03.12.12

Benzinpreise

2012 wird das teuerstes Tankjahr aller Zeiten

Obwohl die Spritpreise sinken, wird das laufende Jahr zum teuersten Autojahr. Literpreise im Jahresvergleich um bis zu 8,2 Cent teurer.

Foto: dpa/DPA
Zapfpistole
Laut ADAC wird 2012 das teuerste Tankjahr aller Zeiten

München. Bereits 2011 galt als teuerstes Tankjahr. Doch das laufende Jahr wird die Spitzenpreise vom vergangenen Jahr an den Tanksäulen erneut übertrumpfen, so der ADAC.

Daran werden auch die zuletzt wieder gesunkenen Spritpreise nichts mehr ändern, wie der Autoclub am Montag in München mitteilte.

In den vergangenen elf Monaten kostete der Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt nach Berechnungen des ADAC 1,604 Euro und damit satte 8,2 Cent mehr als im gesamten Vorjahr.

Diesel wurde ebenfalls kräftig teurer: Für einen Liter mussten Autofahrer zwischen Januar und November im Schnitt 1,481 Euro zahlen, 7 Cent mehr als 2011. Der Benzinpreis schwankt je nach Region, Tag und Zeit deutlich.

Der günstigste Tag zum Tanken war der 14. November. Ein Liter E10 kostete 1,536 Euro, ein Liter Diesel 1,464 Euro. Am teuersten war Tanken im Bundesdurchschnitt für die Fahrer von Benziner-Pkw am 23. November mit einem Tagesdurchschnittspreis von 1,580 Euro, für Diesel-Fahrer am 1. November mit 1,516 Euro. Damit lagen der teuerste und der preisgünstigste Tag bei Diesel 5,2 Cent, bei Benzin 4,4 Cent auseinander.

Wie der Spritpreis zustande kommt
Wie sich der Spritpreis zustande kommt
Benzin ist so teuer wie nie zur: Am Sonnabend (18. August) kostete ein Liter Super nach Berechnungen des ADAC 1,69 Euro. Wie setzt sich der Preis zusammen? Die Aufschlüsselung geht vom Durchschnittspreis im Juli von rund 1,62 Euro/Liter aus:
Produkteinstandspreis:
Das ist der Preis, zu dem der Treibstoff von der Industrie an der Ölbörse Rotterdam gekauft wird. Nach Angaben des Branchenverbandes MWV betrug er im Juli 59,77 Cent/Liter.
Deckungsbeitrag:
Er enthält die Kosten der Konzerne vor allem für den Transport, die Lagerhaltung, die gesetzlich vorgeschriebene Bevorratung der 90-tägigen Treibstoffreserve, Verwaltung, Vertrieb und seit Januar 2007 für die Bio-Beimischung. Der MWV beziffert die Deckungskosten im Juli auf 11,37 Cent je Liter. In der Summe ist auch der Gewinn der Konzerne enthalten.
Energiesteuer:
Früher hieß sie Mineralölsteuer. In der Energiesteuer ist seit 1999 auch die Ökosteuer enthalten. Die Höhe der Energiesteuer unterscheidet sich nach Treibstoffart. Für Benzin beträgt sie 65,45 Cent pro Liter. Anders als oft vermutet profitiert der Staat bei den Einnahmen von rund 40 Milliarden Euro im Jahr nicht von einem höheren Spritpreis. Denn die Steuer bemisst sich am Liter, nicht am Preis – sie bleibt immer gleich.
Mehrwertsteuer:
Anders ist es bei der Mehrwertsteuer von 19 Prozent, die auf den Warenendpreis (inklusive Energiesteuerbelastung) erhoben wird. Allerdings ist auch hier bei dem Argument, der Staat verdiene an hohen Benzinpreisen kräftig mit, Vorsicht geboten: Denn zum einen können die Verbraucher jeden Euro nur einmal ausgeben – wenn sie mehr für Benzin ausgeben, sparen sie bei anderen Waren. Zum anderen passen sich die Autofahrer an und fahren weniger oder sparsamer. Der Mehrwertsteueranteil lag im Juli bei 25,95 Cent/Liter.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Steueranteil am Benzinpreis beträgt knapp 60 Prozent. Gut 40 Prozent fließen der Mineralölwirtschaft zu: zur Kostendeckung und als Gewinn. (Reuters)
(dpa/abendblatt.de)
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