Mühlenkamp

CDU kritisiert Beschluss zur Busbeschleinigung

Der Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude hat über Details des heftig umstrittenen Plans abgestimmt. Wenige Forderungen der Gegner wurden angenommen - viele nicht, was für Proteste sorgte.

Hamburg. Nach der Sitzung des Regionalausschusses Eppendorf-Winterhude übt die CDU massive Kritik an der Entscheidung. Der Beschluss sei „eine Katastrophe“ für das Mühlenkamp-Quartier, wie Christoph Ploß, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Bezirk Nord, am Dienstag mitteilte. „Der Senat muss in Bezug auf die Busbeschleunigungsplanungen dringend sein Verhalten ändern und die Menschen an dem Planungsprozess beteiligen.“

Als „Tag der Entscheidung“ hatten die Anwohner des Mühlenkamps die Sitzung des Regionalausschusses Eppendorf-Winterhude am Montagabend bezeichnet. Dabei wurden jedoch nur wenige Forderungen der Initiative “Unser Mühlenkamp“ angenommen: das Einrichten von Radfahrstreifen und Kurzzeitparken, die Einführung von Tempo 30 in Mühlenkamp und Gertigstraße, die Aufhebung der separaten Abbiegespur in die Preystraße und das Aufstellen moderner, von den Bussen gesteuerter Ampelanlagen.

Von SPD und FDP abgelehnt wurden - unter großem Protest aus dem Publikum -, dass auf eine Verlängerung der Bushaltestellen zum Schutz von zwei Bäumen , die sonst gefällt werden müssten, verzichtet wird. Allerdings sprach sich der Ausschuss dafür aus, Bäume zwischen Gertig- und Körnerstraße zu pflanzen. SPD und FDP lehnten es ab, die Bauzeit für die Maßnahmen auf vier Wochen zu begrenzen.

Auch eine der großen Befürchtungen der Gewerbetreibenden ist nicht aus der Welt: Der Mühlenkamp könnte auch in der Weihnachtszeit eine Baustelle sein. Baubeginn soll wohl im Oktober sein.

Sämtliche Maßnahmen sollen nach der Umsetzung für sechs Monate evaluiert werden, um die Auswirkungen auf die Fahrzeit der Busse zu überprüfen.

Auf Kritik stößt nach wie vor, dass der Durchgangsverkehr zur Barmbeker Straße statt durch die Gertigstraße durch die Semperstraße geleitet werden soll. Die Einfahrt aus dem Mühlenkamp in die Gertigstraße soll künftig vom Hofweg aus für LKW bis 7,5 Tonnen ( acht Meter) erlaubt sein - das Linksabbiegen vom Mühlenkamp aus soll eine Verkehrsinsel verhindern. Zwischen Poelchaukamp und Gertigstraße ist ein Mittelstreifen geplant, der nicht überfahren werden darf. Die Gehwegbreite von zwei Metern wird nicht überall realisiert.