10.03.12

Nach Hygienemängeln

McDonald's will kein Fleisch mehr von Wiesenhof

Fast-Food-Kette reagiert auf vorübergehende Schließung des Betriebes Möckern in Sachsen-Anhalt und stoppt die Abnahme von Wiesenhof-Geflügel.

Von abendblatt.de
Foto: dapd/DAPD
Chicken Wings von McDonald's werden bis auf Weiteres ohne Fleisch des Geflügelmästers Wiesenhof hergestellt
Chicken Wings von McDonald's werden bis auf Weiteres ohne Fleisch des Geflügelmästers Wiesenhof hergestellt

München. Die Hygienemängel beim Geflügelmäster Wiesenhof haben die Schnellrestaurantkette McDonald's aufgeschreckt. "Wir haben unsere Lieferanten angewiesen, kein Fleisch mehr von Wiesenhof zu beziehen", sagte ein McDonald's-Sprecher der "Süddeutschen Zeitung" (Sonnabend) laut Vorabbericht. Grund sei die Schließung einer Schlachterei durch die Behörden in Sachsen-Anhalt.

Der der McDonald's-Sprecher sagte, der Abnahmestopp sei befristet. "Wir wollen Wiesenhof Zeit geben, die Vorfälle gründlich aufzuklären", sagte er. Der Geflügelschlachthof Möckern bei Magdeburg (Sachsen-Anhalt) war am Montag vorübergehend stillgelegt worden.

Am Dienstagabend durfte Wiesenhof den Betrieb dort wieder aufnehmen. Nach Vor-Ort-Kontrollen mehrerer Veterinäre sei der Geschäftsführung eine entsprechende Verfügung übermittelt worden, teilte der Landkreis Jerichower Land. Was bei dem Betrieb in Möckern genau beanstandet wurde, wurde nicht bekannt. "Es handelt sich um ein nicht öffentliches Verfahren", hieß es zur Begründung.

Bei einer Routinekontrolle bei dem Geflügelproduzenten hatte es am 28. Februar Beanstandungen gegeben. Die Mängel seien bei Umbauarbeiten im Betrieb festgestellt worden. Der Landkreissprecher sagte, er gehe nicht davon aus, dass Geflügel in den Handel gelangt sei, das für den Verbraucher schädlich sein könnte. "Dafür sind die Kontrollen zu dicht, dafür haben wir entsprechend Sorge zu tragen", sagte er.

Mit Material von dpa und dapd

Die verschiedenen Siegel für Bio-Lebensmittel
Die verschiedenen Siegel für Bio-Lebensmittel:
STAATLICHES BIO-SIEGEL: Das wohl bekannteste Bio-Siegel in Deutschland ist das grüne Sechseck mit der Aufschrift "Bio nach EG-Öko-Verordnung". Diese Verordnung ist die Basis, die eingehalten werden muss, um ein Produkt überhaupt mit "bio" kennzeichnen zu dürfen. Mit dem Logo versehene Lebensmittel dürfen etwa nicht gentechnisch verändert sein, mindestens 95 Prozent der Zutaten müssen aus Öko-Landbau stammen. Antibiotika oder andere künstliche Stoffe im Tierfutter sind verboten. Auch müssen die Tiere artgerecht gehalten werden.
EU-BIOBLATT: Das neue Kennzeichen wird ab dem 1. Juli für alle verpackten Ökoprodukte aus EU-Staaten Pflicht, die Standards sind grundsätzlich die gleichen wie beim deutschen Bio-Siegel. Das neue Kennzeichen zeigt auf hellgrünem Hintergrund die zwölf Europasterne, die ein leicht geschwungenes Blatt bilden. Das Logo ersetzt das bisherige EU-Siegel mit einer Ähre im Sternenkranz auf blauem Grund, das in Deutschland nur wenig genutzt wurde. Das deutsche sechseckige Siegel bleibt bestehen.
BIOLAND: Das Bioland-Siegel ist die Kennzeichnung des gleichnamigen Anbauverbandes, der sich für organisch-biologisches Wirtschaften einsetzt. Die Vorgaben für die Kennzeichnung sind strenger als für das deutsche und das europäische Logo. Das ovale Siegel mit dem grünen Schriftzug "Bioland. Ökologischer Landbau" bekommen nur Produkte von Betrieben mit vollständig biologischer Bewirtschaftung. Zudem sind die Vorschriften für Düngung sowie Tierhaltung und -aufzucht strenger. Die Produktinhaltsstoffe müssen vollkommen aus ökologischer Herkunft sein.
DEMETER: Auch der Demeter-Verband schreibt strengere Regeln als die EG-Öko-Verordnung vor. Wer seine Produkte mit dem weißen "Demeter"-Schriftzug auf orangenem Hintergrund kennzeichnen will, muss biologisch-dynamisch wirtschaften: Der gesamte Bauernhof muss der Biowirtschaft dienen, Tierhaltung ist Pflicht. Tierfutter muss zu 100 Prozent biologisch sein und zur Hälfte vom eigenen Hof stammen. Nur absolut notwendige Zusatzstoffe sind erlaubt. Die Demeter-Bauern verfolgen eine spirituelle Form der Landwirtschaft nach Ideen von Rudolf Steiner, dem Erfinder der Anthroposophie.
NATURLAND: Ähnlich wie bei Neuland und Demeter setzt auch Naturland für seine Mitglieder sehr strenge Kriterien an. Die Neuland-Mitglieder legen neben den strengen Richtlinien für Tierhaltung, Düngung und Pflanzenanbau auch großen Wert auf die Einhaltung von Sozialstandards. Das Kennzeichen besteht aus drei grünen Blättern in einem gleichfarbigen Viereck.
ECOVIN: Auch der Bundesverband ökologischer Weinanbau (ECOVIN) hat ein eigenes Kennzeichen für seine Produkte, das unter dem Schriftzug eine stilisierte Weintraube aus sechs blauen Punkten zeigt. Auch hier gehen die Regeln über die EU-Richtlinien hinaus. Ziele sind etwa eine möglichst geringe Gewässer- und Bodenbelastung sowie die Förderung der Pflanzen- und Tierwelt im Ökosystem Weinberg. Neben kunstdünger- und pestizidfrei angebautem Wein gilt das Siegel auch für Trauben, Traubensaft, Sekt und Weinbrand der ECOVIN-Bauern.
Quelle: AFP
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