22.11.12

EU-Umfrage

Altersdiskriminerung bei Jobsuche größtes Problem

Laut Untersuchung der EU-Kommission sind 54 Prozent der EU-Bürger der Meinung, dass Bewerber über 55 Jahre deutliche Nachteile haben.

Foto: pa/dpa Themendie/dpa Themendienst
Bewerbungsgespräch
Eine junge Frau bewirbt sich am in einem Büro in Berlin mit ihren Bewerbungsunterlagen beim Personalchef. Probleme sehen Europäer, wenn die Bewerber älter als 55 Jahre sind

Brüssel. Die Mehrheit der EU-Bürger sieht Altersdiskriminierung bei der Suche nach einem Arbeitsplatz als das größte Problem an. Laut einer am Donnerstag in Brüssel veröffentlichten Eurobarometer-Untersuchung der EU-Kommission sind durchschnittlich 54 Prozent der EU-Bürger der Meinung, dass ein Bewerber über 55 Jahre bei der Suche nach einem Arbeitsplatz deutliche Nachteile habe. 40 Prozent sehen Behinderung als Nachteil an, 39 Prozent Hautfarbe sowie ethnische Herkunft.

67 Prozent der Europäer glauben, dass die Wirtschaftskrise zu stärkerer Diskriminierung von Arbeitnehmern über 55 Jahren führen werde. 53 Prozent sehen aus diesem Grund auch einen Anstieg der Behindertendiskriminierung; 52 Prozent sind der Überzeugung, die Diskriminierung aus ethnischen Gründen nehme zu.

Die deutschen Bürger haben laut Umfrage deutlich pessimistischere Ansichten zur Chancengleichheit im eigenen Land als der EU-Durchschnitt. Demnach glauben 65 Prozent der deutschen Befragten, dass ältere Bewerber die schlechtesten Chancen auf dem Arbeitsmarkt hätten. 43 Prozent sind der Ansicht, dass eine Behinderung nachteilig sei und 45 Prozent, dass die Hautfarbe oder ethnische Herkunft zu Diskriminierung führe. 42 Prozent meinen, dass auch das Tragen religiöser Symbole sich negativ auswirken könne; EU-weit sind 23 Prozent der Befragten dieser Ansicht. Ebenso glauben mehr Deutsche (45 Prozent) als andere EU-Bürger (37 Prozent), dass die körperliche Erscheinung des Bewerbers wie etwa das Gewicht negativen Einfluss haben könnte.

Die persönliche Erfahrung von Diskriminierung ist laut Untersuchung im Vergleich zur letzten entsprechenden Eurobarometer-Studie von 2009 in etwa gleich geblieben. Demnach haben 17 Prozent der Befragten bereits diskriminierende Erfahrungen aufgrund von Alter, Herkunft, Geschlecht oder aus anderen Gründen gemacht (2009: 16 Prozent).

Allgemein scheint die Akzeptanz der Vielfalt in den EU-Staaten laut Umfrage zugenommen zu haben. Demnach haben 67 Prozent der Befragten Freunde, die einer anderen Religion angehören (2009: 64 Prozent) oder einen anderen ethnischen Hintergrund besitzen (2009: 57 Prozent). Auch geben die meisten EU-Bürger an, sich "vollkommen wohl" zu fühlen, wenn jemand aus einer Minderheitengruppe das eigene Land regieren würde.

Für die Eurobarometer-Untersuchung wurden im Juni rund 26.700 Europäer befragt.

So schützen Sie sich im Internet
Ob nun in einem Profil oder Formular, wichtig sind dabei zwei Entscheidungen: Welche Daten gebe ich an und wer darf diese Daten lesen? Wer soziale Netzwerke zur Jobsuche nutzt, sollte einen kleinen Einblick in seine persönlichen Interessen geben. Kritisch können aber schon Fotos aus dem Privatleben sein.
Der beste Datenschutz ist, Daten gar nicht erst zu veröffentlichen. Doch auch wer nur wenige Daten preisgibt, sollte sich genau überlegen, wer diese sehen darf. In sozialen Netzwerken ist es meist möglich, genau zu bestimmen, wer welche Daten lesen darf. Das nachträgliche Löschen von Daten nützt nichts - irgendwo finden sich immer noch Spuren der alten Informationen und Fotos, die über Suchmaschinen gefunden werden können.
Arbeitgeber nutzen das Internet häufig auf der Suche nach Informationen über Bewerber.
Die leichtsinnige Preisgabe persönlicher Daten kann aber auch finanzielle Folgen haben.
Um von einem Anbieter Informationen per E-Mail zu erhalten, ist nur die Angabe der E-Mail-Adresse nötig. Gewinnspiel-Anbieter sammeln teils mehr Daten, als sie benötigen, um diese dann für Werbung weiterzuverkaufen.
Seriöse Anbieter geben sich klar zu erkennen. Sie haben ein Impressum mit Anschrift, klare Geschäftsbedingungen und einen preiswerten Telefonservice. Sensible Daten werden über eine sichere Internetverbindung übertragen (https:// in der Adresszeile und ein kleines Schloss-Symbol).
Eltern sollten die Online-Aktivitäten ihrer Kinder begleiten. Sie sollten mit ihren Kindern unbedingt über Erlebnisse im Internet sprechen. Das hilft den Kindern, den Wahrheitsgehalt von Informationen einzuschätzen.
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