Tarifstreit Ein Streik ausgesetzt, ein anderer kommt am Freitag

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Nachdem die Arbeitgeber ein neues Angebot angekündigt haben, ist das Flugsicherheitspersonal am Hamburg Airport vorerst weiter im Einsatz. Doch im Öffentlichen Dienst gibt es erneut Aktionen.

Nach vier belastenden Streik-Runden für den Hamburger Flughafen hat die Gewerkschaft Ver.di weiter zu Burgfrieden aufgerufen: Bis 11. März wird auf jeden Fall nicht gestreikt, hieß es in einer Mitteilung. Grund sei, dass im Spitzengespräch zwischen dem Sicherheitsverband BDSW und dem ver.di - Fachbereich Besondere Dienstleistungen in Berlin sich die Tarifparteien aufeinander zubewegt hätten.

"Die Arbeitgeber haben ein neues Angebot angekündigt, das am 11. März 2013 in einer weiteren Verhandlungsrunde auf den Tisch kommen wird. Bis dahin werden die Streiks ausgesetzt", hieß es. Ver.di-Verhandlungsführer Peter Bremme: "Wir stehen zu unserem Wort, während der Zeit der Hamburger Schulferien die Streiks auszusetzen, um keine weiteren Belastungen für die Fluggäste, vor allem für die Urlaubsfamilien, aufkommen zu lassen." Die Ferien dauern allerdings bis 15. März.

Gestreikt wird in Hamburg trotzdem - und zwar sogar schon am 1. März: Ver.di hat die Mitarbeiter des IT-Dienstleisters Dataport zum Arbeitskampf aufgerufen, da "die Tarifverhandlungen für diesen Tag abgesagt wurden. Die Beschäftigten verstehen das als Affront und werden deshalb an den verschiedenen Standorten auf ihre Forderungen aufmerksam machen."

Um 11 Uhr werde nach eine Delegation eine Resolution in der Finanzbehörde überreichen, da Staatsrat Jens Lattmann stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender bei Dataport sei.

Ver.di fordert 6,8 Prozent mehr Geld sowie einen Ausbildungstarifvertrag für die über 100 Nachwuchskräfte des Unternehmens. Ebenso erwartet ver.di, dass es weiterhin bei 30 Urlaubstagen bleibt.