Sieben Trainer und fünf Teammanager von NFL-Mannschaften sind an dem gefürchteten schwarzen Montag gefeuert worden.

New York. Der gefürchtete schwarze Montag ist in der nordamerikanischen American-Football-Liga NFL diese Saison besonders düster ausgefallen. Gleich sieben von 32 Coaches verloren am ersten Tag nach Ende der regulären Spielzeit ihren Job. Als prominentestes Opfer der Entlassungswelle musste Andy Reid bei den Philadelphia Eagles nach 14 Jahren seine Tätigkeit beenden. Wie schon im Vorjahr hatte das Team aus Pennsylvania die dieses Wochenende beginnenden Playoffs verpasst und mit nur vier Siegen aus 16 Spielen schwer enttäuscht.

Unerwartet feuerten hingegen die Chicago Bears ihren tonangebenden Mann an der Seitenlinie. Trotz einer respektablen Bilanz von 10:6 schrammte der neunmalige Champion knapp an der Qualifikation für die K.o.-Runde vorbei, so dass die Trennung von Lovie Smith folgte.

Zudem werden auch die Kansas City Chiefs (Romeo Crennel entlassen), San Diego Chargers (Norv Turner), Buffalo Bills (Chan Gailey), Cleveland Browns (Pat Shurmur) und Arizona Cardinals (Ken Whisenhunt) mit einem neuen Trainer in die kommende Saison gehen. Unter anderem bei den Detroit Lions oder Carolina Panthers sind noch Personalrochaden möglich. Cleveland, San Diego und Arizona feuerten ebenfalls gleich ihre Teammanager – wie auch die Jacksonville Jaguars und New York Jets.

Bei dem Club aus New Jersey bekommt allerdings der umstrittene Trainer Rex Ryan eine neue, voraussichtliche letzte Chance. „Ich glaube, dass er die Leidenschaft, das Talent und den Drive hat, unser Team erfolgreich zu führen“, sagte Jets-Besitzer Woody Johnson. Die Diskussion wird sich in New York damit in den kommenden Monaten auf die Zukunft der Quarterbacks Mark Sanchez und Tim Tebow konzentrieren.

Ebenso wie die Jets verpasste auch Stadtrivale und Titelverteidiger Giants die Playoffs. Der Meister des Vorjahres gewann sein Heimspiel gegen Philadelphia am Sonntag zwar klar mit 42:7, das Team des am Knie verletzten deutschen Profis Markus Kuhn erhielt zum Vorrundenabschluss aber nicht die erforderliche Schützenhilfe. Damit konnte ein amtierender NFL-Champion bereits im siebten Jahr in Serie kein Playoff-Spiel für sich entscheiden.

In der National Football Conference sicherten sich die Washington Redskins mit einem 28:18-Erfolg über die Dallas Cowboys und die Minnesota Vikings dank des 37:34 über die Green Bay Packers die letzten Tickets. Green Bay und Minnesota stehen sich am Samstag am Wildcard-Wochenende bereits wieder gegenüber, die weitere Spiele bestreiten die Houston Texans gegen die Cincinnati Bengals, die Baltimore Ravens gegen die Indianapolis Colts und Washington gegen die Seattle Seahawks. Die Denver Broncos, San Francisco 49ers, Atlanta Falcons und die New England Patriots mit dem Deutschen Sebastian Vollmer greifen erst in den Divisional Playoffs ein.