Do, 24.01.13, 14.20

Auto-Allianz Opel und Peugeot Citroën planen keinen Stellenabbau

Foto: AFP

Opel-Mutter GM und der französische Partner PSA wollen die ersten Automodelle ihrer Zusammenarbeit 2016 auf den Markt bringen.

Brüssel. Die geplante Allianz der kriselnden Autobauer Opel und Peugeot-Citroën (PSA) soll keinen zusätzlichen Abbau von Arbeitsplätzen nach sich ziehen.

planen bei ihrer Allianz keinen zusätzlichen Jobabbau. "Ich sehe keine negativen Auswirkungen auf die Stellen in Frankreich und in Deutschland", sagte PSA-Chef Philippe Varin am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Brüssel.

Auch Steve Girsky, Vize-Chef von General Motors (GM) und Opel-Aufsichtsratschef, zerstreute die Sorgen von Arbeitnehmervertretern. An die Mitarbeiter des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim gerichtet sagte Girsky: "Ich würde sagen, sie sollten keine Angst haben." Gerüchte um einen möglichen Verkauf von Opel entbehrten zudem jeder Grundlage: "Das ist alles nicht wahr. Opel steht nicht zum Verkauf und PSA möchte auch nicht kaufen."

Opel-Mutter GM nennt weitere Einzelheiten

So soll ein Nachfolger des zur Zeit noch in Bochum produzierten Familienvans Zafira auf einer Plattform von PSA gebaut werden. In der Corsa-Klasse sollen ebenfalls die Franzosen künftig die Grundlagen stellen. Mit den neuen Fahrzeugen sollen aber auch Fahrzeuge wie der Meriva und Citroen C3, 3008 und 2008 ersetzt werden.

Die ersten Autos der Allianz sollen 2016 auf den Markt kommen, bekräftigten sie. Zu Produktionsorten oder Höhe der Investitionen in die Modelle machten sie keine Angaben.

Bereits im Februar 2012 hatten GM und PSA eine breite Zusammenarbeit bekanntgegeben. GM beteiligte sich außerdem an den Franzosen. Im Dezember hatten die Partner weitere Verträge zur Zusammenarbeit im Einkauf, der Versorgung und Produktentwicklung abgeschlossen.

Beide Autobauer leiden darunter, dass wegen der Schuldenkrise vor allem in Südeuropa kaum Neuwagen gekauft werden. Beide schreiben rote Zahlen. Eine Allianz sollte Abhilfe schaffen. Diese fällt aber deutlich kleiner als ursprünglich gedacht aus. Die Entwicklung eines gemeinsamen vierten, größeren Modells wurde aufgegeben. Sie einigten sich zudem auf ein Gemeinschaftsunternehmen zum Einkauf von Material und Teilen.

GM erhöht Druck auf Opelaner Autohersteller

Zuletzt hatte GM den Druck auf die Tochter Opel deutlich erhöht. Sollte bis Februar keine Einigung mit dem Betriebsrat und der IG Metall über ein neues Sparpaket erzielt sein, fühlt sich das Management nicht mehr an frühere Angebote gebunden und würde die Fahrzeug-Produktion in Bochum dann bereits zum 1. Januar 2015 einstellen, stellte Girsky klar.