10.01.13

Wirtschaftskrise Nach Rettung: Griechen bringen Geld zurück auf Konten

Griechen heben wegen desolater Lage hohe Summen Bargeld ab

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Griechen heben wegen desolater Lage hohe Summen Bargeld ab

Insgesamt acht Milliarden Euro wurden zurückgebracht. Dies sei nur ein Zehntel der Summe, die das Banksystem seit der Krise verloren hat.

Athen. Nach der vorläufigen Rettung ihres Landes vor dem Bankrott haben die Griechen seit Juni 2012 insgesamt acht Milliarden Euro auf ihre Konten bei griechischen Banken zurückgebracht. Allein im Dezember sind nach Angaben des griechischen Bankenverbandes drei Milliarden Euro zurück zu den Banken geflossen.

Dies sei jedoch nur ein Zehntel der Summe, die das griechische Banksystem seit Ausbruch der Krise verloren hat. Aus Angst vor einem Staatsbankrott, schätzte das Finanzministerium am Donnerstag, sollen die Griechen seit 2009 insgesamt 87 Milliarden Euro in Truhen und Kellern gehortet oder sie ins Ausland gebracht haben.

Die Arbeitslosigkeit in Griechenland ist indes im Oktober 2012 auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Die Arbeitslosenquote erreichte 26,8 Prozent nach 26 Prozent im Vormonat, wie das Statistikamt Elstat am Donnerstag mitteilte. Im Oktober 2011 hatte die Quote bei 19,7 Prozent gelegen, im Oktober 2008 waren es noch 7,6 Prozent gewesen. Arbeitslose erhalten in Griechenland bisher ein Jahr lang Unterstützung. Das neue Spar- und Reformprogramm sieht vor, dass Langzeitarbeitslose ab 2014 für ein weiteres Jahr Hilfe in Höhe von monatlich 200 Euro erhalten sollen.