corona-Infektionslage weitgehend herunterzufahren.
  • Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat für den heutigen Donnerstag zum Streik in rund 460 kommunalen Krankenhäusern aufgerufen.
  • Die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) angeregte vierte Corona-Impfung schon für Menschen ab 60 Jahren wird von Immunologen nicht gestützt.
  • Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt niedriger als am Vortag. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 1625,1 an.
  • Nach mehreren Handelsketten hat auch Edeka angekündigt, die Maskenpflicht ab kommender Woche nicht grundsätzlich aufrechtzuerhalten.

Corona-News von Mittwoch, 30. März: US-Präsident bekommt zweite Auffrischungsimpfung

  • US-Präsident Joe Biden hat sich eine zweite Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus verabreichen lassen. Biden bekam die Spritze am Mittwoch vor laufender Kamera in Washington. US-Behörden hatten am Dienstag eine zweite Auffrischungsimpfung für Erwachsene ab 50 Jahren sowie für immungeschwächte Menschen zugelassen. Biden ist 79 Jahre alt. Rund 97 Millionen Menschen in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, haben bislang eine Auffrischungsimpfung erhalten.
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass Corona-Infektionen mit der Zeit zu schwächeren Krankheitsverläufen führen. Das sei nach derzeitigem Wissensstand das wahrscheinlichste Szenario, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. Die Schwere der Covid-Erkrankungen werde wahrscheinlich trotz weiterer Virusmutationen weiter abnehmen, da die Immunität der Bevölkerung durch Impfungen und Infektionen zunehme.
  • Als letzter Landesteil von Großbritannien hebt Schottland die Corona-Maskenpflicht auf. Vom 18. April an müssen keine Nase-Mund-Bedeckungen mehr getragen werden, wie die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon am Mittwoch im Parlament in Edinburgh sagte.
  • Nach dem zweiten Corona-Jahr und erneut roten Zahlen legt die Deutsche Bahn an diesem Donnerstag ihre Jahresbilanz vor. Kontaktbeschränkungen, Homeoffice und Infektionssorgen haben auch 2021 viele Menschen vom Bahnfahren abgehalten. Im Fernverkehr lag die Fahrgastzahl mit 81,3 Millionen nur knapp über der von 2020. Dazu trugen auch Streiks der Lokführergewerkschaft und die im Sommer bei.
  • Die Hamburgische Bürgerschaft hat die Hansestadt zum Corona-Hotspot erklärt. Ein entsprechender Antrag der rot-grünen Regierungsmehrheit wurde am Mittwoch mit Unterstützung der Linken angenommen.
  • Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ist Vorbehalten der Länder gegen den neuen Rechtsrahmen für weitergehende Corona-Schutzauflagen entgegengetreten. "Man mag das Gesetz mögen oder nicht, aber es ist juristisch sauber gemacht, so dass es umsetzbar wäre", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch in Berlin.
  • In Mecklenburg-Vorpommern drohen mehrere Klagen gegen den Corona-Hotspot-Beschluss des Landtags vergangene Woche. Nach der FDP-Landtagsfraktion kündigte am Mittwoch auch die AfD juristische Schritte gegen die Erklärung des kompletten Bundeslandes zum Corona-Hotspot an.
  • Die große Nachfrage nach Corona-Impfstoffen hat dem Mainzer Pharmaunternehmen Biontech im vergangenen Jahr einen Milliardengewinn beschert. Wie Biontech am Mittwoch mitteilte, belief sich der Nettogewinn für das Geschäftsjahr 2021 auf knapp 10,3 Milliarden Euro. Der Umsatz lag bei knapp 19 Milliarden Euro.
  • Pflegekräfte in Kliniken und Pflegeheimen sollen einen gestaffelten Pflegebonus für ihren Einsatz während der Corona-Pandemie erhalten. Das Bundeskabinett verabschiedete am Mittwoch in Berlin einen entsprechenden Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). 500 Millionen Euro zur Auszahlung der Einmalzahlung sollen Krankenhäuser bekommen, die im vergangenen Jahr besonders viele Corona-Patientinnen und Patienten behandelten, die beatmet werden mussten.
  • Sechs Wochen nach einer Krebsnachsorge-Operation hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Mittwoch die Regierungsgeschäfte wieder aufgenommen. "Ich freue mich sehr, nach meiner Genesungsphase wieder an Bord zu sein. Mir geht es gut", schrieb die 47-Jährige am Morgen auf Facebook.
  • Das neue Infektionsschutzgesetz sorgte gestern Abend für reichlich Gesprächsstoff bei "Markus Lanz". "Die Lage ist gerade alles andere als entspannt", berichtete SPD-Politiker Peter Tschentscher.
  • Die Krankenhäuser haben nach einem Medienbericht im Schnitt sechs Prozent ihrer Beschäftigten wegen fehlender Impf- oder Genesenennachweise an die Gesundheitsämter gemeldet. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) bei knapp 400 Kliniken, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.
  • Die Zahl der neuen Corona-Fälle in der chinesischen Metropole Shanghai ist weiter gestiegen. Die Behörden meldeten binnen 24 Stunden fast 6000 Neuinfektionen - etwa 1500 mehr als am Tag zuvor. In China gilt eine "Null-Covid-Strategie" - bereits bei einzelnen Fällen werden harte Maßnahmen verhängt.

Corona-News von Dienstag, 29. März: Kassenärzte-Chef fordert Ende der Isolationspflicht für Corona-Infizierte

  • Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) fordert das Ende der Isolationspflicht für symptomfrei infizierte Personen: "Es ist nicht mehr sinnvoll, Menschen, die symptomfrei infiziert sind, in eine zehntägige Isolation zu schicken", sagte Andreas Gassen unserer Redaktion. Wer symptomfrei mit dem Coronavirus infiziert sei, sollte zeitnah weiterarbeiten dürfen.
  • In der vorerst letzten regulären Folge desNDR-Podcasts "Coronavirus-Update" haben die Wissenschaftler Christian Drosten und Sandra Ciesek einen Blick in die Pandemie-Zukunft geworfen und die weiter große Bedeutung von Masken betont. "Die Zahlen werden sicherlich zumindest bis zu den Osterferien oder ein, zwei Wochen danach noch relativ hoch bleiben", sagte der Virologe Drosten am Dienstagabend in dem Podcast.
  • Die EU-Mitgliedstaaten arbeiten an einer gemeinsamen Empfehlung für eine vierte Corona-Impfung für ältere Menschen. Bei einem Treffen der EU-Gesundheitsminister sei vereinbart worden, in den kommenden Tagen eine "koordinierte Position" zu finden, sagte der französische Gesundheitsminister Olivier Veran am Dienstag in Brüssel.
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  • Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat eine vierte Impfdosis mit den Corona-Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna für Menschen ab 50 Jahren zugelassen. Zwischen der ersten und zweiten Auffrischungsimpfung müssen mindestens vier Monate liegen, erklärte die FDA am Dienstag.
  • Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechnet mit einer Verzögerung bei der Entwicklung von Impfstoffen, die an neue Varianten des Coronavirus angepasst sind. Er erwarte diese nun erst "im Herbst", sagte Lauterbach am Dienstag vor einem Treffen der EU-Gesundheitsminister in Brüssel. Der September könnte ein Zielmonat sein".
  • Immer mehr Bundesländer stellen die Weichen für die Zeit nach dem Auslaufen der Übergangsfrist für die Corona-Regelung nach dem 2. April. In Hamburg hat der Senat am Dienstag seine Absicht bekräftigt, mit der Hotspot-Regelung zunächst bis Ende April auf erweiterte Maßnahmen wie die Maskenpflicht in Innenräumen zu setzen. Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen, Berlin und Schleswig-Holstein zogen dagegen eine Anwendung der Hotspot-Regelung nicht in Betracht.
  • Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) prüft die Zulassung eines Corona-Impfstoffs des spanischen Herstellers Hipra für Auffrischungsimpfungen. Wie die EMA am Dienstag mitteilte, hat das Unternehmen den proteinbasierten Impfstoff als Booster-Impfstoff für Erwachsene entwickelt, die bereits vollständig mit einem anderen Corona-Impfstoff geimpft worden sind.
  • Während der aktuellen Corona-Welle sind nach einer Auswertung der Krankenkasse Barmer mehr Menschen arbeitsunfähig als jemals seit Beginn der Pandemie. Vom 13. bis zum 19. Februar waren 52.100 bei der Barmer versicherte Beschäftigte wegen einer Corona-Infektion krankgeschrieben, wie die Krankenkasse am Dienstag mitteilte.
  • In der Corona-Pandemie sieht ein großer Laborverband weiter keine Anzeichen für nachlassende Ansteckungen. Von insgesamt rund 2,2 Millionen PCR-Tests in der vergangenen Kalenderwoche sei erneut mehr als jeder zweite Test positiv ausgefallen, teilte der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag in Berlin mit. Die sogenannte Positivrate wurde zum zweiten Mal in Folge auf rund 56 Prozent beziffert, was ein Allzeithoch sei.
  • Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will eine EU-Empfehlung für eine vierte Corona-Impfdosis in der Altersgruppe über 60 Jahre. Eine vierte Dosis senke die Sterblichkeit im Vergleich zur dritten Dosis laut neuen Daten aus Israel noch einmal um 80 Prozent, sagte Lauterbach am Dienstag in Brüssel. Dort wollte er bei einem EU-Gesundheitsministerrat die Kommission auffordern, die Empfehlung für die ganze Union auf den Weg zu bringen.
  • Nach dem Beginn des Lockdowns für die Hälfte der Bewohner Shanghais haben die weiterhin stark ansteigenden Corona-Fallzahlen zu Panikkäufen in den Supermärkten geführt. Auf Bildern vom Dienstag waren leere Regale in einigen Supermärkten der ostchinesischen Wirtschaftsmetropole zu sehen.
  • Der Sozialverband VdK hat die Corona-Politik der Bundesregierung als fahrlässig bezeichnet. Angesichts der hohen Infektionszahlen fordert der Verband, grundlegende Corona-Schutzmaßnahmen wie die Maskenpflicht in Geschäften bundesweit über den 2. April hinaus zu verlängern.
  • Mehr als zwei Jahre nach dem Start des Podcasts "Das Coronavirus-Update" bei NDR-Info sind die Virologen Sandra Ciesek und Christian Drosten vorerst zum letzten Mal in einer regulären Folge zu hören. Die Wissenschaftler vom Universitätsklinikum Frankfurt am Main und von der Charité in Berlin sprechen am Dienstag laut NDR-Ankündigung noch einmal mit Wissenschaftsredakteurinnen über die Pandemie. Die Zahl der Abrufe beläuft sich auf rund 135 Millionen, wie der NDR auf Anfrage mitteilte. Es seien im Podcast auch noch Sonderfolgen geplant.

Corona-News von Montag, 28. März – Mecklenburg-Vorpommern will Studierende und Azubis in Kliniken einsetzen

  • Im von Corona besonders hart getroffenen Mecklenburg-Vorpommern sollen nun auch Auszubildende in der Pflege und Studierende der Medizin in Krankenhäusern und Pflegeheimen eingesetzt werden können
  • Die Gesundheitsminister der Länder haben den Bund aufgefordert, die Quarantäne- und Isolationsregeln in Zusammenhang mit dem Coronavirus zu überprüfen
  • Bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich in knapp zwei Wochen sind die Corona-Pandemie und die Entscheidungen der Politik dazu kein wichtiges Kriterium
  • Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will sich im Zuge des deutschen G7-Vorsitzes für mehr Impfgerechtigkeit weltweit einsetzen. Das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), 70 Prozent der Menschen weltweit gegen das Coronavirus zu impfen, dürfe nicht aus den Augen verloren werden, sagte er auf der internationalen Konferenz "Global Solutions Summit" in Berlin
  • Am kommenden Wochenende wird wie geplant die bisherige Rechtsgrundlage für viele bundesweit geltende Corona-Beschränkungen auslaufen, eine Verlängerung wird es nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach nicht geben
  • Tesla-Chef Elon Musk hat sich nach eigener Aussage vermutlich ein weiteres Mal mit dem Coronavirus infiziert. "Der 50-Jährige war erst am Dienstag vergangener Woche in Deutschland zur Übergabe der ersten Tesla-Elektroautos aus dem neuen Werk in Grünheide bei Berlin.

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(fmg/dpa/afp/epd)

Dieser Text erschien zuerst auf www.morgenpost.de