27.12.12

Sportartikelhersteller

Adidas beflügelt: Sporthersteller auch 2013 auf Rekordjagd

Auch wenn die wirtschaftliche Lage schwieriger wird – der Sportartikelhersteller Adidas strebt für das Jahr 2013 Rekordumsätze an.

Foto: dpa
Adidas Flügelschuhe
Trotz Euro-Schuldenkrise und Wirtschaftsflaute in vielen Ländern setzt Adidas seine Rekordjagd fort

München/Herzogenaurach. Trotz Euro-Schuldenkrise und Wirtschaftsflaute in vielen Ländern setzt Adidas seine Rekordjagd fort. Im laufenden Jahr werde der Umsatz des Sportartikelherstellers "über 14,5 Milliarden Euro liegen" und damit einen neuen Höchststand erreichen, sagte Vorstandschef Herbert Hainer der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstag). 2015 will der Konzern, zu dem neben der Marke Adidas auch Reebok und Taylor-Made gehören, 17 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften. "Durch die Euro-Krise ist es anspruchsvoller geworden, diese Zahlen zu erreichen", sagte Hainer.

Vor allem in Südeuropa sei die Lage schwierig. "Die hohe Arbeitslosigkeit, die wirtschaftlichen Probleme, das hilft uns nicht unbedingt", sagte Hainer, der inzwischen dienstältester Chef eines DAX-Konzern ist. "Auf der anderen Seite wachsen wir in Amerika, Russland, China und auch in Europa insgesamt."

Auch für 2013 rechnet Adidas deshalb mit einem Rekordumsatz. Hainer setzt dabei in einem Jahr ohne sportliche Großereignisse vor allem auf neue Produkte, wie einen neuartigen Laufschuh.

Die Kritik von Menschenrechtsorganisationen an den Arbeitsbedingungen und an angeblich zu niedrigen Löhnen in vorwiegend asiatischen Zulieferbetrieben wies Hainer Vorwürfe zurück. "Unsere Zulieferer zahlen die Mindestlöhne oder mehr und müssen alle unsere strengen Bedingungen einhalten, sonst können sie gar nicht für uns produzieren", sagte der Adidas-Chef. "Adidas kann doch nicht den Weltpolizisten spielen. Die jeweiligen Regierungen, ob demokratisch gewählt oder nicht, legen Mindestlöhne fest. Und an diese Spielregeln halten wir uns."

Hainer räumte zugleich ein, dass es bei zumindest bei der Produktion von Textilien einen "Trend Richtung Europa" gebe. So lasse Adidas bereits Textilien in der Türkei und anderen südeuropäischen Ländern produzieren. Denn Textilien würden immer modischer, damit aber auch schnelllebiger und vergänglicher. "Von der Türkei aus können Sie ganz Europa in 48 bis 72 Stunden beliefern".

Bei Schuhen könne er sich allerdings eine Rückverlagerung der Produktion nach Europa nicht vorstellen. "Da ist fast das gesamte Know-how nach Asien abgewandert, das kann man nicht mehr so ohne weiteres zurückholen."

Die EM-Teilnehmer und ihre Trikotausrüster
Die EM-Teilnehmer und ihre Trikotausrüster:
16 Länder nehmen an der Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine teil. Die meisten tragen Trikots von Adidas und Nike. Daneben sind noch Puma und die Nike-Tochter Umbro als Ausrüster vertreten.
Mit Adidas-Trikots spielen sechs Nationalteams:
Deutschland
Dänemark
Griechenland
Russland
Spanien
Ukraine
Mit Nike-Trikots spielen fünf Nationalteams:
Frankreich
Kroatien
Niederlande
Polen
Portugal
Mit Umbro-Trikots spielen drei Nationalteams:
England
Irland
Schweden
Mit Puma-Trikots spielen zwei Nationalteams:
Italien
Tschechien (dapd)
(dpa)
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