05.12.12

Peinliche Panne

Falsche Queen erschleicht sich Informationen über Kate

Australischer Radiosender legt die Klinik der schwangeren Herzogin mit einem Scherzanruf herein. Entschuldigung folgte schnell.

Foto: AFP
Eine Fälschung von Queen Elizabeth II (r.) hat in der Klinik von Herzogin Kate angerufen
Eine Fälschung von Queen Elizabeth II (r.) hat in der Klinik von Herzogin Kate angerufen

London. Peinliche Panne in Herzogin Kates Krankenhaus: Eine Queen-Imitatorin hat vom Personal der Klinik Informationen über den Gesundheitszustand der schwangeren Frau von Prinz William erhalten. Die Londoner Klinik King Edward VII. räumte am Mittwoch ein, sie sei auf einen Scherz eines australischen Radiosenders hereingefallen. Ihren Trickanruf fanden die Australier dann doch etwas forsch: Sie entschuldigten sich am Mittwoch. Das Krankenhaus kündigte eine interne Untersuchung an.

Die Anruferin habe bei dem Telefonat am frühen Dienstagmorgen die Stimme von Queen Elizabeth II. nachgemacht und sich nach Kates Befinden erkundigt, teilte das Krankenhaus, in dem die Herzogin wegen akuter morgendlicher Übelkeit behandelt wird, mit. Der Klinik zufolge wurde der Anruf an eine Station umgeleitet und dort von einer Schwester entgegengenommen. "Im Moment schläft sie, und sie hatte eine Nacht ohne besondere Vorkommnisse. Sie hat Flüssigkeit bekommen. Derzeit ist sie stabil", sagte die Krankenschwester, deren Auskunft vom Krankenhaus mitgeschnitten wurde. Der vermeintlichen Queen und einem falschen Prinz Charles sagte die Schwester, sie könnten Kate ab neun Uhr vormittags besuchen. "Wir werden sie frisch machen."

Herzogin Kate ist seit Montag wegen einer besonders schweren Form von Morgenübelkeit in Behandlung. Am selben Tag verkündete das Königshaus, dass die Frau von Prinz William schwanger sei, die zwölfte Schwangerschaftswoche allerdings noch nicht erreicht habe. Der 30-Jährigen geht es nach Angaben des Palastes besser. Sie musste auch ihren dritten Tag im Krankenhaus nicht alleine verbringen. Prinz William besuchte sie erneut.

Der Zweite der Thronfolge sorgte für ein Aufatmen der Nation: Auf dem Titel von fast jeder britischen Zeitung war am Mittwoch das Gesicht Williams zu sehen, wie er nach einem Besuch bei Kate am Dienstagabend lächelnd aus dem Krankenhaus kommt. Vorher hatte es erstmals geheißen, dass es der Herzogin bessergehe.

Aus Mangel an verlässlichen Informationen wird zurzeit jede Gesichtsbewegung – wie eben das Lächeln Williams – als Zeichen gewertet. Vor der Klinik herrscht medialer Belagerungszustand. Ein US-Fernsehsender ist mit elf Mitarbeitern im Rund-um-die-Uhr-Einsatz, wie der "Guardian" über die "Royal Baby Mania" berichtet. Auch TV-Teams aus Australien, Mexiko, Japan, China und den meisten europäischen Staaten machen Live-Schaltungen.

Britische Medien gingen der Frage nach, wie Kate und William in Zukunft ihr Familienleben organisieren könnten. William arbeitet momentan als Hubschrauber-Rettungspilot in Wales. Im kommenden Sommer läuft seine Zeit dort aus. Dann könnte er entweder weitere militärische Pflichten annehmen oder sich ganz auf seine Rollen als Zweiter der Thronfolge und Familienvater konzentrieren.

William und Kate wohnen – wenn sie in London sind – in einem Gartenhaus des Kensington Palastes. Im Sommer sollen sie in ein dann fertig renoviertes Appartement des Anwesens ziehen.

Die Regierung will sich dafür starkmachen, schnell die Formalien umzusetzen, die nötig sind, um die britische Thronfolgeregelung zu ändern. Ein erstgeborenes Kind von William und Kate würde in jedem Fall den dritten Platz in der Thronfolge bekommen – egal, ob es ein Junge oder Mädchen wird. Die Änderung, zu der in den Ländern, in denen Queen Elizabeth II. Staatsoberhaupt ist, Gesetzesänderungen nötig sind, ist im Prinzip beschlossen. Es müssen aber noch formale Schritte umgesetzt werden.

Unterdessen mehren sich Vermutungen, dass Kate Zwillinge erwarten könnte. Diese Spekulation war aufgekommen, weil werdende Mütter von Mehrlingen häufiger an der schweren Übelkeit leiden. Bei mehreren Buchmachern stiegen die Wetten auf Zwillinge rapide an. Bei den Tipps für einen Namen setzte sich Elizabeth für ein Mädchen an die Spitze.

dapd/dpa
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