02.12.12

Mindestens 13 Tote

Taliban-Angriff auf US-Stützpunkt in Afghanistan

Zunächst seien Raketen auf die Basis in der Stadt Dschalalabad abgefeuert worden, dann hätten Selbstmordattentäter zwei Bomben gezündet.

Foto: dapd
Afghanistan
Ein Afghane schaut auf die Verwüstung einer Autobombe

Dschalalabad. Bei einem Taliban-Angriff auf einen US-Stützpunkt in Afghanistan sind am Sonntag mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Ein Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums sagte, zunächst seien Raketen auf die Basis in der ostafghanischen Stadt Dschalalabad abgefeuert worden, dann hätten Selbstmordattentäter zwei Bomben gezündet. Nach Polizeiangaben wurden nahe des Eingangs des Militärflugplatzes zwölf Leichen geborgen, die Uniformen der afghanischen Sicherheitskräfte trugen. Es war allerdings zunächst unklar, ob es sich dabei um solche handelte oder um verkleidete Aufständische. Nach Auskunft eines Sprechers der Nato-Truppen in Afghanistan (Isaf) wurden ferner ein Mitglied der heimischen Sicherheitskräfte getötet und mehrere Nato-Soldaten verletzt. Ein Taliban-Sprecher bestätigte die Anschläge.

Bei einem Autobomben-Attentat auf denselben Standpunkt, der fast nur von Nato und US-Militär genutzt wird, waren im Februar neun Menschen getötet worden.

Die Nato will ihren Kampfeinsatz in Afghanistan bis Ende 2014 beenden und bis dahin die Sicherheitsverantwortung komplett an die Afghanen übergeben.

Zehn Fakten über Afghanistan
Afghanistan grenzt an den Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan, die Volksrepublik China und Pakistan und hat eine Fläche von rund 652.000 Quadratkilometern.
Rund 30 Millionen Menschen leben in Afghanistan (Schätzung 2011), davon 42 Prozent Paschtunen, 27 Prozent Tadschiken, neun Prozent Usbeken, neun Prozent Hazara sowie zahlreiche kleinere ethnische Gruppen.
Offizielle Landessprachen sind Dari und Paschtu. Daneben werden zahlreiche Turksprachen, insbesondere Usbekisch und Turkmenisch, sowie weitere Sprachen gesprochen. Viele Bürger sind zweisprachig.
Die Hauptstadt ist Kabul. Rund 4,5 Millionen Menschen leben dort (Schätzung 2011).
Afghanistan ist seit dem 8. August 1919 unabhängig.
Die Regierungsform ist ein Präsidialsystem.
Staatsoberhaupt und Regierungschef ist Hamid Karsai. Der Präsident und zwei Vizepräsidenten werden auf fünf Jahre vom Volk direkt gewählt, eine Wiederwahl ist nur für eine weitere Amtszeit möglich.
Im Haushaltsjahr 2011/2012 betrug das Bruttoinlandsprodukt rund 18,2 Milliarden Dollar, pro Kopf waren dies etwa 585 Dollar.
Das Wirtschaftswachstum im Jahr 2011 wird auf 5,7 Prozent prognostiziert.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA wurde das Taliban-Regime von einer US-geführten internationalen Koalition gestürzt. Der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr startete Anfang 2002. Ende 2014 sollen die letzten Kampftruppen aus Afghanistan abgezogen werden.
(rtr)
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