06.12.12

Lufthansa-Tochter

Billigflieger Germanwings mit Luxus-Option

Von günstig bis Sonderleistung: Ab Juli 2013 können Passagiere bei Billig-Tochter Germanwings zwischen drei Tarifen wählen.

Foto: dapd
 Thomas Winkelmann (l.), Christoph Franz (M.), Carsten Spohr
Germanwings-Sprecher Thomas Winkelmann (l.), Lufthansa-Chef Christoph Franz (M.) und Lufthansa-Vorstand Carsten Spohr zeigen ein Airbus-Modell mit dem neuen Design der Airline

Köln. Die Deutsche Lufthansa hat die Billigkonkurrenz wie Ryanair und Easyjet im Visier: Mit einer neue Strategie will Europas größte Airline ihre Billig-Tochter Germanwings neu positionieren und sich zusätzliche Marktanteile verschaffen.

Ab Juli kommenden Jahres werde die "neue Germanwings" ihren Kunden drei verschiedene Tarife anbieten vom Low-Cost-Angebot mit weniger Platz im Flieger, ohne Freigepäck und Catering bis zum hochwertigen Angebot für Geschäftsreisende mit Extra-Leistungen wie mehr Beinfreiheit, teilten die Fluggesellschaften am Donnerstag in Köln mit.

Germanwings übernimmt mit künftig 90 Maschinen die gesamten Lufthansa-Direktverbindungen innerhalb Europas, die nicht über Frankfurt und München führen. "Damit wird es uns gelingen, abseits unserer großen Drehkreuze wieder profitabel zu fliegen", sagte Lufthansa-Chef Christoph Franz. Der rasant gestiegene Kerosinpreis und der "sehr sehr wettbewerbsintensive Markt" zwinge die Lufthansa zu handeln, so Franz weiter.

Die Rivalen der Traditions-Fluggesellschaft Ryanair und Easyjet haben niedrigere Kosten – auch weil das Personal wesentlich geringer bezahlt wird. Die Lufthansa hingegen musste im Europaverkehr in den vergangenen Jahren hohe Verluste verkraften. Die neue Billiggesellschaft ist Kernstück des Sparprogramms, das sich die Lufthansa Anfang des Jahres auferlegte. Konzernweit soll der operative Gewinn bis 2014 um mindestens 1,5 Milliarden Euro gesteigert werden.

Die Lufthansa hatte den neuen Ableger Mitte September gegründet – Basis des Geschäfts ist die eigene Günstigtochter Germanwings. Künftig wird die Airline den Verkehr auf kleineren Flughäfen wie Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Köln und Stuttgart übernehmen – alle Flüge innerhalb Deutschlands und Europas werden dann von ihr abgewickelt. Ausgenommen sind Verbindungen zu den beiden Drehkreuzen Frankfurt und München, die die Lufthansa auch künftig selbst durchführt.

Die drei neuen Klassen bei Germanwings

Mit einem neuartigen Produktkonzept versucht die Lufthansa-Tochter Germanwings, den klassenlosen Billigfliegern Konkurrenz zu machen.

Schon bislang gab es an Bord von Germanwings unterschiedliche Sitzabstände, und Leistungen wie Gepäck oder Verpflegung konnten zugebucht werden.

Das Leistungsangebot  wird nun verfeinert. Die künftigen Klassen an Bord im Überblick:

Basic:

Eigentlich nur der Sitzplatz im hinteren Teil der Maschine und Meilengutschrift. Verpflegung und aufzugebendes Gepäck nur gegen Aufpreis.

Smart:

Sitz mit größerer Beinfreiheit (Sitzabstand 81,2 cm), bis 23 Kilogramm Freigepäck, Meilen, Snack und alkoholfreie Getränke.

Best:

Sitz in den ersten drei Reihen mit gleicher Beinfreiheit wie Smart, freier Mittelsitz, doppeltes Freigepäck, bevorzugtes Einchecken und Boarden, Lounge-Nutzung, Meilen auch für Premium-Programme, Catering á la Carte. Flexible Umbuchung. (dpa)

Lufthansa führt Premium-Economy-Klasse ein

Lufthansa führt auf seinen Langstreckenflügen die neue Klasse Premium Economy ein. Das teilte die Fluggesellschaft mit.

Die Premium Economy soll zwischen den Business-Class- und den Economy-Class-Angeboten liegen.

Ab wann Passagiere Flüge in der neuen Klasse buchen können und wie die neue Klasse genau aussieht, steht noch nicht fest.

Mehr als 25 Airlines weltweit haben bereits ähnliche Zwischenklassen in ihrem Angebot. Einige Beispiele:

Air China: Die Premium-Economy-Class von Air China bietet Passagieren 91 cm Sitzabstand. Außerdem können Fluggäste ihren Sitz auf bis zu 113 Grad zurücklehnen.

Air France: Bei Air France verspricht die Premium Economy mehr Beinfreiheit als die Economy – bis zu 97 cm. Außerdem lassen sich die Schalensitze um 123 Grad nach hinten lehnen.

British Airways:  Bei der britischen Fluggesellschaft heißt die Zwischenklasse "World Traveller Plus": Je nach Flugzeug-Typ beträgt der Sitzabstand hier 96 oder 97 cm, die Sitze lassen sich auf 108 beziehungsweise 110 Grad zurücklehnen.

Condor: Bei Condor misst der Sitzabstand in der Premium-Economy-Class wie bei Air China 91 cm, die Sitzneigung beträgt 115 Grad. Außerdem erhalten die Passagiere hier unter anderem ein besonderes Menü.

KLM: Die Economy-Comfort-Klasse bei KLM bietet 97 cm Sitzabstand und 116 Grad Sitzneigung. Wie bei den meisten Fluggesellschaften ist das Angebot nur auf Langstreckenflügen erhältlich.

Qantas: Die International Premium Economy Klasse bei Qantas verspricht Passagieren zwischen 96 bis 106 cm Sitzabstand – je nach Flugzeugtyp. Die Rückenlehne lässt sich auf 113 Grad zurückklappen.

United: Bei United ist der Abstand zwischen den Sitzen in der Economy-Plus-Klasse 86 bis 89 cm breit. Zurücklehnen können sich die Passagiere in einem Winkel von bis zu 111 Grad.

Zum Vergleich: In der regulären Economy-Klasse beträgt der Sitzabstand bei den meisten Fluggesellschaften zwischen 77 und 86,5 cm.

Den besseren Service lassen sich die Airlines natürlich bezahlen. Ein Ticket in der Premium-Economy-Klasse ist zwischen 100 und 400 Euro teurer als ein vergleichbares Economy-Ticket.  (dpa)

(dpa/rtr/abendblatt.de)
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