30.11.12

Weihnachtsmärchen

Kinder als Kritiker: Märchen im Härtetest

Es geht märchenhaft zu auf Hamburgs Bühnen. Aber welche Inszenierungen lohnen sich wirklich? Kinder haben zehn Märchen getestet.

Foto: Klaus Bodig
Weihnachtsmärchen
Märchentester Lene und Ricklef Weinhold mit Ensemble

Es geht sehr märchenhaft zu auf Hamburgs Bühnen. Doch welche Inszenierung lohnt sich wirklich? Ein Klassiker wie "Aschenputtel"? Oder Ungewohntes wie "Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor"? Die unbestechlichsten aller Kritiker, die Kinder der Abendblatt-Mitarbeiter, haben zehn Weihnachtsmärchen dem härtesten Test unterzogen und Nikolausmützen (Höchstwertung: fünf) vergeben.

"Geisterritter"

Toll, wenn ein Weihnachtsmärchen gleichzeitig spannend und lustig ist. "Geisterritter" im Thalia-Theater war von Anfang bis zum Schluss super. Die Geschichte handelt von Mut, Freundschaft und großer Liebe. Außerdem zeigt sie, was echter Zusammenhalt bewirken kann. Die Hauptrolle spielt der elfjährige Jon, der von seiner Mutter auf ein Internat nach Salisbury geschickt wird. Auch ein finsterer Ritter und weitere Geister trachten nach Jons Leben.

Wie gut, dass er, Mitschülerin Ella und ihre durchgeknallte Großmutter dem von Liebeskummer geplagten Ritter zur Seite stehen - auch der "Vollbart"-Freund der Mutter hilft mit. Das ist manchmal schrecklich, aber immer mit Humor. Sowohl Mädchen als auch Jungs kommen auf ihre Kosten.

Die Umsetzung von Cornelia Funkes Buch ist sehr gut gelungen. Am besten gefielen mir das Bühnenbild, die Schauspieler und die fantasievollen Kostüme. Großartig waren auch die Raserei mit dem Auto und die Kröte, die den Rollstuhl der Oma schob - und eine Fliege auf der Zunge hatte.

Charlotte Meyer-Odewald, 10 Jahre (5 Nikolausmützen)

"Schneewittchen und die sieben Zwerge"

Die Geschichte war ein bisschen anders als in meinem Märchenbuch. Schneewittchen hatte eine Brille, und es gab nur drei echte Zwerge. Vier waren nämlich Puppen, aber das war trotzdem sehr lustig, weil die ständig Quatsch geredet haben. Und da wurde ganz viel gesungen auf der Bühne der Winterhuder Komödie. Das hat mir gut gefallen, sogar das Schlumpflied war dabei. Viele Lieder kannte ich nicht, aber die fand Mama ganz super.

Am lustigsten war der Erzähler. Der hat auch den Jäger und die Fee gespielt. Eine Männerfee mit Locken, goldener Hose und Hasenohren! Da haben alle sehr gelacht. Die Fee hat sogar zwei Zuschauer zum Mitmachen auf die Bühne geholt. Am besten war die Strafe für die böse Königin am Ende. Sie wurde in einen Fernseher gesperrt, und der Prinz hat dann endlich Schneewittchen zur Belohnung bekommen.

Juri Gottschalk, 4 Jahre (4 Nikolausmützen)

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