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Deutschland

Energiepolitik

Atombranche fordert unbegrenzte Akw-Laufzeiten

Bislang ist die Laufzeit der Atommeiler auf 32 Jahre begrenzt. Die Forderung des Atomforums liefe auf Laufzeiten von 60 Jahren hinaus.

Eine Merkel-Puppe und zwei Atomlobbyisten sind Bestandteil einer Demonstration, bei der einer der beiden mit einem Vorschlaghammer vor der Niederlassung des Atomforums in Berlin Fotovoltaikelemente zerstört.
Foto: dpa/DPA

Berlin. Die Atombranche fordert unbegrenzte Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke. „Lasst die Anlagen so lange laufen, wie sie sicher sind und ihren Beitrag liefern“, sagte der Präsident des Deutschen Atomforums, Ralf Güldner, der „Süddeutschen Zeitung“. Bislang ist die Laufzeit der Atommeiler rein rechnerisch auf 32 Jahre begrenzt. Güldners Forderung liefe auf Gesamtlaufzeiten von rund 60 Jahren hinaus, wie sie etwa in den Niederlanden oder den USA zulässig sind.

„Ich frage mich, was sich dieses Land noch alles leisten will“, sagte Güldner weiter. Das Abschalten wirtschaftlicher Kraftwerke gefährde die Versorgungssicherheit. Noch im Herbst müsse der Beschluss über verlängerte Laufzeiten fallen, forderte er. „Das ist für einige Anlagen die letzte Chance.“ Das Atomforum ist die wichtigste Lobbyorganisation der Branche, es wird maßgeblich von den vier Akw-Betreiberkonzernen Eon, RWE, Vattenfall Europe und EnBW getragen.

Die schwarz-gelbe Bundesregierung will die Laufzeiten über die von Rot-Grün 2002 im Atomausstieg vereinbarten Fristen hinaus verlängern. Um wieviel, ist in der Koalition noch ungeklärt. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) macht sich für eine moderate Verlängerung stark. Andere Unionspolitiker fordern dagegen, die Atomkraftwerke mindestens 15 Jahre länger in Betrieb zu lassen. Zu ihnen gehört auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU).

(AFP/abendblatt.de)

 

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