ARD-Serie

Lindenstraßen-Fans vermissen Nachruf auf Philipp Brammer

Foto: dpa

Zwei Jahre lang war Brammer alias Lehrer Günzel ein prägendes Gesicht der "Lindenstraße". Nach dem Tod des Schauspielers in den Berchtesgadener Alpen hofften am Sonntag viele Zuschauer vergebens auf einen Nachruf.

Berchtesgaden. Die Nachricht bestürzte nicht nur zahlreiche "Lindenstraßen"-Fans: Philipp Brammer ist tot. Am Freitag wurde nach tagelanger Suche die Leiche des ehemaligen Darstellers der ARD-Serie gefunden. Der 44-Jährige war am Montag alleine zu einer Bergtour in den Berchtesgadener Alpen aufgebrochen. Brammer war offenbar aus rund 70 Metern Höhe in die Tiefe gestürzt.

Der Schock über den Tod des Schauspielers und Synchronsprechers ("Nils Holgersson") war groß, im Internet brachten etliche TV-Zuschauer, aber auch ehemalige Kollegen ihre Trauer zum Ausdruck. "Ich habe jetzt noch keine Worte um meine Trauer aus zu drücken.. du warst so ein toller Kerl!!", schrieb Rebecca Siemoneit-Barum, die bis 2006 zwei Jahre lang als Iffi Zenker an Brammers Seite agierte.

Doch worauf viele Weggefährten und "Lindenstraßen"-Fans hofften, blieb aus: Als am Sonntag die 1492. Folge des Dauerbrenners über die Mattscheibe lief (2,44 Millionen Zuschauer/12,1 Prozent Marktanteil), fehlte ein Nachruf auf das verstorbene frühere Ensemble-Mitglied. "Schade, Lindenstraße, dass ihr nicht mal eine Einblendung 'wir trauern um Philipp Brammer' machen konntet", merkte eine Zuschauerin bei Facebook an. Eine Meinung, der sich viele User anschlossen.

Ganz vergessen ist Brammer, der in der "Lindenstraße" den Grundschullehrer Jan Günzel verkörperte, bei den Machern allerdings nicht. Auf der Facebook-Seite der Serie wurde des 44-Jährigen bereits kurz nach der Todesnachricht mit einem eigenen Beitrag gedacht.

© Hamburger Abendblatt 2017 – Alle Rechte vorbehalten.