Karriere Mit Worten Kunden gewinnen

Inhalt:
Manchmal, aber wirklich nur manchmal ist Werbung genial. Dann hören wir einen "Claim" und der will nicht mehr aus dem Kopf. Der Hamburger Armin Reins ist Spezialist für solche Fälle. Er ist Texter-Guru mit Agentur. In regelmäßigen Abständen gibt es Bücher von ihm. Diesmal hat er sich mit zwei schlagfertigen Co-Autorinnen verbündet. Bessere und wirksame Gebrauchstexte sind ihr Thema. Ganz zeitgemäß geht es zum Beispiel darum, wie das Internet das Leseverhalten ändert. Texte schreibt man für Informationssucher oder Erlebnisleser. Kompromisse funktionieren selten, meinen die Autoren. Ein guter Text funktioniert online wie offline. Die in Jahrzehnten gesammelte Erfahrung im Textgeschäft komprimiert das Buch auf einige Regeln und Methoden und demonstriert im Vorher-Nachher-Vergleich deren Wirkung. Armin Reins ist der geistige Vater der "Corporate Language". Analog zum Corporate Design soll die zu entwickelnde Unternehmenssprache die Markenwerte auf die Sprachebene bringen. Konkret wird das an elf Fallstudien gezeigt.


Präsentation:

Wirklich sehr unterhaltsam sind die Interviews mit Leuten, die berufsbedingt zu ihrer ganz eigenen Tonspur gefunden haben. Da finden wir Udo Lindenberg, die Boxtrainerlegende Ulli Wegner oder den Ex-Koberer vom Safari, der erklärt, wie man mit der Kraft der Wortes Kundschaft anlockt. Die Beweisführung von "Text verkauft" gelingt so problemlos. Natürlich muss man an dieser Stelle auch den Verlag erwähnen. Aus dem kleinen Unternehmen in Mainz kommen die handwerklich besten Bücher des Landes.


Praxiswert:

Text- und Agenturprofis werden natürlich dieses Buch kaufen. Denn wenn es um wirksames Deutsch geht, kommt man an Reins, Classen, Czopf nicht vorbei. Doch für Marketingentscheider wäre eine Lektüre fast noch wichtiger, denn Sprache wird im Marketingmix nach wie vor unterschätzt. Der Corporate-Language-Ansatz von Reins ist eines von sehr wenigen in der Praxis erprobten Verfahren, um das sprachliche Erscheinungsbild einer Marke über alle Kanäle und Touchpoints hinweg erfolgreich zu steuern. "Text sells" ist sozusagen auch das Update für dieses 2007 erstmals veröffentlichte Konzept.