Staatsbesuch in Dresden

Königin Beatrix besucht die Frauenkirche

Foto: Getty Images / Getty Images/Getty

Die niederländischen Gäste trugen sich in das Goldene Buch des Freistaates ein. Im Anschluss ging es zur Frauenkirche.

Dresden. Kein Kaiserwetter für die niederländische Königin Beatrix in Dresden: Auch am dritten Besuchstag der Monarchin trübten Regen und Kälte die Visite. Trotzdem gab es ein „Hartelijk Welkom“ für die Gäste aus den Niederlanden. Königin Beatrix war gemeinsam mit Kronprinz Willem-Alexander (43) und seiner Frau Máxima (39) am Donnerstagvormittag auf dem Flughafen in Dresden gelandet und von Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) und seiner Frau Veronika begrüßt worden.

Danach fuhr der Tross in die Staatskanzlei weiter, wo sich die niederländischen Gäste in das Goldene Buch des Freistaates einschrieben - für Königin Beatrix schon der zweite Eintrag: Am 24. April 1991 war sie als erster Staatsgast im wiedergründeten Freistaat Sachsen empfangen worden. 1998 kam sie noch einmal inoffiziell nach Dresden. Die Zahl der Schaulustigen war am Donnerstag zunächst überschaubar. Das unfreundliche Wetter hatte nur hartgesottene Royal-Fans angelockt.

An der Staatskanzlei wurden die 73 Jahre alte Königin und ihre Begleiter zunächst vom Musikkorps der Stadt Schneeberg empfangen. Die Bläser im traditionellen Habit der Bergmänner intonierten alte Schneeberger Bergmusik. Im Foyer der Staatskanzlei, wo ein Tisch mit dem Goldenen Buch Sachsens aufgestellt war, spielte ein Posaunenquartett mit Musikern der Staatskapelle Dresden. Nach dem Eintrag folgte ein kurzes Ständchen der Dresdner Kapellknaben.

Danach zog sich Königin Beatrix mit Tillich zu einen Gespräch im kleineren Kreis zurück. Eine Schülergruppe führte ein Theaterstück auf. Im Anschluss ging es zur Frauenkirche, die beim letzten Besuch der Königin in Dresden noch eine Baustelle war. Nach einem Besuch der Schatzkammer Grünes Gewölbe ist am Nachmittag der „technische“ Teil des Besuches vorgesehen.

Zuerst geht es zum Photovoltaik-Produzenten Solarwatt, danach ins Fraunhofer Institut. Greenpeace-Aktivisten hatten sich unweit der Staatskanzlei mit einem Anti-Atom-Plakat postiert. „Deutschland ist erneuerbar“ lautete die Botschaft. Grüne Technologien stehen im Mittelpunkt des Deutschland-Besuches der Oranjes. Am Freitagvormittag reist die Königliche Familie weiter nach Nordrhein-Westfalen.