25.11.12

Hamburg

Elbphilharmonie: Absenkung des Saaldachs erfolgreich

Der Baukonzern Hochtief hat die Absenkung des Saaldachs erfolgreich abgeschlossen. Konkret ruht das Dach jetzt auf 14 der 21 Aufleger.

Von Peter Ulrich Meyer
Foto: dpa
Sonnenuntergang hinter Elbphilharmonie
Der Baukonzern Hochtief hat die so genannte Absenkung des Saaldachs erfolgreich abgeschlossen

Hamburg. Das ist noch kein Durchbruch, aber ein wichtiger Zwischenschritt zur Fertigstellung der Hamburger Elbphilharmonie: Der Baukonzern Hochtief hat die so genannte Absenkung des Saaldachs erfolgreich abgeschlossen. Nach übereinstimmenden Angaben des Essener Konzerns und der Hamburger Kulturbehörde ist die Traglast der 2000 Tonnen schweren Dachkonstruktion wie gewünscht umverteilt worden, ohne dass die Stabilität des Baus beeinträchtigt wurde.

"Hochtief hat das Dach final abgesenkt. Es hält sogar besser als erwartet", sagte Karl Olaf Petters, Sprecher der Kulturbehörde. "Die so genannte Absenkung hat stattgefunden", bestätigte Hochtief-Sprecher Bernd Pütter. Der Streit um das Saaldach war einer der wesentlichen Gründe für den mehr als einjährigen Baustillstand des Projekts am Hafenrand.

Während die städtische Realisierungsgesellschaft ReGe stets betont hatte, die Statik des Baus sei gesichert, hatte sich Hochtief zunächst geweigert, das Saaldach wegen zu hoher Risiken "abzusenken". Im Eckpunktepapier zwischen Senat und Baukonzern verpflichtete sich Hochtief dann, die Traglasten der Konstruktion schrittweise zu verändern und mit einem Messsystem mögliche Verformungen am Tragwerk zu protokollieren.

Konkret ruht das Dach jetzt auf 14 der 21 Aufleger. Sieben dieser "Füße" sind lastfrei gestellt. Auf diesem Weg soll eine Lastenumverteilung in der Stahl-Beton-Konstruktion stattfinden: von der kürzeren Nord-Süd-Achse auf die längere Ost-West-Achse, deren Enden mit Wohnungen und dem Hotel aber stabiler sind.

Kulturbehördensprecher Petters sprach von einem "wichtigen Ereignis". Allerdings seien die Verhandlungen mit Hochtief über die Wiederaufnahme der Bautätigkeiten noch nicht abgeschlossen. Auch Hochtief-Sprecher Pütter blieb vorsichtig. "Das ist ein wichtiger Zwischenschritt, der für alle erfreulich ist", sagte Pütter. Wie es weitergehe, sei jedoch offen.

Chronik zur Elbphilharmonie
Chronik zur Elbphilharmonie
August 2007: Nach der Grundsteinlegung im April beginnen die ersten Arbeiten an dem historischen Kaispeicher in der HafenCity
April 2008: Mehrere Kräne sind im Einsatz. Die Eröffnung der Elbphilharmonie ist für Sommer 2010 vorgesehen. Im Juni erklärt Kultursenatorin Karin von Welck jedoch, dass die Eröffnung auf Herbst 2011 verschoben wird
Dezember 2008: Die öffentlich zugängliche Plaza auf dem alten Kaispeicher ist im Rohbau fertiggestellt
Januar 2009: Die Bürgerschaft billigt Mehrkosten in Höhe von 209 Millionen Euro. Die Kosten für den Steuerzahler steigen damit auf 323 Millionen Euro
Mai 2009: Das Bauwerk wächst langsam, aber stetig in die Höhe. Kultursenatorin Karin von Welck verkündet einen neuen Eröffnungstermin: Mai 2012
Januar 2010: Das neue Wahrzeichen vermittelt bei Nacht einen ersten Eindruck seiner zukünftigen Strahlkraft für Hamburg
Mai 2010: Richtfest Einen Monat zuvor hat die Stadt den Baukonzern Hochtief verklagt und unter anderem einen belastbaren Terminplan für die weiteren Arbeiten verlangt
Dezember 2010: Die Glasfassade erstrahlt im Licht der winterlichen Sonne. Äußerlich nimmt das Konzerthaus weiter Form an. Intern nehmen die Auseinandersetzungen zwischen Stadt und Hochtief zu. Die Eröffnung ist auf 2013 verschoben
April 2011: Die Elbphilharmonie wächst - und soll nun am 15. April 2014 übergeben werden
Mai 2011: Drei Kräne sind auf der Baustelle noch im Einsatz. Das geschwungene Saaldach nimmt langsam Kontur an
Oktober 2011: Stillstand auf der Baustelle. Wegen Sicherheitsbedenken hat Hochtief die Arbeiten am Saaldach eingestellt
Juli 2012: Das zweite Ultimatum der Stadt an Hochtief zum Weiterbau endet am 4. Juli
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