Do, 06.12.12, 12.27

Hauptuntersuchung TÜV-Report: Jedes fünfte Auto fällt durch

TÜV-Report: Schon junge Autos patzen bei der Prüfung

Foto: dpa-tmn/DPA

TÜV-Report: Schon junge Autos patzen bei der Prüfung

Bremsen, Beleuchtung und Auspuffanlagen weisen häufig Mängel auf. Deutsche Automarken schneiden im Test besonders gut ab.

Berlin. In Deutschland fällt jedes fünfte Auto durch die die Hauptuntersuchung (HU). Besonders häufig stellen die Prüfer Sicherheitsmängel an den Beleuchtungs-, Brems- und Auspuffanlagen fest.

Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten TÜV-Report 2013 hervor. Auffällig waren vielfach auch ein erhöhtes Lenkspiel und Mängel an den Vorder- sowie Hinterachsen. Ältere Fahrzeuge wiesen zudem oftmals Rost an Rahmen und tragenden Teilen auf.

Die deutschen Hersteller schnitten bei dem TÜV-Report gut ab. Bei den HU-Debütanten steht der VW Polo mit einer Quote von 2,2 Prozent erheblicher Mängel an der Spitze, gefolgt vom Mazda 3 (2,7 Prozent) und dem Audi Q5 (2,8 Prozent).

Dem Report zufolge kletterte der Anteil der Fahrzeuge, die wegen erheblicher Mängel durch die Hauptuntersuchung fielen, im Vergleich zum Vorjahresbericht um 0,3 Punkte auf 20 Prozent. Ohne Beanstandungen blieben 55,1 Prozent der Fahrzeuge – ein Plus von 6,8 Prozentpunkten gegenüber dem Jahr 2007. TÜV-Experten hatten für den Bericht mehr als acht Millionen Hauptuntersuchungen zwischen Juli 2011 und Juni 2012 ausgewertet.

Von den bis zu drei Jahre alten Fahrzeugen, die erstmals bei einer Hauptuntersuchung geprüft wurden, wiesen 6,1 Prozent erhebliche Mängel auf (2012: 5,1 Prozent). Bei den fünfjährigen Wagen waren es 10,6 Prozent (2012: 10,3 Prozent) und bei den siebenjährigen hatten 17,2 Prozent (2012: 17,5 Prozent) Sicherheitsmängel. Mehr als ein Viertel (27,4 Prozent) aller elfjährigen Fahrzeuge mussten noch einmal in die Werkstatt, um die HU-Plakette zu bekommen (2012: 26,8 Prozent).

"Hochgerechnet auf den Gesamtbestand in Deutschland bedeutet dies, dass rund acht Millionen Pkw den Anforderungen an die technische Sicherheit nicht genügen", sagte das Geschäftsführende Präsidiumsmitglied des Verbandes der Technischen Überwachungs-Vereine, Klaus Brüggemann.