08.11.12

"Die Unschuld der Muslime"

Mohammed-Video: Mutmaßlicher Produzent muss ein Jahr in Haft

Mark Basseley Youssef, Produzent des umstrittenen Mohammed-Schmähfilms, soll gegen Bewährungsauflagen verstoßen haben.

Foto: dapd
Mark Basseley Youssef bekannte sich Medienberichten zufolge in vier Punkten schuldig
Mark Basseley Youssef bekannte sich Medienberichten zufolge in vier Punkten schuldig

Los Angeles. Der mutmaßliche Drahtzieher hinter dem islamfeindlichen Mohammed-Video ist nach Medienangaben wegen Verletzung von Bewährungsauflagen von einem US-Gericht zu einem Jahr Haft verurteilt worden. Wie die "Los Angeles Times" am Mittwoch online berichtet, bekannte sich Mark Basseley Youssef, der zeitweise auch den Namen Nakoula benutzte, in vier Punkten schuldig. Im Gegenzug ließ die Anklage vier Anschuldigungen fallen.

Der 55 Jahre alte Mann war Ende September verhaftet worden. Ihm wurden acht Verstöße gegen seine Bewährungsauflagen aus einer Verurteilung wegen Bankbetrugs im Jahr 2010 vorgeworfen. Mitte Oktober hatte er die Vorwürfe zunächst abgestritten. Der US-Bürger ägyptischer Abstammung saß seither in Untersuchungshaft.

Youssef war in den 90er Jahren wegen eines Drogendelikts und 2010 wegen Bankbetrugs verurteilt worden. Die Auflagen, die er verletzt hatte, stammen aus dem zweiten Fall. Dazu gehörte, nur mit seinem echten Namen in Erscheinung zu treten und Bankkonten nur mit Kenntnis seines Bewährungshelfers zu unterhalten. Grund für die Beschränkungen war, dass er ungedeckte Schecks unter 14 verschiedenen Namen in Umlauf gebracht haben soll. Die Staatsanwaltschaft hatte Youssef zudem Internet-Surfing vorgeworfen. Er hätte nur mit ausdrücklicher Zustimmung seines Bewährungshelfers einen Computer und das Internet nutzen dürfen.

Der Amateur-Film "Unschuld der Muslime", der den Propheten Mohammed als Frauenheld, Homosexuellen und Päderasten verunglimpft, wurde im Sommer 2011 in der Nähe von Los Angeles gedreht. Im Internet platzierte Ausschnitte des Films lösten in diesem Sommer massive Proteste in der islamischen Welt aus. Dabei gab es mehrere Tote.

dpa
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