18.01.13

Betrugsprozess Mutmaßlicher Millionenbetrüger gesteht Taten

Mutmaßlicher Anlagebetrüger vor Gericht

Foto: dpa

Mutmaßlicher Anlagebetrüger vor Gericht

Ex-Staubsaugervertreter hat Anlegern Renditen von bis zu 72 Prozent versprochen. Geld floss stattdessen in seinen luxuriösen Lebensstil.

Mannheim. Der Fall gilt als eine der spektakulärsten Anlagebetrügereien in Deutschland seit Jahren: Der mutmaßliche Millionenbetrüger Ulrich E. hat die ihm vorgeworfenen Taten am Freitag vor dem Landgericht Mannheim eingeräumt.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, zwischen 2004 und 2007 von den USA aus rund 1300 Anleger um mehr als 37 Millionen US-Dollar (28 Millionen Euro) betrogen zu haben.

Den Anlegern soll der 51-Jährige Renditen von bis zu 72 Prozent im Jahr versprochen haben. Die Staatsanwaltschaft beschränkt sich dabei auf einen Teil der Fälle, insgesamt soll der Schaden deutlich höher sein.

Der Angeklagte sagte vor Gericht: "Es war mir von Anfang an klar, dass das nie und nimmer funktionieren würde."

Das Gericht sicherte dem ehemaligen Staubsaugervertreter im Gegenzug eine Haftstrafe zu, die sich zwischen acht Jahren sowie acht Jahren und neun Monaten bewegt. Die Höchststrafe würde bei 15 Jahren liegen. Bislang soll der Prozess bis März dauern.

Nach jahrelanger Fahndung konnte der im Kreis Biberach geborene Mann im Juli 2012 in den USA gefasst werden.