20.11.12

Hamburg Hansestadt Hamburg führt den Mindestlohn ein

Senator Detlef Scheele

Foto: HA/A.Laible

In Hamburg erhalten Mitarbeiter städtischer Firmen künftig mindestens 8,50 Euro pro Stunde. Bundesweite Regelung bislang gescheitert.

Hamburg. Als zweites Bundesland nach Bremen hat die Hansestadt Hamburg die Einführung eines Landesmindestlohn beschlossen. So müssen Mitarbeiter städtischer Unternehmen künftig mindestens 8,50 Euro pro Stunde erhalten.

Das hat der Senats beschlossen, sagte Detlef Scheele (SPD), Sozialsenator der Hansestadt, am Dienstag. Diese Auflage gilt auch für Firmen, die sich um Zuwendungen oder in Vergabeverfahren bewerben. Solange die schwarz-gelbe Koalition in Berlin nicht handle, gehe Hamburg mit gutem Beispiel voran, sagte Scheele.

Unterstützung erhält der SPD-geführte Senat vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) in Hamburg: "Der Landesmindestlohn für den öffentlichen Bereich ist ein politischer Meilenstein und ein konkreter Beitrag, um Lohndumping in Hamburg zu bekämpfen", sagte Landesvorsitzender Uwe Grund.

In Bremen gilt seit 1. September ein Landesgesetz zum Mindestlohn. Die Einführung einer bundesweit einheitlichen Regelung ist bislang gescheitert.