12.11.12

Besuch in Afghanistan

De Maizière lobt afghanische Armee – "Qualität ist sehr gut"

Verteidigungsminister landete am Morgen erstmals mit einem ungeschützten, zivilen Regierungs-Airbus direkt am Flughafen Masar-i-Scharif.

Foto: dpa
Verteidigungsminister de Maiziere in Afghanistan
Verteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU, r) sitzt auf dem Weg von Mazar-e-Sharif nach Kabul, Afghanistan, in einer Transall C-160 der Luftwaffe

Kabul. Verteidigungsminister Thomas de Maizière sieht die Ausbildung der Sicherheitskräfte in Afghanistan auf gutem Weg. "Die Zahl ist nahezu erreicht, die Qualität ist sehr gut geworden", sagte er am Montag nach einem Gespräch mit seinem Amtskollegen Bismullah Khan in Kabul. Die internationale Gemeinschaft hat sich den Aufbau der afghanischen Armee und Polizei auf 352 000 Kräfte zum Ziel gesetzt. 97 Prozent sind inzwischen erreicht.

Khan verwahrte sich gegen Einschätzungen, die Afghanen seien nicht in der Lage, nach dem Ende des internationalen Kampfeinsatzes alleine für die Sicherheit des Landes zu sorgen. "Das entbehrt jeder Grundlage und ist unwahr", sagte er. Es handele sich um reine Propaganda. "Ich persönlich bin optimistisch, was 2014 angeht."

De Maizière äußerte sich zurückhaltend zur möglichen Versorgung der afghanischen Armee mit Waffen. "Wir wissen, dass es einen Mangel an Waffen gibt." Lieferungen müssten aber zwischen den Bündnispartnern koordiniert werden. "Bisher liegt der Schwerpunkt der Übergabe der Ausrüstung bei den Amerikanern. Ich vermute, das wird auch so bleiben."

Die pakistanische Regierung rief de Maizière zu mehr Unterstützung für den Aussöhnungsprozess zwischen den afghanischen Konfliktparteien auf. "Die Lage ist so, dass die Äußerungen der pakistanischen Führung auf Zusammenarbeit hindeuten. Es fehlen aber noch Taten", sagte er.

Zehn Fakten über Afghanistan
Afghanistan grenzt an den Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan, die Volksrepublik China und Pakistan und hat eine Fläche von rund 652.000 Quadratkilometern.
Rund 30 Millionen Menschen leben in Afghanistan (Schätzung 2011), davon 42 Prozent Paschtunen, 27 Prozent Tadschiken, neun Prozent Usbeken, neun Prozent Hazara sowie zahlreiche kleinere ethnische Gruppen.
Offizielle Landessprachen sind Dari und Paschtu. Daneben werden zahlreiche Turksprachen, insbesondere Usbekisch und Turkmenisch, sowie weitere Sprachen gesprochen. Viele Bürger sind zweisprachig.
Die Hauptstadt ist Kabul. Rund 4,5 Millionen Menschen leben dort (Schätzung 2011).
Afghanistan ist seit dem 8. August 1919 unabhängig.
Die Regierungsform ist ein Präsidialsystem.
Staatsoberhaupt und Regierungschef ist Hamid Karsai. Der Präsident und zwei Vizepräsidenten werden auf fünf Jahre vom Volk direkt gewählt, eine Wiederwahl ist nur für eine weitere Amtszeit möglich.
Im Haushaltsjahr 2011/2012 betrug das Bruttoinlandsprodukt rund 18,2 Milliarden Dollar, pro Kopf waren dies etwa 585 Dollar.
Das Wirtschaftswachstum im Jahr 2011 wird auf 5,7 Prozent prognostiziert.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA wurde das Taliban-Regime von einer US-geführten internationalen Koalition gestürzt. Der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr startete Anfang 2002. Ende 2014 sollen die letzten Kampftruppen aus Afghanistan abgezogen werden.
dpa/abendblatt.de
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