Abschied

Oprah Winfrey: Tränen und Emotionen in der letzten Show

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Keine Hollywood-Stars und keine Politiker: In der letzten Folge ihrer TV-Show war Oprah Winfrey ganz allein und verdrückte ein paar Tränen.

Chicago/New York. Kein Feuerwerk der Stars, keine Megagewinne und kein Tamtam: Ganz allein hat sich Oprah Winfrey nach 25 Jahren von der erfolgreichsten Talkshow der Fernsehgeschichte verabschiedet. Die Aufzeichnung der letzten Folge, die am Mittwochnachmittag (Ortszeit) in den USA ausgestrahlt werden sollte, bestritt die 57-Jährige nach Angaben der "Chicago Sun-Times" ganz allein, ohne die erwarteten Gäste aus Hollywood oder aus der Spitzenpolitik. Sie habe bei der Aufzeichnung am Dienstag in Chicago Tränen in den Augen gehabt, schreibt das Blatt.

Winfrey hatte 25 Jahre jeden Nachmittag um vier ihre Talkshow, in der sie Schicksale vorstellte, Lebenshilfe gab, Bücher empfahl oder auf neue Produkte hinwies. Zudem konnten die Gäste im Publikum immer etwas gewinnen, einmal bekam ausnahmslos jeder ein neues Auto. Die frühere Sozialhilfeempfängerin wurde mit der Sendung zur Milliardärin und einflussreichsten Medienfrau der USA. Im November 2009 hatte sie den Abschied von der Show verkündet. Allerdings gibt es nach wie vor genügend "The O" im Fernsehen: Seit Januar hat sie ihren eigenen Kanal.

Um die letzte Show war seit Monaten gerätselt worden. Insbesondere die Frage, wer der letzte Gast sein könne, bewegte die Gemüter. Letztlich war sie allein. Anfang Mai hatten sich aber schon US-Präsident Barack Obama und First Lady Michelle verabschiedet. Und vor einer Woche war eine große Gala aufgezeichnet worden, die Anfang dieser Woche als dritt- und vorletzte Sendung liefen. Mit dabei waren Aretha Franklin, Stevie Wonder, Beyoncé, Madonna, Tom Cruise und andere. Am Mittwoch waren da aber nur Oprah, Ausschnitte aus den bewegendsten Momente der vergangenen 25 Jahre, ein Abschiedsmonolog - und viele Tränen.