Umstrittenes Bahnprojekt

Geißler hält das Scheitern von Stuttgart 21 doch für möglich

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Schlichter Geißler relativiert seine frühere Aussage, der Bahnhof werde sowieso gebaut. Er hält ein Scheitern des Projekts nun doch für möglich.

Stuttgart. Stuttgart-21-Schlichter Heiner Geißler hält es doch noch für möglich, dass der Tiefbahnhof nicht gebaut wird. Er relativierte in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa eine frühere Aussage, der Bahnhof werde sowieso gebaut. "Das ist eine persönliche Einschätzung aufgrund des jetzigen Diskussionsstandes. Das kann sich aber jederzeit ändern“, sagte der frühere CDU-Generalsekretär am Mittwoch. "Das hängt vom Ausgang des Stresstests und von den möglicherweise noch ausstehenden Finanzierungsproblemen ab.“

Geißler hatte am Montagabend gesagt: "Der Bahnhof wird sowieso gebaut, das sage ich nur ganz nebenbei.“ Dazu meinte er nun, seine Aussage sei in einer "etwas turbulenten Diskussion“ an der Universität Tübingen gefallen. Geißler geht derzeit davon aus, dass der Termin 14. Juli für die öffentliche Vorstellung des Stresstests für den Bahnhof wohl nicht zu halten ist. Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 verlangt bis zu drei Wochen Zeit, um die Ergebnisse zu prüfen. "Angesichts der Forderungen des Aktionsbündnisses ist dieser Termin eher fraglich.“

Die Bahn besteht bisher auf dem Termin, weil am 15. Juli die Vergabefrist für den Filder-Tunnel und einen weiteren Tunnel im Wert von 750 Millionen Euro ablaufe. An diesem Donnerstag sollen die Gegner des 4,1 Milliarden Euro teuren Bahnvorhabens zunächst weitere Informationen von der Bahn und der Schweizer Verkehrsberatungsfirma sma erhalten. (dpa)