25.01.13

Ifo-Index Stimmung in der deutschen Wirtschaft hellt sich auf

Institut fuer Wirtschaftsforschung veroeffentlicht Geschaeftsklimaindex

Foto: dapd

Institut fuer Wirtschaftsforschung veroeffentlicht Geschaeftsklimaindex Foto: dapd

Zum dritten Mal in Folge steigt der Ifo-Index. Damit mehren sich die Zeichen, dass die deutsche Wirtschaft 2013 wieder wächst.

München. Der Ifo-Geschäftsklimaindex, der als wichtigster Frühindikator für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft gilt, stieg im Januar zum dritten Mal in Folge von 102,4 auf 104,2 Punkte, wie das Ifo-Institut am Freitag in München mitteilte. Drei Anstiege in Folge signalisieren eine Wende zum Besseren.

Im November hatte das Stimmungsbarometer zum ersten Mal seit März zugelegt und 101,4 Punkte erreicht. Für die Erhebung befragt das Ifo-Institut monatlich etwa 7000 Firmen.

Damit mehren sich die Hinweise, dass die deutsche Wirtschaft zu Jahresbeginn wieder wächst. Im vierten Quartal 2012 war sie mit 0,5 Prozent erstmals seit einem Jahr geschrumpft.

Die befragten Unternehmen bewerteten sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch ihre Geschäftsaussichten für das nächste halbe Jahr besser. Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn sagte in München: "Die deutsche Wirtschaft startet hoffnungsvoll ins neue Jahr."

Auch die Finanzmarktexperten beurteilten zuletzt die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland besser. Der Index des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) stieg im Januar auf den höchsten Wert seit Mai 2010.

In der Industrie stieg die Kapazitätsauslastung. Die aktuelle Lage verbesserte sich. "Der Optimismus kehrt zurück", sagte Sinn. Auch auf dem Bau verbesserte sich das Geschäftsklima deutlich. Im Einzelhandel hellte sich die Stimmung leicht auf. Nur im Großhandel trübte sie sich ein.

"Die Unternehmen haben 2012 abgehakt. Hierfür haben sie guten Grund: Die Weltwirtschaft erholt sich, die Planungsunsicherheit lässt nach. Gleichzeitig steigt der Konsum dank der hohen Beschäftigung und der steigenden Reallöhne. Sobald die Unternehmen die Investitionsbremse lösen, fließt deutsche Ersparnis auch wieder in deutsche Projekte. Der Eurozone kann dies auf dem begonnenen Weg aus der Rezession nur helfen. Der deutsche Exportüberschuss wird dann schrumpfen", sagt Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.

Auch Viola Julien von der Helaba sieht eine Wende zum Besseren: "Nach dem starken ZEW-Index und den freundlichen deutschen Einkaufsmanagerindizes kann sich auch das Ifo-Geschäftsklima verbessern und steigt auf den höchsten Stand seit Juli 2012. Dies ist der dritte Anstieg in Folge – die Anzeichen einer konjunkturellen Trendwende Deutschlands im Jahr 2013 verstärken sich mithin."