Hamburger Konsuln kochen Köstliches: Paraguay

Chipá guazú - Maisauflauf, Maistarte

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Hamburg ist größter Konsularstandort in Europa und mit fast hundert Vertretungen der drittgrößte weltweit. Das Journal macht sich mit dieser Serie die kulinarische Vielfalt an der Elbe zunutze. Kochen Sie nach und schlemmen Sie mit!

Mit seinem Verein Propara e.V. unterstützt Andreas Maske Hilfsorganisationen in Paraguay. Weil er sich sehr für das Land in der Mitte Lateinamerikas einsetzt, wurde er 2007 zum Honorargeneralkonsul ernannt. Jetzt ist der 50-Jährige für 420 Paraguayer in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zuständig. Die 6,5 Millionen Einwohner Paraguays liegen ihm aber ebenso am Herzen. Mit seiner Organisation unterstützt er die Gesundheits- und Bildungsförderung des Landes. Krankenbetten und Medikamente wurden für ein Krankenhaus in der Hauptstadt Asunción für Leukämieerkrankte zur Verfügung gestellt. Außerdem wurden Ärzte für kosmetische Eingriffe nach Paraguay geschickt. "Die Kiefer-Gaumen-Spalte ist dort noch sehr verbreitet", sagt Andreas Maske. Aber auch im Bildungssektor geht es voran. Mittlerweile finden Studenten- und Professorenaustausche statt.

Der hauptberufliche Unternehmer investiert täglich zwei bis drei Stunden in sein Amt als Konsul. Warum er gerade das 406 750 km⊃2; große Land wählte ist schnell geklärt: Durch seine Tätigkeit als Zivilpate für ausländische Offiziere an der Führungsakademie der Bundeswehr hat Andreas Maske viele Freunde aus Paraguay gewonnen. Diese sind inzwischen wieder in ihrer Heimat, der enge Kontakt jedoch blieb bestehen. "Es vergeht keine Woche in der wir nicht telefonieren", erzählt Maske.

Der studierte Betriebswissenschaftler war schon öfter in Paraguay, habe es aber nie geschafft, dort Urlaub zu machen. Stattdessen besucht er Wirtschaftsministerien und Unternehmen die in Deutschland investieren wollen oder sammelt Informationen für deutsche Firmen, die in paraguayische Projekte einsteigen wollen. Für Maskes Lieblingsessen, das Chipá guazú bleibt trotzdem Zeit.

Maisprodukte sind in der traditionellen Küche oft vertreten, genauso wie Rindfleisch. Dieses vermissten die Paraguayer. Der Geschmack von deutschem Fleisch sei einfach anders. "In Paraguay sind die Rinder nur auf der Weide. In Deutschland teilweise im Stall. Den Unterschied schmeckt man", sagt Maske. Ansonsten fehle den Paraguayern das warme Klima und die Gelassenheit. Es gäbe aber auch vieles, was sie mögen. Die Ordentlichkeit beispielsweise.

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( (ale) )

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