HSV – wir müssen reden

Rodolfo Cardoso: Dieses Supertalent muss der HSV halten

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Rodolfo Cardoso (M.) im Podcast-Studio mit Abendblatt-Sportchef Alexander Laux (l.) und Chefreporter Kai Schiller.

Rodolfo Cardoso (M.) im Podcast-Studio mit Abendblatt-Sportchef Alexander Laux (l.) und Chefreporter Kai Schiller.

Foto: Roland Magunia/Funke Foto Services

Der HSV-Allrounder spricht im Podcast über Treffen mit Messi und Maradona, eine Quälix-Erfahrung und den Nachwuchs im Club.

Hamburg. Rodolfo Cardosos Terminkalender am Montag war randvoll. 13.30 Uhr: Vorbesprechung vor dem Trainingsauftakt mit der U21 des HSV im Volkspark. 15 Uhr: Die erste Einheit des Jahres. 18 Uhr: Sondertraining als Offensivtrainer bei der U19. Doch für einen Besuch in der Redaktion des Abendblatts hatte der Co-Trainer der U21 am Vormittag dennoch Zeit. Pünktlich um 12 Uhr kam der Argentinier am Großen Burstah vorbei, um erstmals überhaupt in seinem Leben einen Podcast aufzunehmen.

„Mit der U21 wollen wir in der Rückrunde einen Mittelfeldplatz anstreben“, sagt Cardoso, der so ziemlich alles beim HSV schon gemacht hat und seit diesem Sommer als Assistent von Chefcoach Hannes Drews im Einsatz ist. „Jonas Boldt hatte mich gefragt, ob ich mir das vorstellen kann“, sagt Cardoso. „Und mir bringt die Arbeit richtig Spaß.“

Der HSV-Podcast mit Rodolfo Cardoso

Für großen Spaß bei der U21 des HSV sorge auch der bei den Profis aussortierte Kyriakos Papadopoulos. „Papa ist ein Vorbild. Die Jungs mögen ihn – und er geht super mit den Jungs um“, sagt der 51-Jährige, der neben dem erfahrenen Papadopoulos auch ein Sonderlob für Top-Talent Faride Alidou übrig hat: „Faride ist wirklich talentiert. Er wird seine Chance bei den Profis bekommen.“

Cardosos Sohn ist der größte Messi-Fan

Cardoso weiß, wovon er spricht. Der Argentinier hat beim HSV schon alles erlebt. Als Spieler wurde er aussortiert – und war plötzlich der Star. Und auch in seiner zweiten Karriere kennt er beide Seiten. Zweimal war er Interimstrainer bei den Profis, Cheftrainer der U21, Individualtrainer, Scout – und zwischendurch freigestellt. „Für einige mag es schön sein, zu Hause zu sein und Geld zu bekommen. Für mich war das Mist. Ich brauche das Gefühl, gebraucht zu werden“, sagt Cardoso, der im Podcast „HSV – wir müssen reden“ auch gerne über die guten, alten Zeiten philosophierte.

Der Südamerikaner berichtet von Treffen mit Diego Maradona („Mich wundert, dass er noch lebt“) und Lionel Messi („Mein Sohn musste sofort ein Foto machen“) und von einem ungewöhnlichen Ausflug an den Timmendorfer Strand. Er erzählt, wie Frank Pagelsdorf ihn aussortierte und ihm dennoch dankbar sei. Und wie Magath ihn so lange quälte, bis er alleine im Wald zurückblieb. „Ich habe alle Höhen und Tiefen in Hamburg erlebt“, sagt Cardoso. „Aber wenn es nach mir geht, dann möchte ich ein Leben lang beim HSV bleiben.“

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