Gründerköpfe Ein großes Netzwerk gibt ordentlich Schub beim Gründen

"Ich hatte das Gefühl, es ist an der Zeit", sagt Jan Gemmecke, wenn er an die Gründung seiner Firma im September 2011 denkt. "Bydesjgn" hat er sie genannt. Das "j" im Namen ist so gewollt - schließlich heißt er Jan. Wie es ist, freiberuflich zu arbeiten, kannte der 36-Jährige schon von seinem Vater, ebenfalls ein Designer. "Und ich hatte es selbst auch immer schon vor", sagt er.

Vorbereitet haben ihn zehn Jahre in einer Werbeagentur, wo er sich vom freien Grafikdesigner zum Art Director entwickelt hat. Als Selbstständiger konzentriert er sich auf Dienstleistungen für Fachgeschäfte und lokale Spezialisten. "Ich finde es immer schade, wenn kleinere Fachgeschäfte keinen so professionellen Firmenauftritt haben." Der Start ist Gemmecke geglückt. "Ich habe gut zu tun", sagt er. Viele Kunden seien sogar von selbst auf ihn zugekommen. "Ich habe ein großes Netzwerk, das gab einen gewissen Schub beim Gründen."

An seinen Aufgaben schätzt er die Abwechslung: "Mal eine Internetseite, mal Visitenkarten, eine Broschüre, Werbebanner ...", zählt Jan Gemmecke auf. Wie vielen Kreativen ist ihm der bürokratische Teil des Gründens nicht so leicht gefallen. "Anderen würde ich heute raten, einen Kurs zu besuchen, bevor sie den Businessplan schreiben."

"Als Selbstständiger arbeitet man viel, aber man macht es für sich", sagt Gemmecke. Doch gerade deswegen fällt es ihm in seinem Home-Office oft schwer aufzuhören. "Darum schaffe ich mir jetzt Rituale: Abends den Schreibtisch aufräumen - das ist das Zeichen, dass der Arbeitstag zu Ende ist." www.bydesjgn.de