30.01.13

Dulsberg

Gutachter plädiert für Millionensanierung der Kirche

Das von der Kirchengemeinde in Auftrag gegebene Gutachten schlägt den Erhalt der Frohbotschaftskirche vor.

Foto: Bertold Fabricius/Pressebild.de
Frohbotschaftskirche
Im Konflikt um die Zukunft der baufälligen Frohbotschaftskirche in Dulsberg scheint ein Kompromiss gefunden

Hamburg. Im Konflikt um die Zukunft der baufälligen Frohbotschaftskirche in Dulsberg scheint ein Kompromiss gefunden. Das von der Kirchengemeinde bei den Architekten und Stadtplanern WIRSIND in Auftrag gegebene Gutachten schlägt den Erhalt des Kirchenschiffes und -turmes vor. In das von 1935 bis 1937 entstandene Bauwerk könnten zwei dreigeschossige Kuben für eine Kindertagesstätte sowie die Gemeindeverwaltung und –arbeit integriert werden. Der Sakralraum würde in der Apsis auf der Ostseite bleiben. Ein neuer Eingang soll die Kirche künftig zum Straßburger Platz hin öffnen. Kosten des Umbaus: rund 4,57 Millionen Euro, davon 1,14 Millionen für die Grundsanierung der Kirche. Ein Neubau der Einrichtungen wäre um rund zwei Millionen Euro preiswerter. Die Expertise wurde am Mittwochabend in der Aula des Emil-Krause-Gymnasiums vom Bezirksamt Hamburg-Nord vorgestellt. Die Finanzierung des Projekts könnte über Sondermittel der Stadt und des Bundes für denkmalgeschützte Gebäude erfolgen.

Die vorgelegte Machbarkeitsstudie ähnelt den Vorschlägen des Architekten und Stadtplaners Roger Popp. Der hatte für eine Dulsberger Bürgerinitiative, die sich für den Fortbestand der Kirche als Wahrzeichen des Stadtteils einsetzt, entsprechende Pläne entwickelt. Die Kirchengemeinde (4100 Mitglieder) dagegen hatte sich aus finanziellen Gründen für einen Abriss der Kirche und einen kleineren Neubau ausgesprochen.

Nach dem neuen Gutachten müssten jetzt nur das Pastorat und die Kita an der Nordseite der Kirche abgerissen werden. Erster Bewerber für die dann frei werdenden Flächen sind die SOS-Kinderdörfer, die in Dulsberg eine ihrer ersten innerstädtischen Einrichtungen in Deutschland errichten wollen. Pläne dafür liegen vor. Der Raumbedarf von rund 2000 Quadratmetern ließe sich in einem mehrgeschossigen Gebäude realisieren. Die Kita wiederum könnte ihren Spielplatz erweitern, wenn die Kinderbetreuung wie vorgesehen künftig im Kirchenschiff erfolgt. Wann eine Entscheidung über diese Pläne entfällt, ist offen. Die Zeit drängt. Das jetzige Gebäude ist von der Kirche nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben. Die Kirchengemeinde begrüße deshalb die Pläne, sagte Pastorin Maren Wichern.

Sylvia Wowretzko, SPD-Bürgerschaftsabgeordnete für die Barmbeker Distrikte, hält das überarbeitete Umbaukonzept für einen überzeugenden Entwurf: "Hiermit wird ein Weg vorgestellt, der allen Beteiligten entgegenkommen sollte. Ein sinnvolles und für alle Beteiligten zu realisierendes Finanzkonzept vorausgesetzt, spreche ich mich für eine baldige Umsetzung der Pläne aus. Ein innerstädtisches Projekt des SOS-Kinderdorfes auf dem Dulsberg, wird den Stadtteil noch weiter aufwerten. Umso wichtiger erscheint es mir, diesem Partner so zügig wie möglich die Möglichkeit zu geben, den Dulsberg als Standort auszuwählen."

(rg)
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