22.11.12

Vatikanstadt

Papst beruft sechs neue Kardinäle

Bei Zeremonie im Petersdom nimmt er unter anderem Erzbischöfe von Manila, Abuja und Bogota in wichtigstes Beratergremium auf.

Foto: dpa
Papst Benedikt XVI.
Papst Benedikt XVI.

Vatikanstadt. Bei einem Konsistorium im Vatikan erhebt Papst Benedikt XVI. am Samstag sechs katholische Würdenträger in den Kardinalsstand. Während der Zeremonie im Petersdom nimmt er die Erzbischöfe von Manila, Abuja und Bogota sowie zwei Oberhäupter katholischer Ostkirchen in sein wichtigstes Beratergremium auf.

Außerdem zieht der langjährige Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof James Michael Harvey, in den Senat der Kirche ein. Zu den Privilegien der Kardinäle gehört die Teilnahme an einer Papstwahl; dazu sind jedoch nur die Purpurträger berechtigt, die das 80. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Deren festgelegte Höchstzahl von 120 wird mit dem bevorstehenden Konsistorium wieder erreicht.

Es handelt sich um das fünfte Konsistorium von Benedikt XVI. und um das zweite in diesem Jahr. Bei einer solchen Zeremonie im Februar hatte der Papst auch zwei Deutsche, den Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki sowie den aus Köln stammenden Theologen Karl Josef Becker zu Kardinälen gemacht.

Beim Konsistorium überreicht der Papst jedem neuen Kardinal die Ernennungsurkunde, setzt ihm das purpurfarbene Birett auf, steckt ihm den Kardinalsring an den Finger und weist ihm eine römische Titelkirche zu. Diese gilt als Ausdruck der Verbundenheit der Papstwähler mit der Bischofsstadt des Papstes. Am Sonntag wird Benedikt XVI. dann mit den neuen Kardinälen eine gemeinsame Messe im Petersdom feiern.

Zu den neuen Kardinälen gehören neben Harvey der neue Erzbischof von Manila, Luis Antonio Tagle, John Olorunfemi Onaiyekan von Abuja in Nigeria und Ruben Salazar Gomez von Bogota. Außerdem erhalten der maronitische Patriarch Bechara Rai und der syromalankarische Großerzbischof Baselios Cleemis Thottunkal die Kardinalsinsignien.

Zehn Fakten zu Papst Benedikt XVI.
16. April 1927: Joseph Ratzinger kommt im oberbayerischen Marktl am Inn auf die Welt und wird noch am selben Tag getauft
29. Juni 1951: Ratzinger wird in Freising zum Priester geweiht. Seine erste Messfeier zelebriert er am 8. Juli in Traunstein
1957: Habilitation an der Universität München im Fach Fundamentaltheologie
25. März 1977: Papst Paul VI. ernennt Ratzinger zum Erzbischof von München und Freising. Am 28. Mai 1977 folgt die Bischofsweihe
27. Juni 1977: Papst Paul VI. ernennt ihn zum Kardinal
25. November 1981: Papst Johannes Paul II. ernennt Ratzinger zum Präfekten der Glaubenskongregation. Im Februar 1982 nimmt Ratzinger Abschied von München
19. April 2005: Das Konklave wählt Ratzinger zum Papst. Er gibt sich den Namen Benedikt XVI
Er ist nach kirchlicher Zählung der 265. Papst und gilt als der erste Deutsche auf dem Stuhl Petri seit fast 500 Jahren
Bisher hat Benedikt nach Zählung des Vatikans 23 Auslandsreisen absolviert
Er hat bisher drei Enzykliken verfasst, seine beiden Jesus-Bücher avancierten zu internationalen Bestsellern. Am dritten und letzten Band arbeitet Benedikt derzeit
Quelle: dapd
kna/abendblatt.de
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