Verschwundenes Pflegekind Lebenszeichen? Jeremie soll Großeltern angerufen haben

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Der seit acht Tagen vermisste elf Jahre alte Junge aus Billstedt hat angeblich Kontakt zu seinen Großeltern aufgenommen.

Hamburg. Neue Hoffnung im Fall des verschwundenen Elfjährigen? Der seit acht Tagen als vermisst gemeldete Jeremie hat offenbar Kontakt zu seinen Großeltern aufgenommen. "Jeremie hat am Vormittag wieder angerufen, mit ganz trauriger Stimme", sagte Jeremies Großvater Bruno A. am Dienstag zur "Bild"-Zeitung. Jeremie soll seinem Großvater außerdem gesagt haben, wenn er wieder in den Zirkus oder ein Heim müsse, tue er sich etwas an. "Ich mache mir große Sorgen", sagte Bruno A. zu "Bild".

Seit Dienstag ist der Elfjährige aus Billstedt auf der Flucht. Er war bei Pflegeeltern, die einer Zirkusfamilie angehören, in Lübtheen (Mecklenburg-Vorpommern) ausgerissen, kam vermutlich in einem Mercedes-Transporter nach Hamburg. Die Behörden gehen davon aus, dass der Junge nicht allein weggelaufen ist, sondern Helfer hatte.

Bereits einen Tag nach seinem Verschwinden hatte sich Jeremie nach Aussagen seiner Großeltern telefonisch gemeldet. Bei ihnen war der Junge aufgewachsen. Er hätte gesagt, dass es ihm gut gehe, aber dass er mit einem Richter sprechen wolle, damit er zurück kommen könne. Vor zwei Jahren war der stark verhaltensauffällige Billstedter Junge auf Veranlassung des Jugendamts Hamburg-Mitte in eine Pflegefamilie gekommen.