09.11.12

Gehälter-Studie Chefs verdienen mehr, Mitarbeiter weniger

Stempel mit Aufschrift Gehaltsabrechnung liegt auf selbiger

Foto: pa/Bildagentur-online

Arbeitnehmer müssen reale Einkommensverluste hinnehmen, Manager verzeichnen Gehaltserhöhungen. Und die Differenz steigt weiter.

Hamburg/Düsseldorf. Obwohl in Deutschland das Wirtschaftswachstum in den vergangenen Jahren zulegen konnte, sind nur die Einkommen von Führungskräften gestiegen. Die Gehälter von Facharbeitern und Angestellten wurden hingegen unterm Strich weniger.

Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Hamburger Beratungsunternehmens Personalmarkt mit dem Mannheimer Ökonomen Tom Krebs, über die das "Handelsblatt" berichtete.

Obwohl die Wirtschaft seit 2005 um mehr als zehn Prozent gewachsen sei, habe ein Großteil der deutschen Arbeitnehmer seither sinkende Reallöhne hinnehmen müssen, hieß es.

Die Gehälter von Fachkräften mit Hochschulabschluss sowie von Facharbeitern und Sachbearbeitern seien zwischen 2005 und 2011 lediglich um sechs Prozent gestiegen. Inflationsbereinigt bedeutet dies laut Studie ein Minus von vier Prozent.

Dagegen verdienten Führungskräfte rund 14 Prozent mehr, der reale Zuwachs nach Abzug der Inflation liegt bei vier Prozent. 2012 werde das Plus noch größer sein, lautet die Einschätzung der Autoren der Untersuchung.