Winter-Wetter verhindert Urlaub

Paris: Reisende verbringen Weihnachten am Flughafen

Den Betreibern des Pariser Flughafens fehlte Enteisungsmittel, deshalb mussten Hunderte Passagiere Weihnachten fernab vom Urlaubsort oder Freunden und Familie feiern.

Paris. In Paris mussten Hunderte Passagiere Weihnachten auf dem Flughafen Charles de Gaulle verbringen. Der grund des Ärgernisses, die Flughafen Betreiber hatten nicht mehr genügen Enteisungsmittel gelagert. Deshalb waren rund 400 Flüge am Freitag gestrichen worden. Mittlerweile laufe der Flugbetrieb trotz der anhaltenden Minustemperaturen aber wieder normal.

Zeitweise saßen an dem europäischen Luftverkehrsdrehkreuz in Paris mehr als 2000 Menschen fest. Die Galle in einem Terminal wurde am Heiligabend in einen Schlafsaal umfunktioniert, in einer anderen wurde ein Gottesdienst abgehalten. Mitarbeiter von Airlines verteilten Wasser, Essen und Geschenke für die Kinder.

Es konnte aber für viele Reisende noch Hotelzimmer organisiert werden können. Verbittert und resigniert reagierten die meisten der im Airport Gestrandeten vor Reporter-Mikrofonen. Viele hatten sich aber mit ihrer Lage abgefunden und versuchten, das Beste daraus zu machen. Eine Französin, die mit ihrer Familie eigentlich das Weihnachtsfest im sonnigen Süden verbringen wollte, meinte: "Alles, was uns jetzt noch fehlt, ist ein heißes Bad.".

Der Betreiber des Flughafens in Paris hatte nciht mehr genug des Frostschutzmittels Glykol gelagert, das war der Grund für das Verkehrschaos. Glykol wird für die Enteisung der Flugzeuge gebraucht. Das nötige Glykol wurde aus Deutschland und den USA herangeschafft. Der zweite Pariser Großflughafen, Orly, hatte eine weitgehend ungestörte Flugabfertigung. Dort sind die Airlines nach Rundfunkangaben selbst für die Bevorratung des Glykols zuständig.

Der für den Verkehr zuständige Staatssekretär Thierry Mariani kündigte bei einem Besuch der Passagiere am frühen Sonnabendmorgen Konsequenzen an. Priorität hätten erst einmal die Passagiere, doch im Januar würden dann die Schuldigen für das Chaos ermittelt. (dpa/abendblatt.de)