DFB-Pressekonferenz

Löw: "Die Vergangenheit spielt überhaupt keine Rolle"

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abendblatt.de

Vor dem Halbfinale gegen Italien schiebt der Bundestrainer Gedanken an Revanche beiseite. Dafür sinniert Löw über neue Wechsel in der Startelf.

Danzig. Joachim Löw plant offenbar für das EM-Halbfinale gegen Italien wieder mit einer veränderten Startformation. "Es ist durchaus denkbar, dass es die eine oder andere Veränderung gibt zum Griechenland-Spiel“, sagte der Bundestrainer am Dienstag in Danzig. Der DFB-Chefcoach ließ seine Aufstellung offen.

Im Fußball-Klassiker am Donnerstag (20.45 Uhr/ARD) in Warschau kann Löw mit allen 23 Akteuren seines Kaders planen. "Ich gehe davon aus, alle Spieler sind einsatzfähig, auch Bastian Schweinsteiger “, sagte er bei der DFB-Pressekonferenz. Schweinsteiger hatte zuletzt Probleme am Sprunggelenk. "Wir brauchen ihn auf dem Platz, er ist ein emotionaler Leader. Er ist mit seiner Ruhe am Ball, seiner Physis und seiner Präsenz auf dem Platz sehr wichtig für uns“, sagte Löw.

Der 27 Jahre alte Profi von Bayern München denke "immer mit und ist unglaublich reif geworden. Es ist bewundernswert, wie er in dieser Saison die vielen Rückschläge weggesteckt hat.“ Auch dass Schweinsteiger selbst gesagt hat, ihm würde derzeit die "Handlungsschnelligkeit“ fehle, sieht Löw nicht als Problem: "Ich bin sicher, dass wir das hinbringen.“

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Gegen Griechenland (4:2) hatte Löw seine Offensive umgebaut und mit André Schürrle, Marco Reus und Miroslav Klose drei neue Akteure in der Startelf aufgeboten. Gegen Italien können sich auch die zunächst nicht berücksichtigten Lukas Podolski, Thomas Müller und Mario Gomez wieder Hoffnungen machen. Der Bundestrainer betonte, dass nur 100 Prozent fitte Spieler gegen Italien auflaufen würden.

"Griechenland soll nicht der alleinige Maßstab sein für unser Spiel. Italien ist eine ganz andere Hausnummer“, sagte der DFB-Chefcoach. "Ich glaube, dass wir nochmal einen draufsetzen müssen, um das Spiel zu gewinnen.“

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Die Halbfinal-Niederlage gegen Italien bei der Heim-WM 2006 spielt für Löw keine Rolle mehr. "Im Fußball gibt es so etwas wie eine Revanche nicht. Die Niederlage 2006 können wir nicht mehr gutmachen. Wir haben heute eine andere Situation. Die Vergangenheit spielt überhaupt keine Rolle“, sagte Löw.

Mit Material von dpa und sid

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