Eimsbüttel

Neue Verkehrsinseln schon 30-mal durch Unfälle zerstört

Seit den Freigaben der Kreuzungen Gärtnerstraße/Hoheluftchaussee und Hallerstraße/Grindelberg gibt es einen erhöhten Wartungsbedarf. Grund sind Hinweisschilder, die von Autofahrern regelmäßig umgefahren werden.

Hamburg. Zerknautscht, verbeult, umgenietet: Entlang der Buslinie 5 herrscht seit Monaten unfallbedingter Verkehrsschilderschwund. Immer wieder liegen Hinweisschilder umgefahren auf den neuen Verkehrsinseln. Sie wurden im Zuge des Busbeschleunigungsprogramms auf die Kreuzungen gebaut und haben offenbar Hindernischarakter für viele Autofahrer.

Das Bezirksamt Eimsbüttel bestätigt, dass es seit den Freigaben der Kreuzungen Gärtnerstraße/Hoheluftchaussee und Hallerstraße/Grindelberg einen erhöhten Wartungsbedarf gebe. „Jeweils etwa 15-mal mussten die Schilder an den beiden Kreuzungen wieder aufgerichtet oder ersetzt werden“, sagt Behördensprecherin Aileen Röpcke. Bei gravierenden Beschädigungen oder komplettem Verlust werde eine externe Firma beauftragt, was den Bezirk jedes Mal einen vierstelligen Betrag koste. Die Kreuzung Hallerstraße ist seit knapp sechs Monaten wieder freigegeben, die Kreuzung Gärtnerstraße seit knapp einem Jahr. Die Verkehrsbehörde sieht noch keinen Handlungsbedarf. Verkehrsinseln seien überdies kein neues Instrument der Planung. Mit den konkreten Neubauten werde das Ziel verfolgt, den Verkehr sicherer und effizienter zu gestalten. Unter anderem sollen Abbiegespuren deutlicher, die Grünphasen von Ampeln optimiert und der Verkehrsfluss beschleunigt werden. Verkehrsbehördensprecherin Helma Krstanoski sieht keinen Handlungsbedarf, da bislang keine Änderungswünsche vorgebracht worden seien.

Die Planer setzen – wie bei den teils unkonventionellen Kreuzungsgestaltungen – auf den Gewöhnungseffekt. „Autofahrer müssen einfach auf der Fahrbahn bleiben“, sagt Krstanoski. Bis das alle verstanden und beachtet haben, muss wohl noch das eine oder andere Schild auf Kosten des Bezirks Eimsbüttel als Bauernopfer dienen.

Denn Schadenersatzansprüche, so Bezirkssprecherin Aileen Röpcke, können nur selten bei den Verursachern geltend gemacht werden. Die meisten fahren das Schild um – und verschwinden.