Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister ist nach dem Rücktritt des Spitzenkandidaten Christian von Boetticher neuer Hoffnungsträger der CDU.

Kiel. Der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU) hat seine Nominierung als Spitzenkandidat der Landes-CDU mit Erleichterung aufgenommen. Die Partei habe ihm sehr breit das Vertrauen ausgesprochen, sagte de Jager dem Sender NDR Info am Mittwoch. Dies sei eine gute Grundlage dafür, dass die CDU in Schleswig-Holstein wieder Boden unter die Füße bekomme.

Der neue Hoffnungsträger de Jager hatte am Dienstag ein klares Votum erhalten. Die Landesspitze der Christdemokraten sowie die Kreisvorsitzenden sprachen sich am späten Abend einstimmig für de Jager als neuen Parteichef und Spitzenkandidaten für die Landtagswahl aus. Die Wahl ist für den 6. Mai 2012 vorgesehen. "Ich trete an, um diese Wahl zu gewinnen", sagte der 46-Jährige nach einer zweieinhalbstündigen Sondersitzung des Landesvorstands am Abend in Kiel. Es fühle sich gut an, so breit von der Partei getragen zu werden.

Ein Sonderparteitag soll de Jager am 24. September zum Parteichef wählen. Zuvor soll er sich auf vier Regionalkonferenzen der Basis stellen. Die Kandidatenliste für die Landtagswahl soll auf einem Parteitag am 4. November beschlossen werden. Am Sonntag war der bisherige Parteichef und Spitzenkandidat Christian von Boetticher wegen seiner früheren Liebesbeziehung zu einer 16-Jährigen zurückgetreten, am Montag verzichtete er auch auf den Fraktionsvorsitz im Landtag.

Bereits morgen soll ein neuer Fraktionschef gewählt werden. Fraktionsvize Hans-Jörn Arp hat seine Bereitschaft zur Kandidatur signalisiert. Doch ist auch Finanzminister Rainer Wiegard als Kandidat im Gespräch. (dapd/abendblatt.de)