30.11.12

Syrien-Konflikt

40.000 Tote - Heftige Kämpfe um Flughafen Damaskus

Die Gewalt in Syrien nimmt kein Ende. Rebellen versuchten, den Flughafen von Damaskus zu erobern. Der Internet-Zugang zur Welt ist gekappt.

Foto: dpa
Car bomb attack in Damascus
In Damaskus war am Donnerstag eine Autobombe detoniert. Kämpfe gehen weiter

Damaskus/Beirut. Der Syrienkrieg wird nach Angaben des UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon immer gewaltreicher und brutaler. Bis zu 40 000 Menschen seien bereits ums Leben gekommen. Bis Anfang 2013 werde die Zahl der Flüchtlinge auf 700 000 steigen, sagte Ban am Freitag in New York. Der UN-Sondervermittler Lakhdar Brahimi warnte vor einem Zerfall Syriens.

Syrische Rebellen und Regierungstruppen kämpften am Freitag erbittert um den strategisch wichtigen Flughafen der Hauptstadt Damaskus. Zwei Flughafenbeschäftigte seien getötet worden, als ihr Bus von Granaten getroffen worden sei, meldeten sowohl Oppositionelle als auch das Staatsfernsehen.

Die Kommunikation in dem Land ist extrem schwierig, weil fast überall das Internet und das Telefonnetz seit Donnerstag ausgefallen sind. Die Regierung macht dafür "Terroristen" verantwortlich und dementierte Spekulationen, das Internet selbst abgeschaltet zu haben.

In Tokio traf sich derweil die Ländergruppe der "Freunde Syriens", zu der auch die EU gehört, um über neue Sanktionen gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad zu beraten. Von dem Treffen werde ein "starkes politisches Signal zur Beendigung der Gewalt" in dem Land ausgehen, zeigte sich Japans Außenminister Koichiro Gemba überzeugt.

Syrien drohe zu einem "gescheiterten Staat" zu werden, mahnte der UN-Sondervermittler Brahimi vor der UN-Vollversammlung. Er bat die Weltgemeinschaft um mehr Geld für humanitäre Hilfe. Der internationale Nothilfeplan sei bislang nur zur Hälfte finanziert, der regionale sogar nur zu einem Drittel.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR rief zu humanitärer Hilfe speziell für die syrische Unruheprovinz Homs auf. Rund 250 000 Einwohner seien bereits auf der Flucht. Viele lebten in unbeheizten Notunterkünften, die Hälfte der Krankenhäuser sei geschlossen. "In den bevorstehenden Wintermonaten wird sich die Lage der Flüchtlinge verschlimmern", sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters.

Die Kämpfe in Syrien wirken sich auch auf den Luftverkehr aus: Die ägyptische Fluggesellschaft Egypt Air stellte ihre Flüge nach Damaskus und Aleppo am Freitag aus Sicherheitsgründen ein. Tags zuvor hatte bereits die Fluggesellschaft Emirates aus Dubai entschieden, Syrien nicht mehr anzufliegen. Die Angriffe sind nach Einschätzung von Beobachtern ein Zeichen dafür, dass die Rebellen immer besser bewaffnet und organisiert sind.

Die Kämpfer rückten nach eigenen Angaben bis auf wenige Kilometer an den Flughafen heran und brachten dabei auch Luftabwehrwaffen der Regierungstruppen in ihre Gewalt. Sie hätten zudem mehrere Armeefahrzeuge zerstört, sagte der Chef der oppositionsnahen syrischen Menschenrechtsbeobachter in London, Rami Abderrahman.

(dpa)
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Das Restaurant „Strumhaube“ am Roten Kliff auf Sylt. Hier eskalierte Am Pfingstwochenede eine Party mit rund 3000 Gästen
18:36Restaurant Sturmhaube
"Ich kenn Peter" - Nobelparty auf Sylt endet in Schlägereien

Die Polizei musste mit allen verfügbaren Kräften in das Restaurant "Sturmhaube" am Roten Kliff anrücken. Nach einem Facebook-Aufruf waren 3000 Gäste gekommen. Es blieb nicht lange friedlich. mehr...


Marcin Lijewski und Blazenko Lackovic hindern Evgeni Pevnov am Wurf
21:48Handball im Liveticker
Live! HSV Handball gegen Füchse Berlin – enge Partie

Mit einem Sieg könnten die Hamburger bis auf einen Punkt an die Berliner heranrücken. Die Füchse belegen derzeit Platz vier, der für die Champions-League-Qualifikation berechtigt. Dort will der HSV… mehr...


Im Hamburger Hafen gilt jetzt ein Tempolimit
17:30Neue Regelung
Im Hamburger Hafen gilt jetzt Tempolimit von zehn Knoten

Laut Hafenbehörde HPA gilt die neue Regelung ab sofort. Bislang gab es im Hafengebiet nur eine verbindliche Höchstgeschwindigkeit für Sportboote von zwölf Knoten. mehr...


Nils Jennrich auf einem Privatfoto, das in China entstand, bevor er im März 2012 verhaftet wurde
16:28China
Festgehaltener Norddeutscher darf China verlassen

Westerwelle zeigt sich "erleichtert" über die Ausreise von Kunstspediteur Jennrich, der in China erst in Haft saß, dann das Land nicht verlassen durfte. Er soll Steuern hinterzogen haben. mehr...

Alles über Ihre Straße

Top-Videos
USA
Barack Obama verspricht Hilfe für Tornado-Opfer

Einen Tag nach der Tornado-Katastrophe gingen in Moore im US-Bundesstaat Oklahoma die Aufräumarbeiten weiter. Präsident Barack Obama rief…mehr »

Top Bildergalerien mehr

Monster-Tornado in Oklahoma

Fußball

HSV-Neuzugang Hakan Calhanoglu

Rothenburgsort

Reh vor dem Ertrinken gerettet

Oddset-Pokal

Elmshorn verliert gegen Vicky

Highlights
rb_wetter_926045a.jpg
Wetter in Hamburg

Der aktuelle Wetterbericht mit Karte und Vorhersagemehr

rb_stadtplan_926042a.jpg
Stadtplan Hamburg

Mit dem Hamburger Stadtplan Adresse und Orte findenmehr

rb_webcam_926043a.jpg
Webcams

Besuchen Sie online die schönsten Orte der Welt. mehr