Terrorverdacht

USA halten Hamburger in Afghanistan fest

Der Mann soll einer Gruppe Islamisten angehören, die sich in der Taiba-Moschee in St. Georg trafen. Das Auswärtige Amt ist eingeschaltet.

Hamburg. Ein deutscher Staatsbürger wird derzeit von den USA in Afghanistan festgehalten. „Die Bundesregierung bemüht sich um die konsularische Betreuung bei den USA“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Weitere Einzelheiten eines Vorabberichts der "tageszeitung" wollte er nicht bestätigen.

Die Zeitung meldete, die USA würden seit mehreren Wochen einen Deutschen wegen Terrorverdachts festhalten. Der Verdächtige habe nach Angaben aus Sicherheitskreisen einer Gruppe Hamburger Islamisten angehört, die im März 2009 in das afghanisch-pakistanische Grenzgebiet gereist seien, um sich in Lagern von Extremisten ausbilden zu lassen.

Erst vor wenigen Tagen war Rami M. aus Pakistan nach Deutschland überstellt worden . Er hatte offenbar die mittlerweile geschlossene Taiba-Moschee in Hamburg besucht. M. ist dringend verdächtig, sich als Mitglied an der terroristischen Vereinigung „Islamische Bewegung Usbekistan (IBU)“ beteiligt zu haben. Laut "taz" soll auch der derzeit in Afghanistan festgehaltene Deutsche regelmäßig in der Taiba-Moschee gewesen sein.