21.01.13

Altona-Altstadt

Ikea-Baustelle sorgt für Ärger bei Anwohnern

Wer an der Baustelle wohnt, muss mit Flutlicht und Baulärm leben. Die Linke fordert baufreie Wochenenden und ein Verkehrskonzept.

Foto: C.Lachnitt
Am 19.12.2012 fand die Grundsteinlegung des schwedischen Möbelhauses Ikea in Altona statt
Am 19.12.2012 fand die Grundsteinlegung des schwedischen Möbelhauses Ikea in Altona statt

Hamburg. Seit Dezember laufen in Altona die Bauarbeiten für die bundesweit erste City-Filiale des schwedischen Möbelkonzerns Ikea. Das Projekt ist seit Langem umstritten: Anwohner befürchten nicht nur, Ikea werde das Gesicht des Stadtteils verändern und die Mieten in die Höhe treiben, sie fühlen sich auch durch die Bauarbeiten gestört.

"Es ist nicht nur der Baulärm", sagt Anwohnerin Mareike Müller, "früh morgens und spät abends strahlt auch noch ein Flutlicht von der Baustelle direkt in meine Wohnung." An Ausschlafen sei da nicht zu denken. Nicht einmal am Sonnabend, denn laut Vorschrift darf Ikea von Montag bis Sonnabend zwischen 7 und 20 Uhr bauen.

"Es kann nicht sein, dass die Menschen, die hier wohnen, unter den Bauarbeiten leiden müssen", meint Werner Haertel aus dem Bezirksvorstand der Linken in Altona. "Ikea-Interessen dürfen nicht über die der Anwohner gestellt werden." Haertel fürchtet, der schwedische Möbelriese wolle das Kaufhaus "ohne Rücksicht auf Verluste" schnellstmöglich fertigstellen und weitere Verzögerungen um jeden Preis verhindern – "und das müssen dann am Ende die Menschen, die hier wohnen, ausbaden", meint der Bezirkspolitiker. Die Linke fordert ein Bauverbot vor acht Uhr morgens sowie am Wochenende.

Und was tun, wenn der Lärm unerträglich wird?

Anwohner, die sich durch die Arbeiten gestört fühlen, können sich entweder an einen Verantwortlichen vor Ort wenden oder sich über die Telefonnummer 428403328 mit dem Amt für Bauordnung und Hochbau in Verbindung setzen. Das teilte Norbert Prick von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt mit. Bei nächtlichen Ruhestörungen sei es ratsam, die Polizei zu rufen und gegebenenfalls eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige zu erstatten. Dabei sei es wichtig, dass durch die Polizei dokumentiert wird, welche Baumaschinen in Betrieb waren und wie lange diese zum Einsatz kamen, so Prick.

Die Bauarbeiten sind aber nicht das einzige Thema, das den Anwohnern hier Sorge macht: "Wenn Ikea erst einmal fertig ist, rollt hier jeden Tag der Liefer- und Kundenverkehr lang", vermutet Mareike Müller. Auch Werner Haertel von der Linken befürchtet ein "Chaos samt Lärm- und Dreckbelästigung". Er vermisst ein schlüssiges Verkehrskonzept. "Das, was Ikea da vorgelegt hat, ist weder belastbar noch überzeugend. Das wird eine Strapaze für die Anwohner."

Aus dem Bezirksamt Altona heißt es hingegen, das Thema Verkehr sei im städtebaulichen Vertrag, den Ikea mit der Stadt Hamburg geschlossen hat, sehr wohl berücksichtigt. Dieser Vertrag sieht "straßenbauliche Maßnahmen im Umfeld des Einrichtungshauses" vor, die "zur ordnungsgemäßen Verkehrsabwicklung und aus Gründen des Lärmschutzes" getroffen werden sollen. Diese Maßnahmen betreffen demnach nicht nur die anliegende Alte Poststraße und den Lawaetzweg, sondern auch nahegelegene Knotenpunkte, wie zum Beispiel an der Max-Brauer-Allee/Ehrenbergstraße. Auch Ikea selbst habe ein großes Interesse daran, dass der Verkehr fließt und weder für Besucher noch Anwohner Nachteile entstehen, teilte das Unternehmen in einem Internetforum für Anwohner mit.

Ikea hat außerdem einen Ansprechpartner für die Anwohner eingesetzt: Jan Moebus ist bei Fragen und Kritik der unter der Telefonnummer 0162 - 265 02 20 erreichbar.

Multimedia

Grundsteinlegung des Ikea-Möbelhauses in Altona

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