Kolumne: Uni-Angehörige schreiben

Ein Engagement, das sich gelohnt hat

Wie kann man sich als Student an der Uni engagieren? Das Hochschulrahmengesetz sieht vor, dass Studierende als Mitglieder der Hochschule das Recht und die Pflicht besitzen, an der Selbstverwaltung und der Erfüllung der Aufgaben der Hochschule mitzuwirken.

Eine Möglichkeit hierzu bietet in Lüneburg, wie an anderen Hochschulen, der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA). Und der müht sich redlich, seine Pflicht zu erfüllen.

Im Sommer 2007 sorgte die Meldung, Star-Architekt Libeskind wolle auf dem Lüneburger Campus bauen, für Aufruhr. Studierende fragten: "Warum?" Und: "Mit welchem Geld?" Unsicherheiten, die nur zum Teil aufgeklärt wurden. Zeitweilig war das Thema fast in Vergessenheit geraten, jetzt keimt es wieder auf.

Da die Vorbehalte des AStA beim Präsidium auf massive, architektonisch einwandfreie Mauern stießen, musste jemand anders im Chefzimmer vorsingen: die Haubenlerche. Eine Uni, die sich dermaßen fanatisch der Nachhaltigkeit verschrieben hat wie unsere, wird doch nicht einfach eine bedrohte Tierart aus dem Weg räumen? Zumindest hat sie mit der Haubenlerche weitaus mehr zu kämpfen, als sie es mit dem AStA je hatte.

Wir, die Campus-Kolumnisten der Rundschau, hatten auch eine Vertretungsfunktion - wenn auch von geringerer Bedeutung. Aber mit deutlich besserer Beteiligung. Im März beklagte ich mich an dieser Stelle darüber, dass ein stinknormaler kleiner Kaffee, den es an anderen Unis für 50 Cent gibt, in unserer privatisierten Cafeteria einen Euro kostet. Siehe da: Ein halbes Jahr später kostet er noch 90 Cent! Dann waren unsere Zwischenrufe ja nicht umsonst.